What Must We Do?

Was sollen wir tun?

Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Männer und Brüder? (Apostelgeschichte 2,37)

Eine große Menschenmenge hörte die Predigt des Apostel Petrus, und Gott tat ein bemerkenswertes Werk durch die Macht des Heiligen Geistes. Lukas, der Autor der Apostelgeschichte, erzählt uns, dass sie als sie aber das hörten, mit einer Frage darauf reagierten: „Was sollen wir tun?“ Das jüdische Volk, das in Jerusalem versammelt war, um das Pfingstfest zu feiern, war so bewegt, dass sie Petrus fragen, wie sie darauf reagieren sollten.

What Must We Do?

Petrus hatte seinen Zuhörern tatsächlich eine Herausforderung gegeben. Wir wissen das aus Apostelgeschichte 2,40, wo steht: Und noch mit vielen anderen Worten gab er Zeugnis und ermahnte und sprach: Laßt euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! Was wir hier in Apostelgeschichte 2 lesen, ist eine Zusammenfassung, und Petrus ermahnte sie deutlich, darauf zu reagieren. Er lud seine Zuhörer dazu ein, gerettet zu werden.

Und die Menge reagierte erstaunlich, indem sie fragten: Was sollen wir tun? Man sagt, dass in normalen Zeiten der Evangelist den Sünder anspricht. Doch in Zeiten der Erweckung ist es andersherum: der Sünder sucht den Evangelisten. An diesem Pfingsttag in Apostelgeschichte 2 fand eine dieser großartigen Zeiten, in denen Gott wirkte, statt. Wenn Gott am Herzen einer Person arbeitet, dann will sie zu Ihm kommen; sie wird zu Gott kommen.

Wenn wir die Antwort der Menschen hier sehen, hilft uns das, die Ereignisse an jenem Pfingsten aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Gabe der Zungenrede führte bei jenen, die es hörten zu nichts anderem, als Erstaunen und Spott. Bevor das Evangelium nicht gepredigt wurde, gab es keine Überführung vom Heiligen Geist. Das war das Werk, das Gott wirklich erreichen wollte.

Das Volk reagierte so, weil es ihnen durchs Herz drang. Das beschreibt die Überführung durch den Heiligen Geist sehr gut. Nun wussten sie, dass sie für den Tod von Jesus verantwortlich waren (so wie jeder von uns), und dass sie darum etwas tun mussten.

Auch Petrus hatte schon Erfahrung damit, wie es ist, wenn etwas ins Herz dringt. Als Jesus gefangen genommen wurde, schlug Petrus einem der Männer, die Jesus verhafteten, das rechte Ohr ab (Johannes 18,10). Das war ein peinliches Durcheinander, das Jesus wieder in Ordnung bringen musste. Johannes 18,10 zeigt Petrus in seiner fleischlichen Natur. Er tat das, was er konnte mit einem Schwert aus Stahl und menschlicher Kraft.

Als der wiederauferstandene Jesus das Leben von Petrus veränderte und die Macht des Heiligen Geistes auf ihn kam, tat er Dinge, die viel effektiver waren: er öffnete Herzen für Jesus. Das tat Petrus in der Macht des Geistes. Er tat, was Gott tut mit dem Schwert des Geistes: Gottes Wort. Welches Schwert ist machtvoller?

Zweifel niemals daran, dass Gottes Macht in Herzen eindringen und Leben verändern kann!

 

It Had to Happen

Es musste passieren

Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Wehen des Todes auflöste, weil es ja unmöglich war, dass Er von ihm festgehalten würde. (Apostelgeschichte 2,24)

Als Petrus seine fantastische Predigt an Pfingsten hielt, konfrontierte er seine Hörer mit ihren Sünden. Petrus schreckte nicht davor zurück, ihnen zu sagen: „ihr habt den Mann gekreuzigt, den Gott zu euch schickte“ (nach Apostelgeschichte 2,23). Petrus konnte das tun, weil seine erste Sorge nicht war, wie er seinem Publikum gefallen konnte, sondern ihnen die Wahrheit zu sagen. Doch Petrus konnte hier noch nicht aufhören, denn an diesem Punkt fühlten sie sich schlecht wegen ihrer Sünde. Petrus musste ihnen zeigen, dass es etwas gab, das noch größer war als die Sünde der Hinrichtung des Sohnes Gottes.

It Had to Happen

Diese größere Tatsache war die Macht Gottes und die Größe Jesu, welche sich beide in der Auferstehung zeigen. Es war unmöglich für Jesus im Tod gebunden zu bleiben, wie Petrus es mit dem folgenden Vers aus Psalm 16 erklärte. Es war unmöglich für Jesus ein Opfer der Sünde und des Hasses der Menschen zu bleiben. Jesus musste in einem herrlichen Triumph über die Sünde, den Tod und den Hass wieder daraus hervorkommen. Um das deutlich zu machen, gebrauchte Petrus den Ausdruck Wehen des Todes – also Geburtswehen. Der Gedanke dahinter ist, dass das Grab wie eine Gebärmutter für Jesus war! Wie es ein Kommentator schrieb: „Es war nicht möglich, dass der Auserwählte Gottes im Griff des Todes blieb; der Abgrund kann den Erlöser nicht länger halten, so wie eine schwangere Frau das Kind nicht in ihrem Körper halten kann.“

So wie ein Baby aus dem Mutterleib herauskommen muss, so musste auch die Auferstehung Jesu geschehen. Es gab keinen Weg für den Heiligen – den sündlosen Sohn Gottes – dass Er in den Ketten des Todes gefangen blieb.

Als Jesus am Kreuz starb, trug Er den ganzen Zorn Gottes, so als ob Er ein schuldiger Sünder war, schuldig an allen Sünden, sogar für uns zur Sünde gemacht (2. Korinther 5,21). Doch selbst das war ein Akt heiliger Liebe zu uns. Darum wurde Jesus nicht zum Sünder, selbst wenn Er unsere ganze Schuld trug. Das sind gute Nachrichten – dass Jesus die Strafe für unsere Sünden am Kreuz auf sich nahm und während Seiner schlimmen Tortur der vollkommene Retter blieb – das beweist Seine Auferstehung.

Aus diesem Grund blieb Er der Heilige, selbst in Seinem Tod; und es war unmöglich, dass Gottes Heiliger im Tod verblieb – die Auferstehung war unausweichlich. Wir sehen nicht viele Dinge im Leben, die einfach passieren müssen. In fast allen Dingen können wir uns vorstellen, wie es anders hätte geschehen können. Doch nicht bei der Auferstehung Jesu – diese musste passieren. Es war unmöglich dass es auf andere Weise hätte geschehen können. Und das beweist, dass Gottes Liebe und Macht größer sind als die schlimmste Sünde und Rebellion der Menschen.

 

Peter proclaiming Jesus

Petrus erzählt von Jesus

Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus, der Nazarener, einen Mann, der von Gott euch gegenüber beglaubigt wurde durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte, wie ihr auch selbst wißt. (Apostelgeschichte 2,22)

Als Petrus zu der großen Menge in Jerusalem an Pfingsten predigte, erklärte er ihnen, dass die seltsamen Dinge, wie die Feuerzungen und das Geräusch, Beweise für das Ausgiessen des Heiligen Geistes waren. Er führte dazu einige Bibelstellen an.

Peter proclaiming Jesus

Das war bemerkenswert. Was tat Petrus bei der Ausgiessung des Heiligen Geistes, als Zeichen und Wunder und Zungenrede geschahen? Im Grunde genommen sagte er: „Lasst uns die Bibel nehmen und schauen, was in Joel steht.“ In seiner Predigt in Apostelgeschichte zitiert Petrus drei verschiedene Stellen des Alten Testaments: Joel 2, 28-32; Psalm 16,8-11 und Psalm 110,1.

Der Fokus auf Gottes Wort unterdrückte das Wirken des Heiligen Geistes nicht; sondern er erfüllte das, was der Heilige Geist tun wollte. Alle Zeichen und Wunder und die Zungenrede waren eine Vorbereitung auf dieses Werk von Gottes Wort.

Leider scheinen manche Menschen Gottes Wort gegen das Werk des Heiligen Geistes zu stellen. Sie glauben fast, es sei geistlicher, wenn dabei kein Bibellesen stattfindet.

Doch als Petrus die Erklärung von Joel 2 beendetet hatte, war er nicht fertig mit seiner Predigt. Er sagte zu der Menge: Ihr Männer von Israel, hört diese Worte. Viele Menschen würde glauben, es sei genug gewesen, als Petrus die Stelle in Joel zitierte, wenn man bedenkt, was sie alles beinhaltet. Joel erzählt uns von:

  • einer Ausgiessung des Heiligen Geistes (Apostelgeschichte 2,17)

  • wundersamen Träumen, Visionen und Prophezeiungen (Apostelgeschichte 2,17-18)

  • Zeichen und Wundern in Bezug auf den Tag des Herrn (Apostelgeschichte 2,19-20)

  • einer Einladung, den Namen des Herrn anzurufen und gerettet zu werden (Apostelgeschichte 2,21)

So großartig wie diese Dinge auch waren, es war nicht genug, denn Petrus hatte noch nicht über das rettenden Werk Jesu gesprochen. Bis zu diesem Punkt war alles eine Einführung, eine Erklärung für das, was sie gerade gesehen hatte. Nun überbrachte Petrus der Menge die eigentliche Botschaft, indem er sagt: Ihr Männer von Israel, hört diese Worte. Petrus hatte ganz zu Beginn seiner Predigt schon einmal so etwas gesagt (das sollt ihr wissen, und nun hört auf meine Worte, Apostelgeschichte 2,14). Petrus wollte, dass die Leute zuhörten, und er machte deutlich, dass er etwas sehr Wichtiges zu sagen hatte – manchmal wird das von einigen Predigern vernachlässigt.

Nach dieser „zweiten Einführung“ sagte Petrus nun die wichtigen Worte. Er verkündigte: Jesus, der Nazarener, einen Mann, der von Gott euch gegenüber beglaubigt wurde durch Kräfte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte.

Das, was im Buch Joel steht und das Wirken des Heiligen Geistes zu verstehen war beides gut und wichtig – doch es war essentiell von Jesus zu erzählen. Wir wollen mehr von Gottes Wort wissen und das Wirken des Heiligen Geistes erleben. Doch wir dürfen niemals die Verkündigung von Jesus Christus – dem Retter der Welt – vernachlässigen.

 

a changed man

Ein veränderter Mann

Da trat Petrus zusammen mit den Elf auf, erhob seine Stimme und sprach zu ihnen: Ihr Männer von Judäa und ihr alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sollt ihr wissen, und nun hört auf meine Worte! (Apostelgeschichte 2,14)

Apostelgeschichte 2 erzählt uns eine Reihe bemerkenswerter Ereignisse. Zuerst hörten die 120 Jünger Jesu in dem Raum, in dem sie versammelt waren, ein ungewöhnliches Geräusch. Dann erschienen einzigartige Flammen auf ihren Köpfen. Danach finden sie an, Gott zu loben und von Seinen wundersamen Werken zu erzählen, und zwar jeder in einer Sprache, die er noch nie zuvor gesprochen hatte. Das nennt man die Gabe der Zungerede. An verschiedenen anderen Stellen in der Bibel kann man darüber lesen.

a changed man

An diesem Tag, an dem seltsame Dinge passierten, sollte jedoch das Beste noch kommen. Dazu kommen wir nun in Vers 14: Da trat Petrus zusammen mit den Elf auf. Was für ein Anblick! Petrus steht mit den anderen Aposteln auf und spricht zu der erstaunten Menge.

Und Petrus erhob seine Stimme und begann eine erstaunliche Predigt. Er stand bei den anderen elf Aposteln und predigte zu den Menschen als Repräsentant ihrer Gruppe.

Das Reden in Zunge hörte auf, als Petrus anfing zu predigen. Der Heilige Geist wirkte nun durch die Predigt von Petrus und die gleichzeitige Zungenrede hätte dem entgegen gewirkt.

Als Petrus seine Stimme erhob, war dies ein Beweis für eine bemerkenswerte Veränderung in Petrus. Er zeigte nun einen Mut und eine Kühnheit, die im kompletten Kontrast dazu standen, wie er Jesus verleugnet hatte, als dieser gefangen genommen wurde. Das war bevor er mit dem Heiligen Geist erfüllt wurde. Nun war Petrus ein anderer Mann.

An Pfingsten lehrte Petrus nicht wie es die Rabbis gewöhnlich taten, die die Jünger um sich herum versammeln ließen, sich hinsetzten und sie und jeden anderen, der es hören wollte, belehrten. Petus verkündete die Wahrheit wie ein Bote.

Diese bemerkenswerte Predigt war nicht vorbereitet – sie war spontan. Petrus war nicht morgens wach geworden und wusste, dass er zu Tausenden sprechen würde, und dass diese Tausende Jesus annehmen würden. Und trotzdem kann man sagen, dass es eine gut vorbereitete Predigt war; sie war durch Petrus` füheres Leben mit Gott und seiner Beziehung zu Jesus vorbereitet. Sie floss spontan aus diesem Leben und aus einer Einstellung von tiefem Glauben.

Man muss sich vor Augen halten, dass wir hier in Apostelgeschichte 2 nur einen kleinen Teil von dem lesen, was Petrus tatsächlich sagte. In Apostelgeschichte 2,40 steht: Und noch mit vielen anderen Worten gab er Zeugnis und ermahnte. Wie bei fast allen Predigten, die in der Bibel aufgeführt werden, haben wir hier eine vom Heiligen Geist inspirierte Zusammenfassung.

Diese Botschaft kam durch einen Mann, der durch den Heiligen Geist verändert worden war, und man kann sagen, dass das, was hier mit der Predigt des Petrus begann, die Welt veränderte. Lass diese lebensverändernde Macht des Heiligen Geists in deinem Leben regieren.

 

tongues of fire

Zungen wie von Feuer

Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt. (Apostelgeschichte 2,3-4a)

Als die 120 Jünger Jesu in dem oberen Raum versammelt waren, passierte etwas Bemerkenswertes. Zuerst war da ein ungewöhnliches Geräusch, das wie ein starker Wind klang und das das ganze Haus erfüllte (Apostelgeschichte 2,2).

Mit dem Geräusch des Winds kam noch etwas Seltsames: und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Eine Flamme erschien auf dem Kopf eines jeden Jüngers. Wahrscheinlich bedeutet die Beschreibung die sich teilten, dass die Flammen flackerten – so als ob sie tatsächlich brannten.

tongues of fire

Dieses erstaunliche Ereignis kann man wohl mit der Prophezeiung von Johannes dem Täufer in Verbindung bringen, der sagte, dass Jesus sie mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen werde (Matthäus 3,11).

In der Bibel steht hinter dem Bild des Feuers meistens Reinheit, da man mit Feuer Gold von Verunreinigungen befreite. Feuer verbrennt das, was vergänglich ist. Es ist eine hervorragende Illustration für das Prinzip, dass die Erfüllung mit dem Heiligen Geist nicht nur eine abstrakte Macht ist, sondernReinigung.

Im Alten Testament gibt es einige Stellen an denen Gott Sein Gefallen an einem Opfer zeigte, indem Er es selbst entzündete – das heißt es kam Feuer vom Himmel und verzehrte das Opfer. Die Erfahrung, die die Jünger an Pfingsten machten, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Gott Feuer vom Himmel schickt, um Seine Gunst und Seine Macht zu zeigen. Doch dieses Mal kam es auf lebendige Opfer (Römer 12,1).

Der Heilige Geist setzte sich auf jeden von ihnen. Ein Kommentator (A.T. Pierson) sagte, dass hinter dem Wort setzte eine bestimmte Bedeutung liegt – es bedeutet Beständigkeit und andauernder Zustand. Dieser Gedanke ist wichtig.

Unter dem Alten Bund lag der Heilige Geist auf Gottes Volk als Nation, also auf Israel. Doch unter dem Neuen Bund ruht der Heilige Geist auf Gottes Volk als Individuen – die Feuerzungen setzten sich auf jeden von ihnen. Dieses seltsame Phänomen war noch nie vorher geschehen und geschah auch nie wieder in der Bibel, doch es sollte einen Punkt betonen: dass der Geist Gottes sowohl mit als auch in ihnen und auf jedem Einzelnen war.

Doch am allerwichtigsten ist: sie wurden alle vom Heilige Geist erfüllt. Das Geräusch des Winds und die Feuerzungen waren nur ungewöhnliche vorübergehende Phänomene, die das eigentliche Geschenk begleiteten – das Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist.

Wir sollten heute nicht erwarten, dass wir Wind hören oder Feuerzungen sehen, wenn der Heilige Geist unter Gottes Kindern wirkt. Aber wir können und sollten erwarten, mit dem Geist erfüllt zu werden, wenn wir im Glauben empfangen und zulassen, dass Er uns reinigt.

 

rushing mighty wind

Ein daherfahrender gewaltiger Wind

Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt. (Apostelgeschichte 2,3-4a)

Nachdem Jesus in den Himmel aufgestiegen war, trafen sich die Jünger um zu beten und Gott zu suchen und um auf den Heiligen Geist zu warten. Gott hielt sein Versprechen, und hier in Apostelgeschichte 2 lesen wir, wie der Heilige Geist an Pfingsten auf die Jünger kam. Das Ausgießen der Heiligen Geistes ging mit einigen seltsamen Dingen einher: einem seltsamen Geräusch und einem seltsamen Anblick.

rushing mighty wind

Achte auf das seltsame Geräusch: es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen. Dass das Geräusch eines daherfahrenden gewaltigen Winds im Zusammenhang mit dem Ausgießen des Heiligen Geistes genannt wird, liegt daran, dass in der hebräischen und griechischen Sprache das Wort für Geistdasselbe ist wie für Atem oder Wind. Das Brausen vom Himmel war das Geräusch des Heiligen Geists, der auf die Jünger ausgegossen wurde.

Das Brausen dieses schnellen gewaltigen Windes ließ jeden Jünger, der die hebräischen Schriften kannte, an den Heiligen Geist denken.

  • In 1. Mose 1,1-2 ist es der Geist Gottes, der als Atem/ Wind Gottes über den Wassern der neu erschafften Erde wehte.

  • In 1. Mose 2,7 ist es der Geist Gottes, der als Atem/ Wind Gottes über den neu erschafften Mensch wehte.

  • In Hesekiel 37,9-10 ist es der Geist Gottes, der als Atem/ Wind Gottes über die trockenen Knochen Israels weht und neues Leben und Kraft bringt.

Diese eine Zeile sagt uns viel darüber, wie der Heilige Geist wirkt.

  • Plötzlich: manchmal wirkt Gott plötzlich

  • Brausen: es war echt, auch wenn man es nicht anfassen konnte; sie konnten es hören.

  • Vom Himmel: es kam nicht von der Erde; es war nicht hier gemacht oder manipuliert.

  • Gewaltig: es war voller Kraft, mit großer Macht.

Beachte, dass so etwas nirgendwo sonst in der Apostelgeschichte passierte, wenn der Heilige Geist ausgegossen wurde. Es gab einige andere Male, an denen der Heilige Geist Gottes Kinder erfüllte (Apostelgeschichte 4,8; 4,31; 13,9; 13,52; 19,6). Das war jedesmal ein wundervolles Werk des Geistes, doch bei keiner dieser Begebenheiten hörten sie vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind. Dieses seltsame Geräusch gab es nur an diesem einen Tag.

Manchmal tut Gott etwas Einmaliges – etwas Besonderes zu einem einzigen Zeitpunkt. Kannst du dir vorstellen wie die Jünger später sagten: „Heute wurde wir nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt, denn wir haben das Geräusch nicht gehört“? Oder: „Das nächtste Mal müssen wir dasselbe Geräusch hören – sogar noch lauter!“

Diese Art zu Denken ist eine Falle. Überlasse Gott zu entscheiden, wann eine besondere Erfahrung notwendig ist und wann nicht.

 

all filled with the Holy Spirit

Sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt

Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt. (Apostelgeschichte 2,2-4a)

Als sich 120 Nachfolger Jesu versammelten, so wie es ihr Retter ihnen gesagt hatte, geschah etwas Bemerkenswertes. Die „Taufe mit dem Heiligen Geist“, die Jesus in Apostelgeschichte 1,5 verheißen hatte, kam auf sie. Sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt.

all filled with the Holy Spirit

Man darf nicht vergessen, dass dies nicht die erste Erfahrung der Jünger mit dem Heiligen Geist war. Die Person und das Wirken des Heiligen Geistes war ihnen nicht fremd.

  • Die Jünger hatten das Wirken des Heiligen Geistes fortwährend im Dienst von Jesus gesehen.

  • Die Jünger hatten die Kraft des Heiligen Geistes erfahren, als sie hinausgingen und Gott dienten (Lukas 10,1-20).

  • Die Jünger hatten die Verheißung von einem neuen, kommenden Wirken des Heiligen Geistes, die Jesus ihnen gegeben hatte, gehört (Johannes 14,15-18).

  • Die Jünger erhielten den Heiligen Geist auf eine neue Weise, nachdem Jesus Sein Werk am Kreuz vollendet hatte und einen neuen Bund in Seinem Blut errichtete (Johannes 19-23).

Doch es gab noch mehr für sie, das sie empfangen und erleben sollten in Bezug auf den Heiligen Geist – und hier in Apostelgeschichte 2 empfingen sie mehr.

Apostelgeschichte 2 erzählt uns sehr viel über den Heiligen Geist.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist ist uns versprochen.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist ist es wert darauf zu warten.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist kommt so, wie Er es will, nicht so, wie wir es erwarten.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist kommt nicht nur auf Einzelne, sondern auch auf Gruppen (siehe auch Apostelgeschichte 2,4; 4,31 und 10,44).

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist geschieht oft dann, wenn sich Gott um unser Fleisch kümmert und man sich selbst stirbt.

Es ist aber auch wichtig zu sehen, was Apostelgeschichte 2 und nicht über das Füllen mit dem Heiligen Geist sagt.

  • Für das Füllen mit dem Heiligen Geist gibt es keine Formel.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist kann man sich nicht verdienen, indem man danach sucht. Es ist immer ein Geschenk Gottes.

Niemand kann abstreiten, dass das eine gute Sache war. In den Evangelien sehen wir eine Menge Schwachheiten und Schwankungen in den Jüngern, die Jesus nachfolgten. Nach dem Füllen mit dem Heiligen Geist waren es andere Menschen. Sie waren nicht perfekt, doch sie waren anders.

Das Kommen des Heiligen Geistes und das Erfülltsein von Ihm war so gut, so wichtig für die Gemeinschaft der frühen Christen, dass Jesus tatsächtlich sagte, dass es besser sei, wenn Er die Erde verlässt, damit Er den Heiligen Geist senden konnte (Johannes 16,7).

Dieses Füllen mit dem Heiligen Geist ist für dich (Lukas 11,9-13). Bitte Gott heute darum.

 

Pentecost - Two Loaves

Pfingsten- zwei Laibe

Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. (Apostelgeschichte 2,1)

Jesus hatte den Jüngern gesagt, sie sollten in Jerusalem bleiben und dort auf den Heiligen Geist warten. Das taten die Jünger und sie versammelten sich in einem Raum im Obergeschoß, um dort zu beten und Tag für Tag Gott zu suchen und darauf zu warten, dass sich Gottes Verheißung erfüllte.

Jesus hatte ihnen nicht gesagt, wie lange es dauern würde. Was dachten die Jünger wohl? Ich an ihrer Stelle hätte gedacht: „Am dritten Tag wird Gott den Heiligen Geist ausgießen.“ Schließlich war die Auferstehung Jesu ja auch am dritten Tag nach der Kreuzigung. Doch es war nicht der dritte Tag.

Pentecost - Two Loaves

Dann hätte ich gedacht: „Bestimmt wird es am siebten Tag sein. Die Sieben ist Gottes Zahl der Vollkommenheit und Erfüllung.“ Doch es war nicht der siebte Tag. Es war auch nicht der achte Tag, auch wenn manche Menschen die Zahl Acht in der Bibel mit einem neuen Anfang in Verbindung bringen.

Sie warteten bis zum Tag der Pfingsten, doch sie wussten vorher nicht, wie lange sie warten mussten. Sie hätten leicht glauben können, dass es noch am selben Nachmittag, nachdem Jesus in den Himmel aufstieg, geschehen würde, oder am dritten oder siebten Tag. Doch sie mussten 10 volle Tage warten bis zum Tag der Pfingsten.

Pfingsten war ein jüdisches Fest, das 50 Tage nach dem Passahfest gefeiert wurde. Man feierte die ersten Früchte der Weizenernte. Man nannte es auch das Fest der Einsammlung (2. Mose 23,16) und das Fest der Ernte (2. Mose 23,16).

Im 3. Buch Mose 23,15.22 findet man die originalen Anweisungen, wie Pfingsten zu feiern war. Als Teil der öffentlichen priesterlichen Opfergaben, die für das Fest gemacht wurden, steht in 3. Mose 23,17 ausdrücklich, dass zwei Laibe gesäuerte Brote für den Herrn gemacht werden mussten.

Das war äußerst ungewöhnlich. Denn sonst durfte Israel weder gesäuerte Brote noch Brote mit Hefe zusammen mit einem Blutopfer darbringen (2. Mose 23,18 und 34,25). Doch Gott verbarg eine versteckte Botschaft in dieser Zeremonie des Passahfest. Es war, als ob Gott sagte: „Eines Tages wird an Pfingsten das, was für unrein und inakzeptabel gehalten wurde, vor Mich gebracht, und Ich werde es annehmen.“

Jahrhunderte bevor das Pfingstfest in Apostelgeschichte 2,1 beschrieben wurde, wurden in Israel zwei gesäuerte Brote in dieser Zeremonie vor Gott gebracht. Vielleicht haben sich die Menschen damals gefragt, was das bedeuten sollte. Aber wir wissen, was der große englische Prediger Charles Spurgeon sagte: „Gab es keine zwei Laibe? Nicht nur Israel soll errettet werden, sondern die große Menge der Ungläubigen soll sich dem Herrn Jesus Christus zuwenden.“

Die Jünger mussten warten, wahrscheinlich länger, als sie erwartet hatten. Doch auf so etwas Gutes kann man gar nicht zu lange warten – Gott bringt Juden und Heiden zusammen zu einer neuen Familie: „die Gemeinde.“

Lässt Gott dich länger warten, als dir lieb ist? Vertraue weiter auf Ihn; du wirst überrascht sein, wie gut die Erfüllung Seiner Verheißung sein wird.

 

Rolling the Dice

Die Würfel werfen

Und sie beteten und sprachen: Herr, du Kenner aller Herzen, zeige an, welchen von diesen beiden du erwählt hast, das Los dieses Dienstes und Apostelamtes zu empfangen, von dem Judas abgewichen ist, um hinzugehen an seinen eigenen Ort! Und sie warfen das Los über sie, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde zu den elf Aposteln hinzugezählt. (Apostelgeschichte 1,24-26)

So wie die Bibel davon erzählt, hatten die Jünger verstanden, dass sie jemanden finden mussten, der den Platz des verstorbenen und in Ungnade gefallenen Judas einnehmen sollte. So wie es in Psalm 109,8 steht: „sein Amt empfange ein anderer.“

Rolling the Dice

Doch wie sollten sie jemanden als 11. Apostel auswählen? Die Apostel taten das Richtige. Sie waren Gott gehorsam. Sie suchten nach Gottes Willen in der Schrift. Sie gebrauchten ihren Verstand. Und zu all dembeteten sie (Apostelgeschichte 1,24). Das war nicht schwer für sie, weil sie das schon kannten. Wahrscheinlich erinnerten sie sich daran, wie Jesus gebetet hatte, bevor Er die Jünger auswählte (Lukas 6,12-13).

Dann taten sie etwas Ungewöhnliches: sie warfen das Los. Meistens warf man dafür Würfel oder zog Strohhalme. Viele haben diese Methode in Frage gestellt – es scheint nicht geistlich zu sein, wenn man würfelt, um Gottes Willen herauszufinden.

Doch ich glaube, als sie das Los warfen, verliessen sie sich auf Gott. Auch wenn sie noch nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt waren, wollten sie trotzdem eine Methode wählen, bei der sie sich auf Gott verlassen mussten. Vielleicht dachten sie sich dabei an Sprüche 16,33: Im Gewandbausch wird das Los geworfen, aber jeder seiner Entscheide kommt von dem Herrn.

Einige bestehen darauf, dass Matthias die falsche Wahl war und der Gebrauch von Losen bei der Entscheidungsfindung falsch war. Sie meinen, dass Gott wohl eher Paulus erwählt hätte, wenn das Amt frei geblieben wäre. Doch wir müssen das Zeugnis der Schrift respektieren. Gott wollte nicht, dass das Amt frei blieb. Wenn es frei geblieben wäre, hätte es nach einem Sieg für Satan ausgesehen. Jesus hatte 12 erwählt, doch einer versagte. Darum hätte Satan Jesus Wunsch nach 12 Aposteln besiegt.

Paulus zählte sich selbst zu den Aposteln, aber als einen von unzeitiger Geburt (1. Korinther 15,8). Paulus stand der Wahl des Matthias also nicht entgegen.

Zu Losen mag nicht der beste Weg sein, um Gottes Willen zu ergründen, doch es ist besser, als das, was viele Christen heute tun, wenn sie große Entscheidunden treffen müssen:

  • sie verlassen sich auf ihre Emotionen

  • sie verlassen sich auf die Umstände

  • sie verlassen sich auf Gefühle

  • sie verlassen sich auf ihre fleischlichen Begierden

Es wäre besser zu würfeln und Gott zu vertrauen, dass das Ergebnis Seinem Willen entspricht!

Matthias wurde letzten Endes zu den elf Aposteln hinzugezählt. Ich glaube, dass Gott sie zu dieser Entscheidung führte, und Er wird auch uns führen, wenn wir Ihm gehorchen, die Schrift lesen, beten und uns auf Ihn verlassen. Tue das heute!

 

Making Big Decisions

Wie man große Entscheidungen trifft

 Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt.  Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie sich aufzuhalten pflegten. . . .  Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern. (Apostelgeschichte 1,12-14)

Bist du gut darin, wichtige Entscheidungen zu treffen? In Apostelgeschichte 1 mussten die Jünger eine wichtige Entscheidung treffen. Sie hatten der Schrift entnommen, dass es angemessen war, Judas zu ersetzen, der Jesus betrogen und sich danach das Leben genommen hatte. Doch wen genau sollten sie dafür auswählen? Die Schritte, die sie in Apostelgeschichte unternahmen zeigen uns, wie man vorgehen sollte, bevor man eine wichtige Entscheidung trifft.

Making Big Decisions

Achte zuerst auf ihren Gehorsam: Da kehrten sie nach Jerusalem zurück. Kurz bevor Jesus in den Himmel aufstieg, hatte Er den Jüngern gesagt, sie sollten nach Jerusalem zurückkehren und dort auf den Heiligen Geist warten. Und genau das taten sie. Manchmal hören wir, wie Gott durch Sein Wort zu uns spricht, doch wir vergessen es schnell. Viele guten Predigten gingen schon auf dem Weg vom Gemeindesaal zum Parkplatz verloren! Doch hier taten die Jünger das, was Jesus ihnen gesagt hatte, auch wenn Er körperlich nicht mehr anwesend war. Wenn wir die richtigen Entscheidungen treffen wollen, müssen wir zuerst einmal dem gehorchen, von dem wir wissen, dass es Gottes Wille ist.

Zweitens achte auf ihr Einheit: Diese alle blieben beständig und einmütig. Wenn man sich die Jünger in den Evangelien anschaut, sieht man, dass sie oft miteinander stritten und zankten. Was hatte sich verändert? Petrus hatte nach wie vor seine Geschichte, dass er Jesus verleugnet hatte. Matthäus war immer noch ein früherer Steuereintreiber. Simon war immer noch ein Zelot. Ihre Unterschiede blieben bestehen, doch der auferstandene Jesus in ihren Herzen war größer. Wenn wir Gott wegen einer großen Entscheidung suchen, kann ein Mangel von Einigkeit unter unseren Geschwistern in Jesus uns wirklich im Wege stehen. Wenn wir keine Gemeinschaft haben – sei es durch Abwesenheit oder durch schlechte Beziehungen – haben wir schlechte Voraussetzungen für eine Entscheidungsfindung.

Und schließlich achte auf ihr Gebet: Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen. Sie alle beteten, und sie bleiben beständig und einmütig im Gebet und Flehen. Der Gedanke hinter dem Wort Flehen meint eine Art Verzweiflung und Ernsthaftigkeit im Gebet. Das Gebet zeigte, dass sie abhängig waren von Gott, und die Tiefe des Gebets zeigte die Tiefe ihrer Abhängigkeit. Gott ehrt es, wenn wir von Ihm abhängig sind.

Es gibt offensichtlich mehr als diese drei Punkte, um eine gute und gottgefällige Entscheidung zu treffen; doch diese drei Dinge geben uns eine wichtige Grundlage: Gehorsam, Einheit und Gebet. Jetzt ist es Zeit, diesen drei Gebieten deine Aufmerksamkeit zu schenken, bevor du eine große Entscheidung treffen musst. Wenn du jetzt gerade eine Entscheidung treffen musst, warte nicht – gib dem Gehorsam, der Einheit und dem Gebet deine Aufmerksamkeit.