God's Word

Die Macht von Gottes Wort

Und Hilkija, der Hohepriester, sprach zu Schaphan, dem Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden! Und Hilkija übergab Schaphan das Buch, und er las es. . . Dann berichtete Schaphan, der Schreiber, dem König und sprach: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben! Und Schaphan las es vor dem König. (2. Könige 22,8 und 10).

In 2. Könige 22 beginnt die Geschichte von Josia, einem der besseren Könige Judas. Zu seiner Zeit gab es eine Umkehr und eine wunderbaren Erweckung in Jerusalem und ganz Juda. Hier lesen wir, dass alles damit begann, dass sie das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn fanden.

God's Word

Es ist so traurig, dass sie Gottes Wort vorher verloren hatten – dass es gefunden werden musste. 5. Mose 31,24-27 zufolge musste eine Kopie dieses Buchs des Gesetzes neben der Bundeslade liegen. Das Wort Gottes war mit Israel, doch es wurde weitestgehend abgelehnt.

Es wurde so sehr abgelehnt, dass in 2. Könige 22,8 steht: er las es. Es ist bemerkenswert, dass das überhaupt erwähnt wurde – der Hohepriester fand Gottes Wort und ein Schreiber las es. Das war so neu, dass es aufgeschrieben wurde!

Noch besser: Schaphan las es vor dem König. Wir sehen, dass Gottes Wort sich verbreitete. Es war vergessen worden und wurde als altes, verstaubtes Buch angesehen. Nun war es gefunden worden, wurde gelesen und verbreitet. Nun sollten wir eine geistliche Erweckung und Erneuerung erwarten.

Durch die ganze Geschichte von Gottes Volk, folgt immer, wenn Gottes Wort entdeckt und verbreitet wurde, darauf eine geistliche Erweckung. Es kann so einfach beginnen wir hier bei Josia, indem ein Mann das Buch findet, liest, daran glaubt und es verbreitet.

Ein weiteres Beispiel dafür sehen wir in der Geschichte des Peter Waldo und seinen Nachfolgern. Waldo war ein reicher Kaufmann, der im 12. Jahrhundert sein Geschäft aufgab, um Jesus radikal nachzufolgen. Er stellte zwei Priester ein, die das Neue Testament in Alltagssprache übersetzen sollten und benutzte dies, um andere zu lehren. Er lehrte auf der Straße und wann immer ihm jemand zuhören wollte.

Viele Menschen kamen, um ihm zuzuhören und begannen, Jesus nachzufolgen. Er lehrte die Texte des Neuen Testaments in Alltagssprache und wurde von der Kirche dafür getadelt. Doch er ignorierte das und machte weiter. Er schickte seine Nachfolger zu zweit in Dörfer und auf Marktplätze, um zu lehren und die Schrift zu erklären.

Die Schriften wurden von ihnen auswendig gelernt, und manche konnten das ganze Neue Testament und große Teile des Alten Testaments auswendig. Das Wort Gottes – wenn es gefunden, gelesen, geglaubt und verbreitet wird – hat die Macht, Dinge zu verändern. Lies es und glaube daran!

surprising repentance

Eine überraschende Buße

Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und seine Sünde, die er tat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda? Und Manasse legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben im Garten seines Hauses, im Garten Ussas. Und sein Sohn Amon wurde König […]

Progression of Persecution

Das Fortschreiten der Verfolgung

Auch vergoß Manasse sehr viel unschuldiges Blut, so dass er Jerusalem damit erfüllte, von einem Ende bis zum anderen, abgesehen von seiner Sünde, zu der er Juda verführt hatte, so daß sie taten, was böse war in den Augen des Herrn. (2. Könige 21,16)

Manasse war einer der schlimmsten Könige der Bibel, und seine böse Regierung ließ Gericht auf Gottes Volk kommen. Hier in 2. Könige 21,16 lesen wir von einer seiner schlimmsten Sünden – er verfolgte die gottgefälligen Menschen in Juda.

Progression of Persecution

Die Tatsache, dass Manasse sehr viel unschuldiges Blut vergoß, reiht ihn in dieselbe geistliche Familie von Ahab, dem König von Israel, ein. Beide Könige verfolgten Gottes Volk unter ihrer falschen Religion und staatlich gefördertem Götzendienst. Das ganze nahm solche Ausmaße an, dass man metaphorisch sagen kann, dass er Jerusalem mit dem Blut seiner Opfer füllte.

Man kann das dramatische Fortschreiten von Manasses Sünden sehen.

Zuerst wird der Götzendienst vom Volk toleriert. In 2. Könige 21 können wir lesen, dass Gottes Volk sich nicht um Manasses Bosheit kümmerte, und sie von ihm verführt wurden.

Dann wird der Götzendienst gefördert. Manasse erlaubte verbotene Altäre und Orte, wo die Götter der Nachbarvölker angebetet wurden.

Dann wurde der Götzendienst finanziell gefördert. Manasse bezahlte für diese verbotenen Altäre und ehrte die heidnischen Götter sogar im Tempel des Herrn.

Dann wurde die Anbetung des wahren Gottes untergraben. Wenn die Führer einer Kultur die Anbetung des wahren Gottes ablehnen und ersetzen, folgen die meisten Menschen ihrem Beispiel. Treue dem Herrn gegenüber wird unbeliebt.

Dann werden die, die den wahren Gott anbeten, verfolgt und ermordet. Ihre Gottgefälligkeit und Treue sind eine Beleidigung für die, die Gott ablehnen. Viele finden sogar die Anwesenheit von Gottes Kindern unerträglich.

Und schließlich kommt sehr bald Gottes Gericht. Gott antwortet vom Himmel und verteidigt Seine Herrlichkeit und rächt das Blut Seiner gepeinigten Kinder. All das Böse das Manasse tat, tat er vor den Augen des Herrn. Gott sah alles, und Er würde es nicht vergessen.

Es ist wahr – Manasse tat, was böse war in den Augen des Herrn. Eine der bösen Taten war, dass er Jesaja, den Propheten, ermordete. Viele glauben, dass sich Hebräer 11,37 (sie wurden zersägt) auf das Martyrium des Jesaja bezieht.

Wenn wir lesen, wie schlimm es zur Zeit von Manasse zuging, lässt uns das an unsere verfolgten Brüder und Schwestern überall auf der Welt denken. Es scheint, als verginge keine Woche, ohne dass man davon liest, wie Gläubige getötet werden, nur weil sie Christen sind. Wir in der westlichen Welt sind dankbar, dass wir nicht davon bedroht sind – doch das könnte noch kommen.

Bete heute für die verfolgten Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt. Denke daran, dass alles, was Gottes Kindern angetan wird, vor den Augen des Herrn geschieht – nichts entgeht ihm.

salt and light

Sie achteten nicht darauf

Da sprach Hiskia zu Jesaja: Das Wort des Herrn, das du geredet hast, ist gut! Denn, sprach er, es wird ja doch Friede und Sicherheit sein zu meinen Lebzeiten! Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und alle seine großen Taten, und wie er den Teich und die Wasserleitung erbaute und das Wasser in die Stadt leitete, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda? Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern; und sein Sohn Manasse wurde König an seiner Stelle. (2. Könige 20,19-21)

Gott hatte Hiskia durch den Propheten Jesaja gewarnt, dass Gericht auf seine Nachkommen kommen würde. Hiskias Reaktion war seltsam, denn er sagte darauf: das Wort des Herrn, das du geredet hast, ist gut. Das Herz des Königs von Juda war in einem traurigen Zustand. Gott kündigt Gericht an, und alles, was er darauf zu sagen hatte war, dass er erleichtert war, dass dies nicht zu seinen Lebzeiten stattfinden sollte.

salt and light

Manasse errichtete dem Baal Altäre und machte ein Aschera Standbild (2. Könige 21,3). Anstatt dass er seinem gottgefälligen Vater nacheiferte, folgte er dem Beispiel von einem der schlimmsten Könige Israels: Ahab. Er ließ einen vom Staat geförderten Götzendienst wieder aufleben.

Schlimmer noch: Manasse baute dem ganzen Heer des Himmels Altäre in beiden Vorhöfen am Haus des Herrn (2. Könige 21,5). Er führte noch neue Formen von Götzendienst ein. Er korrumpierte die Anbetung des Herrn im Tempel, als er Altäre im Haus des Herrn bauen ließ (2. Könige 21,5). Es ist schrecklich darüber nachzudenken, doch Manasse opferte seinen eigenen Sohn dem kanaanitischen Gott Moloch, der durch das Verbrennen lebender Kinder angebetet wurde (2. Könige 21,6).

Manasse lud den satanischen Einfluss regelrecht ein, indem er Zeichendeuterei und Zauberei trieb und Geisterbefrager und Wahrsager hielt (2. Könige 21,6). Manasse machte den Tempel zu einem Bordell, das der Göttin Aschera gewidmet war (2. Könige 21,7).

Als all diese schrecklichen Dinge passierten, wo waren da Gottes Kinder? 2. Könige 21,9 erzählt uns die furchtbare Wahrheit: Aber sie gehorchten nicht, und Manasse verführte sie, so daß sie Schlimmeres taten als die Heidenvölker. Das beschreibt die Grundhaltung des Volkes in Juda während der 55jährigen Regierung von Manasse. Sie beachteten die Verheißungen von Gott nicht, dass Er Sein gehorsames Volk beschützen würde. Sie ließen sich bereitwillig von Manasse Boshaftigkeit verführen und taten noch schlimmere Dingen.

Manasse war tatsächlich ein böser König, doch vielleicht war die größere Sünde, dass das Volk bereitwillig der Verführung nachgab. In 2. Chronik 33,10 steht: Und der Herr redete zu Manasse und zu seinem Volk, aber sie achteten nicht darauf. Gott sprach sowohl zu dem Volk als auch zu ihrem Anführer, doch sie lehnten Sein Wort ab.

Die Kultur änderte sich von einer Gott ehrenden zu einer, die Götzendienst und Unmoral verherrlichte. Allgemein kann man sagen, das passierte, weil das Volk es so wollte. Ihnen war es egal, welche Richtung ihre Kultur nahm.

Möge Gott dir dabei helfen, dort, wo Er dich hingestellt hat, Salz und Licht zu sein. Mit der Liebe und Gnade von Jesus Christus müssen wir, wie Salz konservieren und leuchten wie das Licht. Es soll niemals über uns gesagt werden: sie achteten nicht darauf.

Hezekiah's Tunnel

Das traurige Ende eines guten Lebens

Da sprach Hiskia zu Jesaja: Das Wort des Herrn, das du geredet hast, ist gut! Denn, sprach er, es wird ja doch Friede und Sicherheit sein zu meinen Lebzeiten!

Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und alle seine großen Taten, und wie er den Teich und die Wasserleitung erbaute und das Wasser in die Stadt leitete, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Juda? Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern; und sein Sohn Manasse wurde König an seiner Stelle.

Gott warnte König Hiskia durch den Propheten Jesaja, dass auf ihn und seine Nachkommen Gericht kommen würde. Hiskias Reaktion darauf war seltsam, denn er sagte das Wort, das du geredet hast, ist gut. Das Herz des König von Juda war in einem traurigen Zustand. Gott kündigte Gericht an, und er reagierte erleichtert, weil dies nicht mehr zu seinen Lebzeiten passieren sollte.

Hezekiah's Tunnel

Damit zeigte Hiskia, dass andere Menschen ihm eigentlich egal waren. Er war hier sehr ichbezogen. Alles was ihn kümmerte, war seine eigene Bequemlichkeit und sein Erfolg. Hiskia war es egal, dass auch seine Sünden das Gericht auf seine Nachkommen brachten, solange es ihn nicht traf.

Doch diese Verse erzählen uns auch von etwas Gutem, das Hiskia getan hatte. Wie er den Teich und die Wasserleitung erbaute und das Wasser in die Stadt leitete. Das war eine technische Meisterleistung. Hiskia leitete den Bau eines Aquädukts, der frisches Wasser in die Stadt brachte, selbst wenn sie von einerr Armee belagert wäre. Er war fast 650 Meter lang und bestand aus festem Gestein. Man kann ihn heute noch sehen und er endet im Teich von Siloam. Wenn du noch nie durch Hiskias Tunnel gelaufen bist – was wirklich Spaß macht – stell dir vor du gehst durch das Wasser, das immer noch durch den Tunnel fließt, und es ist echt dunkel darin.

Schießlich legte Hiskia sich zu seinen Vätern. Ohne Zweifel begann Hiskia seine Regierung als gottgefälliger König, und insgesamt war seine Regierung von herausragender Gottesfurcht geprägt (2. Könige 18,3-7). Doch sein Anfang war viel besser als sein Ende. Gott gab Hiskia 15 weitere Jahre zu leben, doch die weiteren Jahre machten ihn nicht zu einem besseren Mann.

Zeit oder Alter machen uns nicht zwangsläufig besser. Bedenke, dass Zeit nichts anderes macht als zu vergehen, Stunde um Stunde, Tag für Tag.

Manchmal sagen wir: „Mit der Zeit wird alles gut,“ oder „die Zeit heilt alle Wunden,“ oder „die Zeit wird es zeigen.“ Doch Zeit macht nichts von alledem. Zeit vergeht einfach nur. Es geht darum, wie wir die Zeit nutzen. Hiskia nutzte die Extrazeit, die Gott ihm gegeben hatte, nicht gut. Gott helfe uns, dass wir bessere Entscheidungen treffen und bis zum Ende stark sind darin.

trap of success

Die Falle des Erfolgs

Zu jener Zeit sandte Berodach-Baladan, der Sohn Baladans, der König von Babel, einen Brief und Geschenke an Hiskia, denn er hatte gehört, daß Hiskia krank gewesen war. Hiskia aber schenkte ihnen Gehör und zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus, das Silber und das Gold und die Spezereien und das kostbare Öl, und sein ganzes Zeughaus samt allem, was sich in seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus und im ganzen Bereich seiner Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte. (2. Könige 20,12-13)

Gott war so gut zu Hiskia und schenkte ihm weitere 15 Jahre zu leben. Doch es lag an Hiskia, ob er diese Jahre weise und zu Gottes Ehre nutzte. Diese Herausforderung meisterte Hiskia nicht so gut.

trap of success

Nach seiner Genesung schickte der König von Babel einen Brief und Geschenke an Hiskia, denn er hatte gehört, daß Hiskia krank gewesen war. Offensichtlich war das eine freundliche Geste von ihm, mit der er seine Sorge um seinen Kollegen ausdrückte.

Hiskia gefielen diese Geschenke sehr. Man kann sich vorstellen, wie sehr das Hiskia geschmeichelt hat. Schließlich war Juda nur eine kleine Nation mit wenig Einfluß, und Babel war eine junge Supermacht. Solche Aufmerksamkeit und Anerkennung vom babylonischen König zu bekommen, ließ Hiskia sich sehr wichtig vorkommen.

Also zeigte Hiskia ihnen sein ganzes Schatzhaus. Er wollte die Gesandten von Babel wohl zufriedenstellen und ihnen etwas zeigen, womit er sie beeindrucken konnte. Also tat er alles, um Eindruck auf sie zu machen und zeigt ihnen die Reichtümer des Königshauses – und er zeigte ihnen alles (Es gab nichts in seinem Haus und im ganzen Bereich seiner Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt hätte).

Wie die folgende Zurechtweisung durch Jesaja deutlich macht, war das nichts als stolze Narrheit auf seiten Hiskias. Er wollte Menschen beeindrucken, und zwar gottlose Menschen, und das war gefährlich.

Hiskia stand eine Versuchung gegenüber – und versagte – nämlich der Versuchung, die viele betrifft, insbesondere solche, die im Dienst stehen: der Versuchung des Erfolgs. Viele Menschen, die der Versuchung des Versagens und der Schwachheit widerstehen können, geben der Versuchung von Erfolg und Stärke nach.

Man kann sagen, der Erfolg führte Hiskia zur Sünde in mindestens fünf Aspekten:

  • Stolz, er war stolz auf die Ehre, die die Babylonier ihm zuteil werden ließen
  • Undankbarkeit, er nahm die Ehre für sich, die eigentlich Gott zustand
  • er missbrauchte die Gaben, die ihm gegeben wurden, er nahm die Geschenke für sich selbst, zur Erfüllung seiner Begierden
  • fleischliche Zuversicht, er vertraute auf die Koalition, die er mit dem König von Babel eingegangen war
  • verpasste Gelegenheit, er hatte die große Gelegenheit, den Gesandten von Babel von Gottes Größe und den Segnungen des HERRNfür Juda zu erzählen. Doch stattdessen verherrlichte er sich selbst

Wenn Gott dir Erfolg schenkt, sei dankbar – aber auch vorsichtig. Achte auf die Falle des Erfolgs.

the wrong way sundial

Eine Sonnenuhr, die rückwärts geht

Hiskia aber sprach zu Jesaja: Welches ist das Zeichen, daß mich der Herr gesund machen wird und daß ich am dritten Tag in das Haus des Herrn hinaufgehen werde? Jesaja sprach: Dies sei dir das Zeichen von dem Herrn, daß der Herr das Wort erfüllen wird, das er gesprochen hat: Soll der Schatten [der Sonnenuhr] zehn Stufen vorwärts gehen oder zehn Stufen zurückkehren? Hiskia sprach: Es ist ein Leichtes, daß der Schatten zehn Stufen abwärts geht; nein, sondern der Schatten soll zehn Stufen zurückgehen! Da rief der Prophet Jesaja den Herrn an; und er ließ an der Sonnenuhr des Ahas den Schatten, der abwärts gegangen war, zehn Stufen zurückgehen. (2. Könige 20,8-11)

In 2. Könige 20 war König Hiskia, der König von Juda, sehr krank. Der Prophet Jesaja überbrachte ihm die erschreckenden Botschaft: Gott sagte König Hiskia, dass er sehr bald sterben würde, und dass er sein Haus in Ordnung bringen sollte. Hiskia betete und flehte Gott an, ihn am Leben zu lassen.

the wrong way sundial

Gott antwortete auf Hiskias Gebet und sagte ihm, dass er noch weitere 15 Jahre haben werde. Doch aus irgendeinem Grund wollte der König mehr als nur das Wort des Propheten. Er bat um eine Wunderzeichen und fragte: welches ist das Zeichen, dass mich der Herr gesund machen wird?

Gott erwies Hiskia noch mehr Barmherzigkeit. Er war nicht dazu verpflichtet, ihm dieses Zeichen zu gewähren. Eigentlich hätte Er auch sagen können: „Ich habe es gesagt, also glaube es. Wie kannst du es wagen, meine Worte nicht als wahr anzunehmen?“ Doch in Seiner Liebe gab Gott Hiskia mehr, als dieser brauchte oder verdiente.

Gott ist auch uns gegenüber so barmherzig. Es sollte eigentlich ausreichen, wenn Gott zu uns sagt: „Ich liebe dich.“ Doch Gott tat so viel, um uns Seine Liebe zu zeigen (Johannes 3,16; Römer 5,8).

Seltsamerweise versprach Gott, als Zeichen etwas total Übernatürliches zu tun. Er wollte den Schatten der Sonnenuhr zurückgehen lassen. Dieses Zeichen passte perfekt auf Hiskia.

Indem der Schatten der Sonnenuhr zurückging, hatte der Tag mehr Zeit – so wie Gott dem Hiskia mehr Zeit gab. Wir wissen nicht, wie Gott dieses Wunder tat, aber Er tat es. So wie ein Uhrmacher die Zeiger seiner Uhr, die er gebaut hat, zurückstellen kann, so stellte Gott die Zeit für Hiskia zurück. Er hatte weitere 15 Jahre.

Egal wie dieses Wunder passierte – in 2. Chronik 32,25 lesen wir, dass Hiskia nicht richtig auf das Geschenk seiner Heilung reagierte: Aber Hiskia vergalt die Wohltat nicht, die ihm widerfahren war, sondern sein Herz überhob sich. Da kam der Zorn über ihn und über Juda und Jerusalem.

Hat Gott dir mehr Zeit gegeben? Sei nicht stolz; sei demütig und ehre Gott. Gott hat uns so viel Gnade in Jesus Christus gegeben! Wir sollten immer in Demut auf Gottes Gaben antworten und niemals mit einem überheblichen und stolzen Herz.

empty tomb

Der Erstling der Auferstehung

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Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt; er ist der Erstling der Entschlafenen geworden. Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen; denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus; danach die, welche Christus angehören, bei seiner Wiederkunft. (1. Korinther 15,20-23)

In 1. Korinther 15 erklärt Paulus die Wahrheit der Auferstehung, die mit Jesus begann. Er erklärt, wie die Auferstehung Jesu direkt mit uns verbunden ist – dass Jesus der Erstling der Entschlafenen geworden ist.

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Erstling ist die Übersetzung des Griechischen Worts aparche. In Verbindung mit dem Alten Testament meinte das Wort das Opfern der ersten Früchte. Im alltäglichen Leben meinte es „Einrittspreis“.

Jesus war auf beide Arten der Erstling für unsere Auferstehung. Im Alten Testament bestanden die Erstlinge aus einem Bündel Getreide, das für die gesamte Ernte stand (3. Mose 23,9-14). Die Auferstehung Jesu steht für unsere Auferstehung, denn wenn wir mit ihm eins gemacht und ihm gleich geworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein (Römer 6,5). Die Auferstehung von Jesus ging unserer Auferstehung voraus, denn auch wir werden mit einem Körper wie dem Seinen wieder auferstehen.

Die Auferstehung Jesu ist auch in dem Sinn der Erstling unserer Auferstehung, dass Er der „Eintrittspreis“ für unsere Auferstehung ist. Jesus zahlte für unseren Zutritt zur Auferstehung.

Paulus fährt fort: Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen. Der Gedanke dahinter ist, dass Adam (durch einen Menschen) der „Kopf“ der menschlichen Rasse und durch ihn die gesamte Menschheit dem Tod geweiht war. Der zweite Adam, Jesus Christus (durch einen Menschen) ist der andere Kopf der menschlichen Rasse, und Jesus bringt die Auferstehung zu allen, die „unter“ Seiner Führung sind.

Das alles passiert ein jeder in seiner Ordnung. Es wäre seltsam und unangemessen, wenn wir die Auferstehung vor Jesus erleben würden. Also erlebte Er die Auferstehung als Erstling zuerst, und dann wir danach . . . bei seiner Wiederkunft.

Jesus ist der Erstling für unsere Auferstehung; doch Er war nicht der Erste, der von den Toten auferweckt wurde. Da waren u.a. der Sohn der Witwe zur Zeit Elijas (1. Könige 17,17-24) und Lazarus (Johannes 11,38-44) und Eutychus (Apostelgeschichte 20,7-12). Jeder von denen wurde wiederbelebt, doch niemand wurde wieder auferweckt. Jeder von ihnen lebte in dem Körper weiter, den er vorher hatte und starb letzlich in diesem wieder.

Auferstehung ist nicht nur, dass man wieder lebt; es ist ein neues Leben in einem neuen Körper. Der neue Körper basiert auf unserem alten Körper, aber er ist für die Ewigkeit gemacht. Jesus war nicht der Erste, der von den Toten zurückkam, doch Er war der Erste, der wieder auferstand.

Wenn wir auf Jesus vertrauen, ist Seine Auferstehung die Verheißung für unsere Auferstehung.

for God's own sake

Um Gottes Willen

Darum, so spricht der Herr über den König von Assyrien:
Er soll nicht in diese Stadt hineinkommen
und keinen Pfeil hineinschießen
und mit keinem Schild gegen sie anrücken
und keinen Wall gegen sie aufwerfen.
Auf dem Weg, auf dem er gekommen ist,
soll er wieder zurückkehren,
aber in diese Stadt soll er nicht eindringen;
der Herr sagt es!
Denn ich will diese Stadt beschirmen,
um sie zu erretten um meinetwillen und um meines Knechtes David willen!
(2. Könige 19,32-34)

Nach der Bedrohung durch den Feind und den Gebeten zu HERRN, gab Gott schließlich eine Antwort. Durch den Propheten Jesaja versicherte Gott dem König Hiskia: Er soll nicht in diese Stadt hineinkommen und keinen Pfeil hineinschießen …Denn ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu erretten. Damit zog Gott ganz deutlich eine Grenze. Obwohl die Militärmacht von Assyrien bereit war, Jerusalem zu erobern und zu vernichten, würde ihnen das nicht gelingen. Der König von Assyrien würde nicht in diese Stadt hineinkommen, denn Gott hatte versprochen, sie zu verteidigen.

for God's own sake

Für die Menschen heute ist es schwer zu verstehen, wie schrecklich es für eine antike Stadt war, wenn sie von einer feindlichen Armee belagert wurde und nach und nach aushungerte. König Hiskia und das Volk von Jerusalem lebten im Schatten dieser Bedrohung, aber Gottes Verheißung durch Jesaja versicherte ihnen, dass Sanherib und die Assyrische Armee es nicht schaffen würden, die Stadt einzunehmen. Sie würden noch nicht einmal einen Pfeil abschießen oder einen Wall aufwerfen.

Warum? Warum sollte Gott Jerusalem auf so erstaunliche Weise beschützen? Gott sagte, Er würde es um Seinetwillen und um Seines Knechtes David willen tun. Gott würde Seine Herrlichkeit verteidigen. Oft glauben wir unnötigerweise, dass wir die Herrlichkeit des HERRN verteidigen müssen. Doch das ist nicht der Fall. Gott ist in der Lage, Seine Herrlichkeit selbst zu verteidigen.

Doch Gott tat es auch um Seines Knechtes David willen. König David war fast 300 Jahre zuvor gestorben, doch Gott gedachte immer noch an Seine Verheißung für David (2. Samuel 7,10-17). Gott verteidigte Jerusalem, nicht um der Stadt willen – Jerusalem verdiente das Gericht! Doch Er tat es um Seinetwillen und um Davids willen.

Dieses Prinzip trifft auf jeden zu, der sein Vertrauen auf Jesus Christus setzt. Gott, der Vater, verteidigt und segnet uns, nicht um unsertwillen – wir verdienen Sein Gericht – sondern um Seinetwillen, und um Jesu willen. Wir kommen nicht zu Gott, weil wir es verdient hätten. Wir kommen zu Gott, aufgrund dessen, wer Jesus ist, und was Er getan hat.

Der Vater wird den Gläubigen retten – um Seinetwillen und um Jesu willen, der der Sohn Davids ist.

because you prayed

Weil du gebetet hast

Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, das habe ich gehört. Dies ist das Wort, das der Herr gegen ihn geredet hat:

Es verachtet dich, es spottet über dich die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt über dich!“ (2. Könige 19,20-21)

Eine mächtige Armee belagerte Jerusalem, und das Königreich Juda war kurz davor, komplett erobert zu werden. Der Feind Israels – der General der Assyrischen Armee – sprach gegen Gott und Sein Volk. Der König Israels – Hiskia – sprach zu Gott und schüttete Ihm sein Herz aus im Gebet.

because you prayed

Nun war es an der Zeit, dass Gott sprach. Der HERR sprach folgende Worte durch den Propheten Jesaja, und Er begann mit diesen wichtigen Worten: Was du … zu mir gebetet hast. Gott wollte Hiskias Gebet auf herrliche Weise beantworten, und zwar, weil er gebetet hatte.

Stell dir also einmal vor: Was, wenn Hiskia nicht gebetet hätte? Wir müssen demnach schließen, dass dann keine Antwort von Gott gekommen wäre und Jerusalem erobert worden wäre. Denke darüber nach: der Lauf der Geschichte wurde verändert, weil Gott das Gebet eines einzelnen Mannes erhörte. Hiskias Gebet hatte Bedeutung.

Du musst verstehen: dein Gebet hat Bedeutung. Ich kann dir nicht genau sagen, wie Gottes ewiger Plan und unsere Gebete ineinander greifen. Hier steckt eindeutig ein herrliches Geheimnis dahinter. Aber ich kann dir sagen: Gebet ist so viel mehr als eine Übung um selbst besser zu werden. Es stimmt, dass Gebet dich zu einer besseren Person werden lässt; doch Gebet bewegt auch die Hand Gottes.

Gebet führt nie dazu, dass Gott etwas gegen Seinen Willen und Seinen Plan tut, doch es gibt Dinge, die in Seinem Plan und Willen liegen, die Er absichtlich zurückhält, bis Seine Kinder beten.

Wir sollten fragen: Wie viel Segen, wie viele Siege, wie viele errettete Seelen liegen unbeansprucht im Himmel vor, bis der HERR zu einem von uns sagen kann: weil du gebetet hast?

Die Errettung von Jerusalem würde so vollständig und wundervoll sein, dass Gott zu den Assyrern sagte: Es verachtet dich, es spottet über dich die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter Jerusalem schüttelt das Haupt über dich! Der Gedanke dahinter ist, dass die Assyrer gekommen waren, um die Tochter Zion, die Stadt Jerusalem zu vergewaltigen, doch Gott ließ das nicht zu.

Statt ein verängstigtes Opfer der Assyrer zu sein, würde das Volk von Jerusalem die mächtigen Assyrer verachten und verspotten. Gott würde Juda und Jerusalem zu einem Sieg verhelfen, dass Gottes Volk seinen Kopf über die Assyrer schütteln würde. Das alles geschah, weil Gott das Gebet eines einzelnen Mannes erhörte.

Niemand kann sagen, warum manche Gebete sehr schnell beantwortet werden und es bei anderen lange dauert. Doch wir wissen: Gott will, dass wir wissen, dass alle unsere Gebete wichtig sind – und dass Er große Dinge tun wird, weil du gebetet hast.