Times of Refreshing

Zeiten der Erquickung

o tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sende, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus (Apostelgeschichte 3,19-20)

Wie er es schon in seiner ersten Predigt getan hatte (Apostelgeschichte 2,38), ruft Petrus seine Hörer auch hier zur Buße auf. Sie sollen sich bekehren. In den vorherigen Versen sprach Petrus ihre Sünden an, doch er wollte nicht, dass sie sich einfach schlecht fühlten. Das war nicht das Ziel. Das Ziel war, sie dazu zu ermutigen, dass sie glaubten und Buße taten.

Times of Refreshing

Buße bedeutet nicht, dass es einem leid tut, sondern ist ein Akt des Umdenkens. Wie in Apostelgeschichte 2 machte Petrus hier aus Buße ein Wort der Hoffnung. Er sagte ihnen, was sie falsch gemacht hatten, doch dass sie umkehren konnten um mit Gott ins Reine zu kommen.

Es war nicht nur ein Aufruf zur Buße, sondern auch zur Bekehrung: Petrus wusste um die Wichtigkeit der Umwandlung: dass Gott uns neues Leben gibt. Christ sein bedeutet nicht „eine neue Seite aufschlagen“, sondern eine neue Kreatur in Jesus Christus zu sein (2. Korinther 5,17).

Ein Autor sagte, dass sich bekehren besser übersetzt wäre mit: „kehre um zu Gott“ – oder sogar „fliehe zu Gott“. Er ist ein Zufluchtsort für uns – wir rennen zu Jesus, um Zuflucht zu finden 

Petrus beschrieb dann zwei Vorteile von Buße und Bekehrung. Erstens: dass eure Sünden ausgetilgt werden. Jemandem, der Buße tut und sich bekehrt, sind seine Sünden vergeben, und die Aufzeichnungen darüber sind gelöscht.

Die Sünden sind ausgetilgt; wie Tinte von einem Dokument gelöscht wird. In der Antike enthielt Tinte noch keine Säure, die sich in das Papier „frisst“. Das Geschriebene konnte mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Petrus sagte damit, dass Gott unsere aufgeschriebenen Sünden einfach so wegwischt.

Der zweite Vorteil von Buße und des Umkehrens zu Gott ist: damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen. Damit bezieht Petrus sich auf die Zeit, wenn Jesus wieder kommt und in Gerechtigkeit herrschen wird. Die ultimativen Zeiten der Erquickung werden kommen, wenn Jesus in Herrlichkeit wiederkommt. In einem anderen Sinn schickt Gott auch heute Zeiten der Erquickung für Seine Kinder. Wir sollten dafür beten und daran glauben, dass Gott Zeiten der Erweckung und der Erquickung schickt.

Jeder vernünftige Mensch wünscht sich, dass seine Sünden ausgetilgt werden. Jede müde Person wünscht sich Zeiten der Erquickung, die vom Angesicht des Herrn kommt. Wenn du Buße getan und dich bekehrt hast, dann bitte Gott, das du das tatsächlich erfahren darfst, in dem Wissen, dass dies das Geburtsrecht eines jeden Kind Gottes ist. Rede heute mit Gott darüber.

 

In Jesus Name

In Jesu Namen

Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen hier stark gemacht, den ihr seht und kennt; ja, der durch Ihn [gewirkte] Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen. (Apostelgeschichte 3,16)

Als Petrus der aufgeregten Menge predigte, merkte er, dass er ihnen erklären musste, wie der Mann tatsächlich geheilt wurde. Schließlich handelte es sich um einen stadtbekannten Bettler. Wir wissen nicht, ob man ihn mochte, doch nach den vielen Jahren, die er dort im Hof des Tempels gesessen hatte, war er gut bekannt. Als der, der nicht gehen konnte, nun aufsprang und umherlief (Apostelgeschichte 3,8), verlangte das nach einer Erklärung.

In Jesus Name

Petrus sagte ihnen, wie der Mann geheilt wurde – im Namen Jesu: Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen hier stark gemacht. Petrus sagte, dass der Mann im Namen Jesu gesund wurde. Jesus war der Grund dafür, dass er wieder laufen, springen und Gott loben konnte.

Auf den Glauben an seinen Namen bedeutet mehr als wenn Petrus die Worte „in Jesu Namen“ sprach. Viele Menschen haben die Gewohnheit ihr Gebet mit diesen Worten „in Jesu Namen“ zu beenden. Das basiert auf der Verheißung, die Jesus in Johannes 14,13-14 machte: Und alles, was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht wird in dem Sohn. Wenn ihr etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.

Doch etwas „in Jesu Namen“ zu tun, bedeutet weit mehr als diese Worte am Ende eines Gebets zu sprechen. Für Petrus bedeutete es, dass er das ganz bewusst (Apostelgeschichte 3,1-7) in der Autorität und Macht Jesu tat, und nicht in seiner eigenen. Petrus sagte noch nicht einmal, dass es sein Glaube war, der die Heilung herbeigeführt hatte (ja, der durch Ihn [gewirkte] Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen).

Biblisch gesehen ist ein Name nicht nur das, wie man jemanden nennt. Der Name kann die Natur oder den Charakter einer Person ausdrücken.

Petrus bestand darauf, dass dieses erstaunliche Wunder durch den Glauben an seinen Namen geschah. Das sollte uns ein Beispiel  für unser Leben mit Gott sein. Wenn wir, als Gottes Kinder, in der Welt Gutes tun, sollten wir das durch den Glauben an seinen Namen tun. Wir sind immer versucht, in Etwas oder Jemanden zu vertrauen, wenn wir handeln.

  • oft vertrauen wir auf gute Absichten
  • oft vertrauen wir auf Talente und Gaben
  • oft vertrauen wir auf materielle Quellen
  • oft vertrauen wir auf einen guten Ruf und frühere Erfolge
  • oft vertrauen wir auf harte oder gute Arbeit

Doch wir müssen stattdessen immer auf den Glauben an seinen Namen vertrauen und darin handeln.

Triff heute eine Entscheidung: lebe und tue Gutes in Jesu Namen, nicht in deinem.

Prince of Life

Der Fürst des Lebens

Ihr habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, daß euch ein Mörder geschenkt werde; den Fürsten des Lebens aber habt ihr getötet! Ihn hat Gott aus den Toten auferweckt; dafür sind wir Zeugen. (Apostelgeschichte 3,14-15)

In diesen zwei Versen aus Petrus Predigt zu der aufgeregten Menschenmenge im Tempelhof sehen wir viele bemerkenswerte Dinge. 

Wir sehen, dass Petrus Jesus als Gott erkannt hatte. Als Petrus über Jesus als den Heiligen sprach, erhöhte er damit Jesus zu Gott. Der Ausdruck der Heilige wird im Alten Testament über 40 Mal als herrlicher Titel für Jahwe, den Gott Israels, gebraucht.

Prince of Life

Wir sehen, dass Petrus den Hörern ihre Sünde deutlich macht. Petrus sagte ihnen, dass sie Jesus abgelehnt hatten und verlangt hatten, dass ihnen ein Mörder geschenkt werde. Es ist schon ironisch, dass das Volk Jesus kreuzigen ließ und einen Mörder namens Barabbas begnadigte (Lukas 23,13-25, Johannes 18,39-40). Petrus konfrontierte seine Zuhörer damit.

Wir sehen, dass Petrus seine Predigt persönlich machte. In dieser Predigt im Hof des Tempels (Apostelgeschichte 3,12-26) benutzte er das Wort ihr mindestens 11 Mal. Er wollte, dass sein Botschaft sie auf persönliche Weise traf, und er hatte keine Angst davor die Leute direkt anzusprechen. 

Wir sehen, dass Petrus wusste, dass Jesus der Fürst des Lebens ist. Was für ein wunderbarer Titel für unseren Erlöser! Nur Jesus gebührt dieser herrlicher Titel. Er bedeutet, dass Jesus die Autorität und der Herrscher über alles Leben ist. 

Es ist eine wunderbare Wahrheit – Jesus ist der Fürst des Lebens. Das ist wahr, denn Jesus hat das Leben wie niemand sonst; niemand kann Sein Leben nehmen – Er gab Sein Leben für uns (Johannes 10,17-18). Das ist wahr, denn Jesus gewann das Leben für Seine Kinder – nicht nur für sich selbst, sondern für Sein Volk. Das ist wahr, denn Jesus schenkt uns überfließendes Leben – der Fürst des Lebens kann Leben schenken. Das ist wahr, denn Jesus erhält Leben, und er regiert über das Leben. In jeder Hinsicht ist Jesus der Fürst des Lebens!

Beachte die harte Wahrheit, mit der Petrus seine Zuhörer konfrontierte: sie töteten den Fürst des Lebens. Einerseits ist das ein Skandal – sie töteten den Einen, der der Autor und Herrscher des Lebens selbst ist. Andererseits ist es eine Unmöglichkeit, denn was kann der Tod dem Fürst des Lebens anhaben? Ihm, der über das Leben herrscht, kann der Tod nichts antun. Der Versuch der Menschen, Jesus zu töten, war sowohl eine skandalöse Sünde und eine närrische Unmöglichkeit, denn Jesus ist der Eine, den Gott aus den Toten auferweckt hat.

Natürlich konnte der Fürst des Lebens nicht im Grab bleiben, und die Apostel waren Zeugen Seiner Auferstehung.

Die Zeugen beweisen die Tatsache – Jesus ist der Fürst des Lebens. Ist Er der Herrscher und König über dein Leben?

 

His Servant Jesus

Seinen Knecht Jesus

Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Väter, hat seinen Knecht Jesus verherrlicht; ihn habt ihr ausgeliefert und habt ihn verleugnet vor Pilatus, als dieser ihn freisprechen wollte. (Apostelgeschichte 3,13)

Als Petrus anfing der aufgeregten Menschenmenge zu predigen, verknüpfte er zwei Gedanken miteinander. Zuerst sprach er von dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Damit meinte er den Gott Israels, wie Er in den hebräischen Schriften beschrieben wird. Dann verknüpfte er damit einen zweiten Gedanken: Dieser Gott hatte einen wundervollen Messias, den Petrus Seinen Knecht Jesus nannte.

His Servant Jesus

– Wir bewundern, dass Petrus den Fokus auf Jesus hatte. Das Tolle an seiner Predigt ist, dass sie nur um Jesus ging – nicht    um Petrus oder um irgendetwas, das er tat, sondern nur um Jesus.

– Wir bewundern, dass Petrus Jesus einen herrlichen Titel gab: der Knecht des Herrn. Das erste, das Petrus über Jesus in seiner Predigt sagte, lenkte die Aufmerksamkeit darauf, dass Jesus der vollkommene Knecht des Herrn war, der Eine, über den in Passagen wie Jesaja 42 und 52,13 – 53,12 gesprochen wird.

– Wir bewundern den wundervollen Titel von Jesus: Knecht.

Jesus, wahrhaftig Gott und wahrhaftig Mensch, ist eine Person von unendlicher Herrlichkeit. In Johannes 21,25 steht, dass, wenn irgendjemand die Werke Seiner Güte und Macht aufschreiben würde, die Welt dieses Buch nicht fassen könnte! Es gibt so viel Gutes über Jesus zu sagen. Wenn du Ihn mit einem Wort beschreiben solltest, was wäre es? Hier in Apostelgeschichte 3 wählte Petrus das Wort Knecht.

Jesus diente in Seinem Leben und in Seinem Tod. Er sagte in Markus 10,45: Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele.

Petrus nannte ganz deutlich, wer Schuld hatte an Jesu Tod. Pilatus, der römische Statthalter, wollte Ihn gehen lassen, doch der jüdische Mob bestand auf Jesu Kreuzigung (Johannes 18,29-19,16).

Das heißt nicht, dass das jüdische Volk allein für den Tod Jesu verantwortlich war. Die Römer – Heiden – waren es auch. Die Römer hätten Jesus nicht ohne den Druck der Juden gekreuzigt, und die Juden hätten Jesus nicht ohne die Hilfe der Römer gekreuzigt. Gott stellte sicher, dass beide, sowohl Juden als auch Heiden, schuldig waren an Jesu Tod. Es war keine politische Intrige, die Jesus ans Kreuz brachte; es war unsere Sünde. Wenn du wissen willst, wer Jesus ans Kreuz brachte, schau mich – oder dich selbst im Spiegel an.

Bemerke den Kontrast. In Gottes Einschätzung ist Jesus der erhobene Knecht, der Jahrhunderte vorher in den hebräischen Schriften verheißen wurde. In der Einschätzung der Menschen war Jesus so wenig wert, dass Er ausgeliefert und verleugnet, gefoltert und gekreuzigt wurde.

Wie schätzt du Jesus? Erkenne Ihn heute als Gottes herrlichen Knecht – der der Menschheit dient, indem Er Sein Leben gab.

 

Better Than a Testimony

Besser als ein Zeugnis

Da sich aber der geheilte Lahme zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk voll Erstaunen bei ihnen zusammen in der sogenannten Halle Salomos. Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk: Ihr Männer von Israel, weshalb verwundert ihr euch darüber, oder weshalb blickt ihr auf uns, als hätten wir durch eigene Kraft oder Frömmigkeit bewirkt, daß dieser umhergeht? (Apostelgeschichte 3,11-12) 

Ein Mann war auf spektakuläre Weise am belebtesten Platz Jerusalems geheilt worden, und es versammelte sich rasch eine  Menschenmenge dort. Der geheilte Lahme hielt sich zu Petrus und Johannes – aber nicht, weil er nicht stehen konnte. Denn er war geheilt! Vielleicht blieb er aus Dankbarkeit bei ihnen, oder aus Furcht oder Überraschung. Als das Volk bei ihnen zusammen lief, waren sie voll Erstaunen, und der vorher gelähmte Mann wusste nicht, was nun passieren würde.

Better Than a Testimony

Doch Petrus wusste es. Als Petrus das sah, wandte er sich an das Volk. Petrus nutzte diese Gelegenheit, dass so viele Menschen dort waren. Denn er wusste, dass das Wunder an sich niemanden zu Jesus führen würde, es hatte nur ihr Interesse geweckt. Auch wenn sie voll Erstaunen waren, glaubten sie noch nicht an Jesus.

Das wäre vielleicht eine gute Zeit für einen Heilungsgottesdienst gewesen. Da schon der Gelähmte geheilt worden war, hätte Petrus nun sagen können: „Wer möchte noch von Jesus geheilt werden?“ Doch das tat Petrus nicht.

Es wäre vielleicht auch eine gute Zeit für das Hören von Zeugnissen gewesen, denn der Gelähmte hatte eine großartige Erfahrung gemacht. Zeugnisse sind wunderbar, doch selbst ein tolles Zeugnis ist an sich nicht das Evangelium, die gute Nachricht von der Errettung durch Jesus Christus. Die gute Nachricht ist Gottes Botschaft davon, wer Jesus ist, und was Er tat um uns zu retten, insbesondere das, was Er am Kreuz tat und das leere Grab. Ein Zeugnis ist die Geschichte vom Werk des Evangeliums, nicht das Evangelium selbst. Petrus leitete hier keinen Zeugnisgottesdienst.

Petrus wusste, dass die Menge das Evangelium von Jesus Christus und einen Aufruf zur Buße und zum Glauben hören musste. Da der geheilte Mann noch nicht genug über das Evangelium wusste, übernahm Petrus das Reden.

Petrus sagt, dass die Heilung nicht durch seine eigene Kraft oder Frömmigkeit geschah. Viele Evangelisten oder Prediger heutzutage würden niemals behaupten, dass sie durch ihre Kraft heilen, und doch vermitteln sie den Eindruck, dass Heilung geschieht, weil sie so fromm sind, so nah bei Gott oder so gottgefällig. Petrus wusste, dass es nur von Jesus kam und nicht von ihm.

Petrus wusste, dass rettender Glaube nicht durch das Hören oder Sehen von Wundern kommt, sondern der Glaube kommt aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort (Römer 10,17). Dein Zeugnis ist großartig – preise Gott dafür. Gottes machtvolle Werke sind wundervoll, und wir feiern diese. Doch Wort Gottes und die gute Nachricht von Jesus Christus muss der Kern dieser Botschaft für eine verlorene und bedürftige Welt sein.

 

Walking, Leaping, Praising

Gehen, Springen, Loben

Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf; da wurden sogleich seine Füße und seine Knöchel fest, und er sprang auf und konnte stehen, lief umher und trat mit ihnen in den Tempel, ging umher und sprang und lobte Gott. Und alles Volk sah, wie er umherging und Gott lobte. Und sie erkannten auch, daß er derjenige war, der um des Almosens willen an der Schönen Pforte des Tempels gesessen hatte; und sie wurden mit Verwunderung und Erstaunen erfüllt über das, was mit ihm geschehen war. (Apostelgeschichte 3,7-10)

Petrus sprach kühne Worte zu dem gelähmten Mann – er sagt ezu ihm: „Steh auf und geh umher“ (Apostelgeschichte 3,6). Es ist eine Sache, so etwas zu sagen, doch es ist etwas anderes, wenn man die Hand des Mannes nimmt und ihm hilft aufzustehen. Das tat Petrus nämlich: er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf.

Walking, Leaping, Praising

Petrus tat das nicht aus einer Laune heraus oder als Werbeveranstaltung: Er tat das, weil ihn der Heiige Geist dazu drängte. Wir haben keinen Grund zu glauben, dass Petrus daraus eine Gewohnheit werden ließ und jeden Gelähmten, den er sah, bei der Hand nahm

Gott gab Petrus hier die übernatürliche Fähigkeit, darauf zu vertrauen, dass Er etwas absolut Außergewöhnliches machen werde. Ich glaube, dass der wichtigste Punkt dabei der war, dass Petrus die Gabe des Glaubens, wie sie in 1. Korinther 12,9 beschrieben wird, erhalten hatte – eine übernatürliche Fähigkeit, Gott in einer bestimmten Situation zu vertrauen.

Gottes Segen lag darauf, denn da wurden sogleich seine Füße und seine Knöchel fest. Diese Stärke kam noch nicht, als Petrus sagte: „Steh auf und geh umher“, sondern erst als er ihn bei der rechten Hand ergriff und aufrichtete.

Einmal auf den Beinen benahm sich der einst gelähmte Mann als würde er sich nie wieder hinsetzen wollen! Er trat mit ihnen in den Tempel, ging umher und sprang und lobte Gott. Sobald er geheilt war, tat er drei gute Dinge. Zuerst tat er sich mit den Aposteln zusammen (trat mit ihnen in den Tempel). Dann benutzte er sofort das, was Gott ihm gegeben hatte (gehen, springen). Und schließlich betete er Gott an (lobte Gott).

Das Volk, das im Tempel war um Gott anzubeten, war erstaunt, denn sie erkannten auch, daß er derjenige war, der um des Almosens willen an der Schönen Pforte des Tempels gesessen hatte. Dieser Mann war über 40 Jahre alt (Apostelgeschichte 4,22), und er war von Geburt an gelähmt. Er war ein gewohnter Anblick an der Tempelpforte (Apostelgeschichte 3,10).

Überlege einmal: Jesus muss einige Male an diesem gelähmten Mann vorbei gegangen sein, ohne ihn zu heilen. Jesus wusste, weil Er alle Dinge weiß, dass dieser Mann zu einem späteren Zeitpunkt durch Petrus geheilt werden würde. Doch Jesus ließ den Mann warten bis Petrus bereit war.

Wir wissen oft nicht die Gründe für Gottes Zeitplan, doch wir können immer Frieden darüber haben, denn wann Gott etwas tut ist oft genauso wichtig wie was Er tut.

Wenn du darauf wartest, dass Gott etwas tut, verzweifle nicht – vertraue Gott und Seinem Zeitplan.

 

More Important than Money

Wichtiger als Geld

Da sprach Petrus: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, steh auf und geh umher! (Apostelgeschichte 3,6)

„Haben Sie vielleicht etwas Kleingeld?“

„Nein, tut mir leid.“

Wenn Bettler um einige Münzen bitten, hören sie meistens: „Ich habe kein Kleingeld.“

More Important than Money

Petrus sah den erwartungsvollen Bettler, der darauf hoffte, dass seine Krankheit Mitleid und Großzügigkeit bei den  vorübergehenden Menschen auslösen würde. Doch die Hoffnung des lahmen Mannes auf ein paar Münzen wurde enttäuscht, als er hörte: „Ich habe kein Geld.“

Petrus sagt es so: „Silber und Gold habe ich nicht.“ Petrus hatte kein Geld, doch er hatte die Authorität von Jesus, Kranke zu heilen (was ich aber habe, das gebe ich dir). Petrus wusste, wie es war, wenn Gott ihn dazu gebrauchte, um andere zu heilen, denn Jesus hatte ihn darin trainiert (wie in Lukas 9,1-6).

Für einige Menschen ist der Satz „Silber und Gold habe ich nicht“ das Schlimmste, was sie sagen könnten. Sie glauben, die Gemeinde ist ruiniert, wenn sie sagen muss: „Silber und Gold habe ich nicht.“ Doch es ist viel schlimmer, wenn die Gemeinde niemals die geistliche Macht hat zu sagen: „Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, steh auf und geh umher!“

Es gibt eine Geschichte – vielleicht ist sie wahr – über einen demütigen Mönch, der mit einem Römisch-Katholischen Kardinal ging. Es war eine Zeit im Mittlealter, in der die Römisch-Katholische Kirche am Höhepunkt ihrer Macht, ihres Ansehens und ihrers Reichtums war. Der Kardinal zeigte auf den üppigen Reichtum und sagte zufrieden zu dem Mönch: „Wir müssen nicht mehr sagen, Silber und Gold haben wir nicht.“ Der Mönch antwortete: „Doch Ihr könnt auch nicht sagen, Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, steh auf und geh herum.“

Als Petrus und Johannes ihm kein Geld gaben, hat sich der lahme Mann vielleicht beschwert: „Ihr kümmert euch gar nicht um mich. Ihr helft mir nicht. Schaut doch, in welch misslicher Lage ich bin.“ Doch Petrus und Johannes wollten etwas viel Größeres, als dem Mann in dieser Situation helfen. Sie wollten sein Leben durch die Macht des auferstandenen Jesus Christus verändern. Petrus hatte etwas zu geben. Er sagte: „was ich aber habe, das gebe ich euch.“ Petrus gab ihm etwas von der Macht Jesu, doch das konnte er nur, weil er diese Macht in seinem Leben hatte. Viele Menschen würden gerne in der Lage sein zu sagen „steh auf und geh herum“ ohne die Macht Jesu erhalten zu haben, die ihr Leben verändert.

Petrus tat dies im Namen Jesu Christi, des Nazareners. Nazareth war ein unwichtiges Dorf, darum hielten manche Menschen es für eine Beleidigung, dass so betont wurde, dass Jesus von dort kam. Es passte nicht zu der Vorstellung von Erfolg.

Petrus war das egal, denn er hatte etwas Größeres, als ein Bild von Erfolg. Etwas Größeres als Geld. Petrus hatte die Macht Jesu in seinem Leben.

Hast du das auch?

 

Expecting to Receive

In Erwartung, etwas zu empfangen

Da blickte ihn Petrus zusammen mit Johannes an und sprach: Sieh uns an! Er aber achtete auf sie in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen. (Apostelgeschichte 3,4-5) 

Petrus und Johannes gingen zum Tempel. Nicht, um dort Opfer zu bringen, denn sie wussten, dass alles durch das vollkommene Werk von Jesus am Kreuz schon erfüllt war, sondern um zu beten (Apostelgeschichte 3,1). Offensichtlich hatten Petrus und Johannes kein Problem damit, ihre jüdischen Brauch, zu einer bestimmten Stunde am Tag zu beten, fortzuführen.

Expecting to Receive

Als Petrus und Johannes zum Tempel kamen, sahen sie etwas Bekanntes: ein bestimmer Bettler, der immer am selben Platz saß und die Menschen, die vorbei gingen, um eine Spende bat. Wahrscheinlich waren sie schon oft an ihm vorbei gekommen, doch dieses Mal drängte der Heilige Geist Petrus dazu, etwas zu tun.

Zuerst einmal schauten Petrus und Johannes den lahmen Mann an (Da blickte ihn Petrus zusammen mit Johannes an). Das musste den Mann sehr gefreut und ermutigt haben, denn die meisten Leute ignorieren Bettler und vermeiden Augenkontakt mit ihnen. Als die Apostel den lahmen Mann so anschauten, rechnete er wahrscheinlich mit einer großen Spende.

Darum aber achtete er auf sie in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen. Von seinem Platz am Boden schaute auch er zu Petrus und Johannes, vielleicht streckte er seine Hand aus oder hielt ihnen einen Becher hin, in den sie etwas hineintun konnten. 

Das war gut! Der lahme Mann tat das Richtige, indem er erwartete, etwas von ihnen zu empfangen. Seine Erwartung war der einfache Glaube daran, etwas zu bekommen.

Viele Menschen sind noch nicht an dem Punkt angekommen, an dem sie wirklich etwas erwarten von Gott. Das ist Glaube, ganz einfach. Natürlich müssen unsere Erwartungen in Gottes Verheißungen verwurzelt sein. Wir können nicht unsere Träume und Wünsche nehmen und erwarten, dass Gott sie erfüllt.

Doch wenn unsere Erwartungen auf Gottes Verheißungen beruhen, können wir zu Ihm kommen in der Erwartung, etwas von Ihm zu empfangen.

Der lahme Bettler aus Apostelgeschichte 3 erwartete, etwas zu empfangen, und er wäre mit ein paar Münzen zufrieden gewesen. Doch an diesem Tag hatte Gott etwas viel Größeres für ihn. Er wäre mit so viel weniger zufrieden gewesen, als dem, was Jesus ihm geben wollte. Jesus wollte ihn durch Petrus und Johannes von der Ursache für seine Probleme und seine Armut heilen.

Du hast das Privileg, ein neues Jahr voller Glauben und Erwartungen davon, was Gott tun wird, zu beginnen. Achte auf Gottes Verheißungen, damit du die richtigen Dinge von Ihm erwartest. Wir geben uns oft mit so viel weniger zufrieden, als Gott uns geben will, und unsere niedrigen Erwartungen berauben uns. Mach dich bereit für ein neues Jahr voller Glauben.

 

God With Him, God With Us

Gott Mit Ihm, Gott Mit Uns

…wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. (Apostelgeschichte 10:38)

Die Weihnachtsgeschichte ist wirklich überall in der Bibel zu finden. Wir kennen die Schriftstellen, die wir normalerweise mit Weihnachten in Verbindung bringen, wie Lukas 2, Matthäus 1 und Jesaja 9 und 7. Wenn wir unsere Augen ein wenig öffnen, können wir Weihnachten fast überall sehen.

God With Him, God With Us

Meiner Meinung nach können wir Weihnachten in Apostelgeschichte 10,38 sehen. In Apostelgeschichte 10 reiste Petrus nach Cäsarea, um die Anfrage eines römischen Hauptmanns namens Kornelius zu beantworten. Der Zenturio Kornelius war ein Heide, aber er verehrte den Gott Israels, und er wurde zu einer Gruppe von Heiden gezählt, die als “Gottesfürchtige” bekannt waren. Gott sprach zu Kornelius und sagte ihm, er solle Petrus zu sich holen, damit der Apostel ihm die gute Nachricht verkünden könne.

Als Petrus dem Kornelius und seinen Gefährten das Leben und Wirken Jesu erklärte, benutzte er den einfachen Satz, der von dem Apostel Lukas aufgezeichnet wurde: …wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. (Apostelgeschichte 10:38)

Was Petrus sagte war wahr: Gott hat Jesus von Nazareth mit dem Heiligen Geist gesalbt, angefangen (menschlich gesprochen) als Jesus durch ein Wunder im jungfräulichen Schoß von Maria empfangen wurde. In Matthäus 1,18 heißt es, dass sie durch den Heiligen Geist schwanger wurde. Menschlich gesprochen, begann das Wirken des Heiligen Geistes, als Jesus in Maria empfangen wurde, während sie sich im Dorf Nazareth aufhielt.

Petrus sagte auch, dass Jesus mit Macht gesalbt wurde. Diese Macht war am ersten Weihnachtsfest offensichtlich. Wir glauben, dass es nichts Schwächeres gibt als ein neugeborenes Baby, und in diesem Sinne wählte Jesus, auf eine Weise zu kommen, die unsere Schwäche teilt. Doch selbst als Baby besaß Jesus Christus genug Macht, um die Ankündigung der Engel und die frohe Verkündigung der Hirten hervorzurufen.

Wie Petrus sagte, zog Jesus in seinem Leben und Dienst umher, um Gutes zu tun und alle zu heilen, die vom Teufel unterdrückt wurden. Jesus tat dies in Seiner radikalen Verbundenheit mit der kranken und unterdrückten Menschheit. Jesus selbst hat in keiner Weise gesündigt, aber Er kam als Mensch unter die leidende Menschheit – und das wurde deutlich durch die Art und Weise, in der Er kam, in Verbindung mit den Umständen um Seine Geburt in Bethlehem.

Petrus sagte auch etwas Wunderbares über Jesus: dass Gott mit Ihm war. Im Hinblick auf Weihnachten können wir diesen Satz nicht hören, ohne an die Verheißung in Jesaja 7,15 zu denken – dass der Messias von einer Jungfrau geboren werden würde und man seinen Namen Immanuel nennen würde – “Gott mit uns.” Apropos Jesus: Auf wunderbare Weise war Gott mit Ihm, und das Kommen von Jesus beweist, dass Gott mit uns ist.

Freuen Sie sich heute daran – Derjenige,  bei dem Gott war, ist auch Gott mit uns!

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