humble door

Demütig genug, um zu empfangen

Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und ließ ihn sagen: Geh hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiederhergestellt, und du wirst rein werden!
Da wurde Naeman zornig, ging weg und sprach: Siehe, ich dachte, er wird sicher zu mir herauskommen und hinzutreten und den Namen des HERRN, seines Gottes, anrufen und mit seiner Hand über die Stelle fahren und so den Aussätzigen befreien! (2. Könige 5,10-12)

Als der große syrische General Naeman zu Elisa kam, um von seiner Lepra geheilt zu werden, erwartete er, wie ein großer Mann behandelt zu werden. Er kam mit all den Wahrzeichen für Einfluss und Macht und mit einer Menge Geld.

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Als er an Elisas Tür klopfte, machte der Prophet sich nicht die Mühe, ihn zu empfangen. Er sandte einen Boten zu ihm. Naeman war den ganzen Weg zu Elisa gereist, und dieser wollte ihn nicht einmal persönlich treffen. Er sandte einen Boten. Das war demütigend für Naeman, der sonst immer geehrt wurde.

Elisas Botschaft war simpel. Um geheilt zu werden, sollte sich Naeman siebenmal im Jordan waschen. Der Jordan war ein einfacher Fluß. Und sich selbst siebenmal darin unterzutauchen war so einfach, dass es auch ein Kind tun konnte,

Naemans Reaktion zeigt, dass Elisa den Stolz des Generals verletzt hatte. Naeman war beleidigt, dass Elisa nicht selber mit ihm sprach und weil sie viel schönere Flüsse in Syrien hatten.

Naeman wurde zornig und ging weg. Er hatte eine bestimmte Vortellung davon, wie Gott wirken sollte, und als Gott nicht so handelte, wurde er wütend. Naeman mochte es gar nicht, dass Elisa eine demütige Reaktion von dem respektierten und ehrwürdigen General erwartete.

Naemans Stolz wurde durch Elisa gekränkt. Auf die eine oder andere Weise wird unser Stolz immer wieder durch Gottes Wirken angekratzt. Einen meiner Lieblingsverse findet man an drei Stellen in der Bibel (Jakobus 4,6; 1. Petrus 5,5 und Sprüche 3,34): Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.

So lange Naeman so stolz war, würde und konnte er nicht das empfangen, was Gott ihm geben wollte. Naeman musste sich selbst demütigen, also leitete Gott Elisa an, die Situation für den großen General sehr bescheiden zu halten.

Hält dein Stolz sich davon ab, etwas von Gott zu empfangen? Sieh auf den demütigen Jesus (Philipper 2,5-8) und lass zu, dass Er dich in wahre Demut führt. Wer weiß, was Gott dir geben will?

What Money Can't Buy

Was man mit Geld nicht kaufen kann

Da sprach der König von Aram: Geh, ziehe hin, und ich will dem König von Israel einen Brief schicken! Da ging er hin und nahm zehn Talente Silber und 6000 Goldstücke und zehn Festgewänder mit sich. (2. Könige 5,5)

In diesem Vers geht es um einen General der syrischen Armee namens Naeman. Naeman war ein großer und ehrenwerter Mann mit viel Mut und Stärke (2. Könige 5,1). Er hatte beinahe in jeder Hinsicht Erfolg, doch er hatte Lepra. Das war nicht nur eine eklige Krankheit, sondern auch sein Todesurteil. Er würde an dieser normalerweise unheilbaren Krankheit sterben.

What Money Can't Buy

Durch ein junges Dienstmädchen hörte Naeman von einem Propheten in Israel, der ihn heilen konnte. Elisa war ein Prophet des lebendigen Gottes, und auch wenn er selber keine Wunder vollbringen konnte, gebrauchte Gott ihn doch viele Male um Wunder zu tun.

Naeman fragte seinen Chef – den König von Syrien– ob er ins Feindesland (Israel) gehen durfte, um den Propheten von Syriens Feinden zu bitten, ihn von der ekligen und tödlichen Krankheit zu heilen. Der König gab die Erlaubnis, und Naeman ging.

Unser Vers erzählt uns, dass er folgende Dinge mitnahm, um den Propheten, der ihn heilen konnte, damit zu bezahlen: zehn Talente Silber und 6000 Goldstücke und zehn Festgewänder.Das war einen Menge Geld. Ein Talent waren um die 33 Kilogramm. Bei den heutigen Preisen wären zehn Talente Silber 177.410 Euro wert. Ein Goldstück war 12 Gramm schwer. Die 6000 Goldstückewären heute 2.668.435 Euro wert. Man schätzt die zehn Festgewänderauf circa 4500 Euro.

Insgesamt nahm Naeman also 2.850.345 Euro mit.

Das ist eine große Summe, doch all das Geld konnte Naeman weder sein Leben noch Glück bringen. Naeman war bereit so viel auszugeben für etwas, das Gott ihm freiwillig geben würde. Wenn sie könnten, was würden die Menschen zahlen, um in den Himmel zu kommen? Um mit Gott ins Reine zu kommen? Um ein echtes und bedeutsames Leben zu haben? Um ihre Schuld auszulöschen? Dass ihre Sünden vergeben werden?

Naeman brauchte etwas, das nur Gott ihm geben konnte. Und Gott brachte ihm dies durch einen Propheten – einen Mann von Gottes Wort.

Gott und Sein Wort halten Schätze für dich bereit, die man mit Geld nicht kaufen kann. In einem Gebet zu Gott (Psalm 119,72) steht: Das Gesetz, das aus deinem Mund kommt, ist besser für mich als Tausende von Gold- und Silberstücken. Naeman sollte etwas bekommen, das man mit Geld nicht kaufen kann.

Hast du die größten Dinge von Gott erhalten? Die Dinge, die man micht mit Geld kaufen kann?

Girl with a Bible

Etwas Wunderbares aus etwas Schlechtem

Und die Aramäer waren in Streifscharen ausgezogen und hatten ein kleines Mädchen aus dem Land Israel entführt, das nun im Dienst von Naemans Frau war. Und sie sprach zu ihrer Herrin: Ach, dass mein Herr bei dem Propheten wäre, der in Samaria wohnt; der würde ihn von seinem Aussatz befreien! (2. Könige 5,2-3)

Ein junges Mädchen wuchs im alten Israel auf. Ihre Familie unterrichtete sie gut. Sie glaubte an den Gott Israels, und sie wusste, dass Elisa ein Prophet Gottes war. Sie wusste auch, dass Gott durch Elisa die Unheilbaren heilen konnte.

Girl with a Bible

Ein junges israelisches Mädchen wurde von ihrer Familie entführt und in die Sklaverei nach Syrien verschleppt. Das war zweifelsohne der schlimmste Tag ihres Lebens. Sie wurde zur Dienerin des Haushalts eines syrischen Generals namens Naeman, und sie stand im Dienst von Naemans Frau. Aber Gott war größer als die Tragödie und das Elend des Mädchens, und Er gebrauchte sie auf bemerkenswerte Weise.

Sie nahm allen Mut zusammen und erzählte Naemans Frau, dass Gottes Prophet nicht nur Worte sagte, sondern dass er Gottes Botschafter war. Gott gebrauchte den Mut und den Glauben des Mädchens, und es war nicht das letzte Mal, das Gott den Glauben eines kleinen Mädchens nutzte.

Im späten 18. Jahrhundert versammelte sich in Wooster, Südafrika, eine Gruppe junger Leute an Pfingsten in einer Reformierten Gemeinde. Dabei fragte ein schwarzes Mädchen ob sie ihr Zeugnis erzählen durfte. Sie gab so ein tolles Zeugnis, das alle die Gegenwart Gottes dort spürten. Der Leiter der Versammlung sagte, dass er so etwas wie das Geräusch eines herannahenden Tornados hörte und dass er spürte, wie die ganze Halle erzitterte. Dann sprangen all die jungen Leute auf und begannen zu beten – in Südafrika begann eine Erweckung, entzündet durch das Gebet eines jungen Mädchens.

Ein junges Mädchen war auch der Funke für die erstaunliche Erweckung in Wales. Im Februar 1904 fand ein Gebetstreffen in New Quay statt. Der Pastor fragte, wer Zeugnis von seinen geistlichen Erfahrungen geben wollte. Nach einigen unehrlichen Antworten sprach ein junges Mädchen. Florrie Evans war gerade vor einigen Tagen Christ geworden. Florrie stand auf und sprach mit zitternder Stimme: „Ich liebe Jesus von ganzem Herzen.“ Dieser aufrichtige Satz machte einen tiefen Eindruck auf die jungen Leute und entfachte etwas Bedeutendes. Diese Jugendgruppe, durch diesen bewegenden Satz des jungen Mädchens in Brand gesetzt, wurde zu einem Erweckungsfeuer in ganz Wales, und das verbreitete sich in der ganzen Welt.

Manche Menschen denken, dass es unwahrscheinlich ist, dass Gott ein junges Mädchen gebraucht um so ein wichtiges Werk zu entzünden. Aber Gott liebt es unscheinbare Menschen zu gebrauchen – Menschen wie dich und mich.

Die Speisung der Einhundert

Aber ein Mann von Baal-Schalischa kam und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrote, Gerstenbrote und Jungkorn in seinem Sack. Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen! Und sein Diener sprach: Wie kann ich das 100 Männern vorsetzen? Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen, und es wird übrig bleiben! Und er legte es ihnen vor, und sie aßen, und es blieb noch übrig, nach dem Wort des HERRN. (2. Könige 4,42-44)

Wenn man diese Geschichte liest, ist man überrascht sie im Alten Testament zu finden. Wir wissen, dass Jesus zweimal eine Menge Menschen mit einigen Broten und Fischen satt kriegte (Matthäus 14,13-21 und 15,32-39). Man vergisst, dass Gott Elisa gebrauchte um hunderte von Jahren zuvor ein ähnliches Wunder zu vollbringen.

Broken Bread

Wie auch in Johannes 6,9 hatten sie nur einige Gerstenbroteum viele Menschen zu sättigen. Gerste war schon immer ein einfaches Essen, das eher zum Füttern von Vieh genommen wurde. Im Talmud sagt einer: „ Gerste ist ein feines Getreide“ und ein anderer antwortet darauf: „sag es den Pferden und Eseln“. Mit einfachen Gerstenbrote kann man nicht viel anfangen, aber Gott braucht nicht viel.

Durch Gottes Wunder wurden aus wenigen Broten viele, und sie hatten mehr als genug. Und sie aßen und es blieb noch übrig, nach dem Wort des HERRN. Gott hatte versprochen, dass Er sich um ihre Bedürfnisse kümmerte, und sogar noch über diese hinaus. Elisa glaubte an Gottes Versprechen, handelte dementsprechend und erlebte, wie es sich erfüllte.

Gott liebt es, große Dinge durch kleine Dinge zu tun. Ich mag, was Charles Spurgeon schrieb: „Denkst du, Gott braucht uns? Denkst du, Er ist abhängig von menschlicher Kraft? Ich sage dir, unsere Schwachheit ist eine bessere Waffe für Gott als unsere Stärke.“

Hier in 2. Könige waren es 20 Brote für ungefähr 100 Leute. Bei Jesus waren es 5 Brote für 5000 Leute! In 2. Könige blieb etwas übrig, bei Jesus waren es 12 volle Körbe (Johannes 6,13).

Auch wenn Gott hier ein wundervolles Werk durch Elisa tat, war es nur ein Vorgeschmack auf ein viel größeres Werk, das Gott in und durch das wahre Brot vom Himmel, Jesus Christus, tun würde.

Lerne von dem, was Gott durch die großen Propheten im Alten Testament tat. Aber schaue im Glauben auf Jesus. Jesus ist größer als alle Männer und Frauen des Alten Testaments, und Er ist derjenige, auf den sie alle zeigten.

 

 

Der Tod im Topf

Da ging einer aufs Feld hinaus, um Kräuter zu sammeln, und er fand ein wildes Rankengewächs und sammelte davon sein Gewand voll wilde Gurken; und als er heimkam, zerschnitt er sie in den Gemüsetopf; denn sie kannten sie nicht. Als man es aber den Männern zum Essen vorsetzte und sie von dem Gemüse aßen, schrieen sie und sprachen: Der Tod ist im Topf, Mann Gottes! Und sie konnten es nicht essen. Er aber sprach: So holt Mehl herbei! Und er warf es in den Topf und sprach: Setzte es den Leuten vor, dass sie essen! Da war nichts Schlimmes mehr im Topf. (2. Könige 4,39-41)

Wie bei seinem Mentor Elijawar auch Elisas Leben voller Wunder. Dies war eines der ungewöhnlichsten Wunder, die Gott durch den Propheten geschehen ließ.

Death in the Pot

Es war eine Zeit der Hungersnot (2. Könige 4,38), und ein nicht beim Namen genannter Mann fand ein Gewächs, das er der Gruppe von jungen Propheten brachte. Sie zerschnitten es und gaben es in einen Eintopf. Das Gemüse war wohl damals in der Gegend als wilde Gurken bekannt. Sie schmeckten sehr bitter und führten zu schweren Verdauungsstörungen, und wenn viel davon gegessen wurde, manchmal sogar zum Tod.

Unter Gottes Führung gab Elisa noch Mehl in den Eintopf und es passierte etwas Wundervolles: was zuerst so schlecht war, dass es den Tod bringen konnte, war nun gut. Es wird uns zwar nicht erzählt, aber es scheint, als ob sie den Eintopf danach geniessen konnten.

Zwei Dinge lernen wir daraus: Erstens tun wir auch oft das, was der junge Prophet tat: Wir gehen durch die Welt und suchen nach Dingen, von denen wir denken, dass sie uns helfen und uns gut tun, und stattdessen bringen sie uns den Tod. Wenn du zu Gott gehörst, wirst du nirgendwo dieselbe Zufriedenheit und Nahrung in den Dingen der Welt finden. Du kannst wirklich nicht in ein Leben zurückkehren, in denen das Wichtigste Unterhaltung oder Vergnügen oder Bequemlichkeit oder Ruhm oder Reichtum ist. Diese Dinge im „Eintopf“ unseres Lebens werden uns letztendlich schreien lassen: „Der Tod ist im Topf!

Zweitens schau dir an, was Elisa tat. Anstatt dass er versuchte, das giftige Zeug aus dem Eintopf herauszukriegen, fügte er etwas Gutes hinzu: Mehl, das man zum Brot backen braucht. Als heilsame Nahrung in den Topf kam, änderte sich alles.

Sicher gibt es Zeiten, in denen giftige Lehren unter den Gläubigen entfernt werden müssen. Doch viel häufiger ist es besser, so viel gute geistliche Nahrung wie möglich hinzuzufügen. Jesus ist das Brot des Lebens (Johannes 6,35). Konzentrier dich auf Jesus und auf Sein lebenspendendes Wort – und sieh wie Gott den „Tod“ aus dem giftigen Eintopf herausnimmt.

 

 

empty vessels

Leere Gefäße füllen

Er sprach: Geh hin und erbitte dir draußen Gefäße von allen deinen Nachbarinen, leere Gefäße, und nimm nicht wenige; und geh hinein und schließe die Tür hinter dir und deinen Söhnen zu und gieße Öl in alle diese Gefäße; und was voll ist, trage weg! (2. Könige 4,3-4)

Dies sagte der Prophet Elisa zu einer Witwe, die so arm war und Schulden hatte, dass sie und ihre Söhne für das Geld, das sie schuldeten, in die Sklaverei verkauft werden sollten.

In ihrer Verzweiflung fragte sie alle Nachbarn nach sämtlichen Behältern, um diese auszuleihen. Als sie alle Gefäße zu Hause hatte, nahm sie ihre letzte kleine Flasche Öl und begann damit die gesammelten Behälter zu füllen. Der Prophet tat das nicht für sie; sie musste diesen Glaubensschritt selber tun.

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Ich bin sicher, dass ihr Herz schneller schlug, als sie das Öl umfüllte. Das Öl lief aus der kleinen Flasche in die ausgeliehenen Gefäße, und es floß immer weiter. Durch ein Wunder, durch die Verheißung Gottes, wurden die Gesetze der Physik kurzzeitig ausgesetzt, und eine kleine Flasche Öl füllte viele große Behälter.

Die Witwe sammelte die Gefäße im Glauben, und das Ausmaß dieses Wunders wurde vom Ausmaß ihres Glaubens beim Einsammeln der Gefäße bestimmt. In diesem Fall war das einzige Limit die Anzahl der Gefäße, die sie für Gott verfügbar machte. Wenn ein Behälter voll war, stellte sie ihn auf Seite und ging zum nächsten über, bis alle gefüllt waren.

Das Öl floß so lange, wie Gefäße gesammelt, aufgestellt und bereit zu Befüllen waren. Wenn Gottes Kinder sich im Glauben versammeln und bereit sind zu empfangen, werden sie Gottes Werk erleben.

Noch etwas, das zu bedenken ist: alle diese geliehenen Gefäße mussten leer sein, damit sie gefüllt werden konnten. Wir können zu voll mit uns selbst sein, zu stark in uns selbst, als dass Gott wirklich in uns arbeiten kann. Charles Spurgeon sagte: „Ein voller Christ ist für leere Sünder, und nur für leere Sünder… Es ist nicht unsere Leere, sondern unsere Fülle, die das Fließen der Gnade hindern kann.“

Gott kann durch unsere Leere Wunder tun – so lange der Glaube bereit ist, gefüllt zu werden. Gottes Kraft wird in der Schwachheit vollkommen (2. Korinther 12,9)

 

 

Gruben Graben

Und er sprach: So spricht der HERR: „Macht in diesem Tal Grube an Grube!“ (2. Könige 3,16)

Dies war ein ungewöhnliches Wort von Gott in einer ungewöhnlichen Situation. Die Armeen von Israel, Juda und Edom steckten in der heißen Wüste fest und starben vor Durst. Die drei Könige gingen zu dem Propheten Elisa und baten um ein Wort von Gott. Das war der Anfang von Gottes Antwort: „Macht in diesem Tal Grube an Grube.“

Es war eine seltsame Anweisung für die Soldaten, die in der Wüste verdursteten. Es schien, als ob diese harte und anscheinend sinnlose Arbeit des Grabens in der Wüste das Problem nur verschlimmern würde. Aber Gott gab ihnen diesen Befehl. Gott versprach ihnen auch, dass sie ihre Feinde besiegen würden (2. Könige 3,17-19).

Es geschah genauso wie Gott es gesagt hatte. Sie gruben Löcher, eine Flut überschwemmte die Wüste, das Wasser füllte die Gruben und sie waren gerettet. Dann sahen die Feinde das Licht, das sich im Wasser spiegelte und aus irgendeinem Grund dachten sie, es sei das Blut von den drei Armeen, die sich gegenseitig bekämpften. Die Moabiter glaubten, der Kampf sei vorbei und liefen direkt in das Lager der drei Könige, wo sie vernichtet wurde.

Die Armeen der drei Könige wurden vor einem Tod in der Wüste gerettet. Sie erfreuten sich an einem wunderbaren Sieg über ihre Feinde. Alles, weil sie diesem seltsamen Befehl gehorcht hatten, Gruben in der Wüste auszuheben.

Gott und Seinen Kindern zu dienen, ist manchmal wie Gruben in der Wüste zu graben.

Wie das Graben, ist der Dienst oft schwer.

Wie das Graben, muss der Dienst durch Gottes Offenbarung geführt werden.

Wie das Graben, wirkt der Dienst auf andere Menschen manchmal verrückt.

Wie das Graben, wird der Dienst im Glauben getan.

Wie das Graben, ist der Dienst über alle Erwartungen hinaus gesegnet.

Wie das Graben, braucht der Dienst Gottes Wunder um etwas Gutes zu bewirken.

Wie das Graben, fühlt sich der Dienst oft so an, als ob es eine Arbeit ohne Lohn ist.

Wenn dein Leben für Gott und dein Dienst für Seine Kinder so trocken und bedeutungslos erscheint, wie wenn man eine Grube gräbt, verzweifel nicht. Bleib auf Gottes Wort ausgerichtet und warte auf die großen Dinge, die Gott tun wird.

Die Macht der Musik

Elisa sprach: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, wenn ich nicht auf Josaphat, den König von Juda, Rücksicht nähme, ich wollte dich nicht ansehen noch beachten! So bringt mir nun einen Saitenspieler! Und als der Saitenspieler die Saiten schlug, kam die Hand des HERRN über ihn.
(2. Könige 3:14-15)

Drei Könige kamen zum Propheten Elisa mit der Bitte um Gottes Hilfe und Führung. Ihre Armeen steckten in der trockenen Wüste fest und waren dem Verdursten nah noch bevor sie überhaupt kämpfen konnten. Elisa hatte keinerlei Respekt vor den Königen von Israel und Edom, aber wegen Josaphat, dem König von Juda, war er einverstanden, Gott um die Hilfe zu bitten, die sie brauchten.

Als Elisa Gott um ein prophetisches Wort ersuchte, das er den drei Königen mitteilen konnte, sagte er: So bringt mir nun einen Saitenspieler! Das war außergewöhnlich. Als Elisa feinfühliger für das Leiten und Reden des Heiligen Geistes werden wollte, rief er einen Musiker.

Power of Music

Wir wissen, dass Elisa zuerst genervt war, als der König von Israel mit seinem Anliegen zu ihm kam (2. Könige 3,13). Vielleicht hatte ihn das aufgewühlt und er brauchte etwas Ruhe und einen Fokus auf Gott, was Musik bewirken kann. Er wollte sich selbst geistlich aufbauen durch „Psalmen und Hymnen und geistliche Lieder“ (Kolosser 3,16).

Wir kennen den Namen des Musikers nicht, aber als der Saitenspieler die Saiten schlug, kam die Hand des HERRN über Elisa und er prophezeite, dass die drei Könige gerettet würden. Als der Musiker sein Instrument spielte, dachte er wahrscheinlich nicht daran, dass Gott seine Noten und seine Melodie nutzen würde, um einen großen geistlichen und militärischen Sieg zu bringen. Doch der Musiker tat, was er konnte, und Gott nutzte das, und auf zumindest kleine Weise half dies, die Geschichte zu ändern.

Unser Gott ist ein singender Gott, der Musik liebt (Zephanja 3,17; Markus 14,26). Wir sind nach Gottes Bild gemacht, also mögen wir von Natur aus Musik. Wir können uns selbst viel Gutes tun, wenn wir Musik hören, die Gott ehrt und wenn wir Ihn in Liedern anbeten.

  • Das zeigt die große geistliche Macht von Musik.
  • Das zeigt, dass es große Macht hat, wenn wir unsere Talente Gott geben.
  • Das zeigt, dass in Dingen, die uns klein und unverhofft erscheinen, große Kraft liegen kann.
  • Das zeigt die Wichtigkeit davon, Gott mit Liedern anzubeten.

Nutze diese großartige, wunderbare, von Gott gegebene und von Gott gesegnete geistliche Quelle.

Washing Hands

Ein grosser Titel

Josaphat aber sprach: Ist kein Prophet des HERRN hier, dass wir durch ihn den HERRN um Rat fragen könnten? Da antwortete einer von den Knechten des Königs von Israel und sprach: Hier ist Elisa, der Sohn Saphats, der dem Elia Wasser auf die Hände goss! (2. Könige 3,11)

Washing Hands

Drei Könige hatten sich im Krieg gegen die Moabiter zusammengetan. Als die Herrscher von Israel, Juda und Edom die öde Wüste durchquerten um einen Überraschungsangriff auf Moab zu starten, ging ihnen das Wasser für die Soldaten und ihre Tiere aus.

Zwei der drei Könige hielten nichts von Jahwe, dem Gott Israels. Der moabitische und der iraelitische König ehrte den HERRN nicht. Doch Josaphat, der König von Juda, ehrte den HERRN zumindest etwas. Mit dem Tod vor Augen in der Wüste schlug Josaphat den anderen Königen vor, einen Prophet des HERRN zu suchen. Er war weise genug um zu wissen, dass sie Hilfe brauchten, und zwar von dem wahren, lebendigen Gott, dem HERRN.

Die Antwort auf Josaphats Frage kam von einem der Knechte des Königs von Israel. Seine Antwort war in etwa: „Ja, in der Nähe gibt es einen Propheten des HERRN. Sein Name ist Elisa, der Sohn Saphats, und er ist derjenige, der dem Elia Wasser auf die Hände goss.

Ich bin fasziniert von dem Satz: der dem Elia Wasser auf die Hände goss. Der Gedanke dahinter ist, dass lange bevor Elisa als großer und mächtiger Prophet bekannt war, diente er Elia auf einfache und demütige Weise.

Ich vermute, es gab wirklich Zeiten, in denen Elisa Elia beim Händewaschen half. Vielleicht wenn es Essen gab und Elia seine Hände säubern musste. Der jüngere Prophet hielt den Krug mit Wasser und schüttete es über die Hände seines Mentors. Das passierte wahrscheinlich wirklich, doch es war auch ein Ausdruck, der die demütige und einfache Weise beschrieb, wie Elisa seinem geistlichen Vater diente.

In diesem Fall war Elisa nicht bekannt für seine großen Worte, die er sprach und für die großen Taten, die Gott durch ihn wirkte. Er war bekannt für seinen demütigen Dienst. Sacharja 4,10 stellt die Frage: „Wer ist es, der den Tag geringer Anfänge verachtet?“Elisa war es auf jeden Fall nicht. Bevor Jesus je diese Worte aussprach, kannte Elisa eine wundervolle Wahrheit, nämlich dass der Größte in Gottes Reich der Diener von allen ist (Markus 9,35).

Ich hab das Gefühl, dass, wenn wir Elisa im Himmel treffen werden, er sich lächelnd so vorstellen wird: „Ich bin der, der dem Elia Wasser über die Hände goss.“ Wenn wir für irgendetwas bekannt sein wollen, dann ist es wunderbar, wenn wir für unseren einfachen und demütigen Dienst im Namen Jesu bekannt sind.