tongues of fire

Zungen wie von Feuer

Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt. (Apostelgeschichte 2,3-4a)

Als die 120 Jünger Jesu in dem oberen Raum versammelt waren, passierte etwas Bemerkenswertes. Zuerst war da ein ungewöhnliches Geräusch, das wie ein starker Wind klang und das das ganze Haus erfüllte (Apostelgeschichte 2,2).

Mit dem Geräusch des Winds kam noch etwas Seltsames: und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Eine Flamme erschien auf dem Kopf eines jeden Jüngers. Wahrscheinlich bedeutet die Beschreibung die sich teilten, dass die Flammen flackerten – so als ob sie tatsächlich brannten.

tongues of fire

Dieses erstaunliche Ereignis kann man wohl mit der Prophezeiung von Johannes dem Täufer in Verbindung bringen, der sagte, dass Jesus sie mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen werde (Matthäus 3,11).

In der Bibel steht hinter dem Bild des Feuers meistens Reinheit, da man mit Feuer Gold von Verunreinigungen befreite. Feuer verbrennt das, was vergänglich ist. Es ist eine hervorragende Illustration für das Prinzip, dass die Erfüllung mit dem Heiligen Geist nicht nur eine abstrakte Macht ist, sondernReinigung.

Im Alten Testament gibt es einige Stellen an denen Gott Sein Gefallen an einem Opfer zeigte, indem Er es selbst entzündete – das heißt es kam Feuer vom Himmel und verzehrte das Opfer. Die Erfahrung, die die Jünger an Pfingsten machten, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Gott Feuer vom Himmel schickt, um Seine Gunst und Seine Macht zu zeigen. Doch dieses Mal kam es auf lebendige Opfer (Römer 12,1).

Der Heilige Geist setzte sich auf jeden von ihnen. Ein Kommentator (A.T. Pierson) sagte, dass hinter dem Wort setzte eine bestimmte Bedeutung liegt – es bedeutet Beständigkeit und andauernder Zustand. Dieser Gedanke ist wichtig.

Unter dem Alten Bund lag der Heilige Geist auf Gottes Volk als Nation, also auf Israel. Doch unter dem Neuen Bund ruht der Heilige Geist auf Gottes Volk als Individuen – die Feuerzungen setzten sich auf jeden von ihnen. Dieses seltsame Phänomen war noch nie vorher geschehen und geschah auch nie wieder in der Bibel, doch es sollte einen Punkt betonen: dass der Geist Gottes sowohl mit als auch in ihnen und auf jedem Einzelnen war.

Doch am allerwichtigsten ist: sie wurden alle vom Heilige Geist erfüllt. Das Geräusch des Winds und die Feuerzungen waren nur ungewöhnliche vorübergehende Phänomene, die das eigentliche Geschenk begleiteten – das Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist.

Wir sollten heute nicht erwarten, dass wir Wind hören oder Feuerzungen sehen, wenn der Heilige Geist unter Gottes Kindern wirkt. Aber wir können und sollten erwarten, mit dem Geist erfüllt zu werden, wenn wir im Glauben empfangen und zulassen, dass Er uns reinigt.

 

rushing mighty wind

Ein daherfahrender gewaltiger Wind

Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt. (Apostelgeschichte 2,3-4a)

Nachdem Jesus in den Himmel aufgestiegen war, trafen sich die Jünger um zu beten und Gott zu suchen und um auf den Heiligen Geist zu warten. Gott hielt sein Versprechen, und hier in Apostelgeschichte 2 lesen wir, wie der Heilige Geist an Pfingsten auf die Jünger kam. Das Ausgießen der Heiligen Geistes ging mit einigen seltsamen Dingen einher: einem seltsamen Geräusch und einem seltsamen Anblick.

rushing mighty wind

Achte auf das seltsame Geräusch: es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen. Dass das Geräusch eines daherfahrenden gewaltigen Winds im Zusammenhang mit dem Ausgießen des Heiligen Geistes genannt wird, liegt daran, dass in der hebräischen und griechischen Sprache das Wort für Geistdasselbe ist wie für Atem oder Wind. Das Brausen vom Himmel war das Geräusch des Heiligen Geists, der auf die Jünger ausgegossen wurde.

Das Brausen dieses schnellen gewaltigen Windes ließ jeden Jünger, der die hebräischen Schriften kannte, an den Heiligen Geist denken.

  • In 1. Mose 1,1-2 ist es der Geist Gottes, der als Atem/ Wind Gottes über den Wassern der neu erschafften Erde wehte.

  • In 1. Mose 2,7 ist es der Geist Gottes, der als Atem/ Wind Gottes über den neu erschafften Mensch wehte.

  • In Hesekiel 37,9-10 ist es der Geist Gottes, der als Atem/ Wind Gottes über die trockenen Knochen Israels weht und neues Leben und Kraft bringt.

Diese eine Zeile sagt uns viel darüber, wie der Heilige Geist wirkt.

  • Plötzlich: manchmal wirkt Gott plötzlich

  • Brausen: es war echt, auch wenn man es nicht anfassen konnte; sie konnten es hören.

  • Vom Himmel: es kam nicht von der Erde; es war nicht hier gemacht oder manipuliert.

  • Gewaltig: es war voller Kraft, mit großer Macht.

Beachte, dass so etwas nirgendwo sonst in der Apostelgeschichte passierte, wenn der Heilige Geist ausgegossen wurde. Es gab einige andere Male, an denen der Heilige Geist Gottes Kinder erfüllte (Apostelgeschichte 4,8; 4,31; 13,9; 13,52; 19,6). Das war jedesmal ein wundervolles Werk des Geistes, doch bei keiner dieser Begebenheiten hörten sie vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind. Dieses seltsame Geräusch gab es nur an diesem einen Tag.

Manchmal tut Gott etwas Einmaliges – etwas Besonderes zu einem einzigen Zeitpunkt. Kannst du dir vorstellen wie die Jünger später sagten: „Heute wurde wir nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt, denn wir haben das Geräusch nicht gehört“? Oder: „Das nächtste Mal müssen wir dasselbe Geräusch hören – sogar noch lauter!“

Diese Art zu Denken ist eine Falle. Überlasse Gott zu entscheiden, wann eine besondere Erfahrung notwendig ist und wann nicht.

 

all filled with the Holy Spirit

Sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt

Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten. Und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt. (Apostelgeschichte 2,2-4a)

Als sich 120 Nachfolger Jesu versammelten, so wie es ihr Retter ihnen gesagt hatte, geschah etwas Bemerkenswertes. Die „Taufe mit dem Heiligen Geist“, die Jesus in Apostelgeschichte 1,5 verheißen hatte, kam auf sie. Sie wurden alle mit dem Heiligen Geist erfüllt.

all filled with the Holy Spirit

Man darf nicht vergessen, dass dies nicht die erste Erfahrung der Jünger mit dem Heiligen Geist war. Die Person und das Wirken des Heiligen Geistes war ihnen nicht fremd.

  • Die Jünger hatten das Wirken des Heiligen Geistes fortwährend im Dienst von Jesus gesehen.

  • Die Jünger hatten die Kraft des Heiligen Geistes erfahren, als sie hinausgingen und Gott dienten (Lukas 10,1-20).

  • Die Jünger hatten die Verheißung von einem neuen, kommenden Wirken des Heiligen Geistes, die Jesus ihnen gegeben hatte, gehört (Johannes 14,15-18).

  • Die Jünger erhielten den Heiligen Geist auf eine neue Weise, nachdem Jesus Sein Werk am Kreuz vollendet hatte und einen neuen Bund in Seinem Blut errichtete (Johannes 19-23).

Doch es gab noch mehr für sie, das sie empfangen und erleben sollten in Bezug auf den Heiligen Geist – und hier in Apostelgeschichte 2 empfingen sie mehr.

Apostelgeschichte 2 erzählt uns sehr viel über den Heiligen Geist.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist ist uns versprochen.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist ist es wert darauf zu warten.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist kommt so, wie Er es will, nicht so, wie wir es erwarten.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist kommt nicht nur auf Einzelne, sondern auch auf Gruppen (siehe auch Apostelgeschichte 2,4; 4,31 und 10,44).

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist geschieht oft dann, wenn sich Gott um unser Fleisch kümmert und man sich selbst stirbt.

Es ist aber auch wichtig zu sehen, was Apostelgeschichte 2 und nicht über das Füllen mit dem Heiligen Geist sagt.

  • Für das Füllen mit dem Heiligen Geist gibt es keine Formel.

  • Das Füllen mit dem Heiligen Geist kann man sich nicht verdienen, indem man danach sucht. Es ist immer ein Geschenk Gottes.

Niemand kann abstreiten, dass das eine gute Sache war. In den Evangelien sehen wir eine Menge Schwachheiten und Schwankungen in den Jüngern, die Jesus nachfolgten. Nach dem Füllen mit dem Heiligen Geist waren es andere Menschen. Sie waren nicht perfekt, doch sie waren anders.

Das Kommen des Heiligen Geistes und das Erfülltsein von Ihm war so gut, so wichtig für die Gemeinschaft der frühen Christen, dass Jesus tatsächtlich sagte, dass es besser sei, wenn Er die Erde verlässt, damit Er den Heiligen Geist senden konnte (Johannes 16,7).

Dieses Füllen mit dem Heiligen Geist ist für dich (Lukas 11,9-13). Bitte Gott heute darum.

 

Pentecost - Two Loaves

Pfingsten- zwei Laibe

Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen. (Apostelgeschichte 2,1)

Jesus hatte den Jüngern gesagt, sie sollten in Jerusalem bleiben und dort auf den Heiligen Geist warten. Das taten die Jünger und sie versammelten sich in einem Raum im Obergeschoß, um dort zu beten und Tag für Tag Gott zu suchen und darauf zu warten, dass sich Gottes Verheißung erfüllte.

Jesus hatte ihnen nicht gesagt, wie lange es dauern würde. Was dachten die Jünger wohl? Ich an ihrer Stelle hätte gedacht: „Am dritten Tag wird Gott den Heiligen Geist ausgießen.“ Schließlich war die Auferstehung Jesu ja auch am dritten Tag nach der Kreuzigung. Doch es war nicht der dritte Tag.

Pentecost - Two Loaves

Dann hätte ich gedacht: „Bestimmt wird es am siebten Tag sein. Die Sieben ist Gottes Zahl der Vollkommenheit und Erfüllung.“ Doch es war nicht der siebte Tag. Es war auch nicht der achte Tag, auch wenn manche Menschen die Zahl Acht in der Bibel mit einem neuen Anfang in Verbindung bringen.

Sie warteten bis zum Tag der Pfingsten, doch sie wussten vorher nicht, wie lange sie warten mussten. Sie hätten leicht glauben können, dass es noch am selben Nachmittag, nachdem Jesus in den Himmel aufstieg, geschehen würde, oder am dritten oder siebten Tag. Doch sie mussten 10 volle Tage warten bis zum Tag der Pfingsten.

Pfingsten war ein jüdisches Fest, das 50 Tage nach dem Passahfest gefeiert wurde. Man feierte die ersten Früchte der Weizenernte. Man nannte es auch das Fest der Einsammlung (2. Mose 23,16) und das Fest der Ernte (2. Mose 23,16).

Im 3. Buch Mose 23,15.22 findet man die originalen Anweisungen, wie Pfingsten zu feiern war. Als Teil der öffentlichen priesterlichen Opfergaben, die für das Fest gemacht wurden, steht in 3. Mose 23,17 ausdrücklich, dass zwei Laibe gesäuerte Brote für den Herrn gemacht werden mussten.

Das war äußerst ungewöhnlich. Denn sonst durfte Israel weder gesäuerte Brote noch Brote mit Hefe zusammen mit einem Blutopfer darbringen (2. Mose 23,18 und 34,25). Doch Gott verbarg eine versteckte Botschaft in dieser Zeremonie des Passahfest. Es war, als ob Gott sagte: „Eines Tages wird an Pfingsten das, was für unrein und inakzeptabel gehalten wurde, vor Mich gebracht, und Ich werde es annehmen.“

Jahrhunderte bevor das Pfingstfest in Apostelgeschichte 2,1 beschrieben wurde, wurden in Israel zwei gesäuerte Brote in dieser Zeremonie vor Gott gebracht. Vielleicht haben sich die Menschen damals gefragt, was das bedeuten sollte. Aber wir wissen, was der große englische Prediger Charles Spurgeon sagte: „Gab es keine zwei Laibe? Nicht nur Israel soll errettet werden, sondern die große Menge der Ungläubigen soll sich dem Herrn Jesus Christus zuwenden.“

Die Jünger mussten warten, wahrscheinlich länger, als sie erwartet hatten. Doch auf so etwas Gutes kann man gar nicht zu lange warten – Gott bringt Juden und Heiden zusammen zu einer neuen Familie: „die Gemeinde.“

Lässt Gott dich länger warten, als dir lieb ist? Vertraue weiter auf Ihn; du wirst überrascht sein, wie gut die Erfüllung Seiner Verheißung sein wird.

 

Rolling the Dice

Die Würfel werfen

Und sie beteten und sprachen: Herr, du Kenner aller Herzen, zeige an, welchen von diesen beiden du erwählt hast, das Los dieses Dienstes und Apostelamtes zu empfangen, von dem Judas abgewichen ist, um hinzugehen an seinen eigenen Ort! Und sie warfen das Los über sie, und das Los fiel auf Matthias, und er wurde zu den elf Aposteln hinzugezählt. (Apostelgeschichte 1,24-26)

So wie die Bibel davon erzählt, hatten die Jünger verstanden, dass sie jemanden finden mussten, der den Platz des verstorbenen und in Ungnade gefallenen Judas einnehmen sollte. So wie es in Psalm 109,8 steht: „sein Amt empfange ein anderer.“

Rolling the Dice

Doch wie sollten sie jemanden als 11. Apostel auswählen? Die Apostel taten das Richtige. Sie waren Gott gehorsam. Sie suchten nach Gottes Willen in der Schrift. Sie gebrauchten ihren Verstand. Und zu all dembeteten sie (Apostelgeschichte 1,24). Das war nicht schwer für sie, weil sie das schon kannten. Wahrscheinlich erinnerten sie sich daran, wie Jesus gebetet hatte, bevor Er die Jünger auswählte (Lukas 6,12-13).

Dann taten sie etwas Ungewöhnliches: sie warfen das Los. Meistens warf man dafür Würfel oder zog Strohhalme. Viele haben diese Methode in Frage gestellt – es scheint nicht geistlich zu sein, wenn man würfelt, um Gottes Willen herauszufinden.

Doch ich glaube, als sie das Los warfen, verliessen sie sich auf Gott. Auch wenn sie noch nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt waren, wollten sie trotzdem eine Methode wählen, bei der sie sich auf Gott verlassen mussten. Vielleicht dachten sie sich dabei an Sprüche 16,33: Im Gewandbausch wird das Los geworfen, aber jeder seiner Entscheide kommt von dem Herrn.

Einige bestehen darauf, dass Matthias die falsche Wahl war und der Gebrauch von Losen bei der Entscheidungsfindung falsch war. Sie meinen, dass Gott wohl eher Paulus erwählt hätte, wenn das Amt frei geblieben wäre. Doch wir müssen das Zeugnis der Schrift respektieren. Gott wollte nicht, dass das Amt frei blieb. Wenn es frei geblieben wäre, hätte es nach einem Sieg für Satan ausgesehen. Jesus hatte 12 erwählt, doch einer versagte. Darum hätte Satan Jesus Wunsch nach 12 Aposteln besiegt.

Paulus zählte sich selbst zu den Aposteln, aber als einen von unzeitiger Geburt (1. Korinther 15,8). Paulus stand der Wahl des Matthias also nicht entgegen.

Zu Losen mag nicht der beste Weg sein, um Gottes Willen zu ergründen, doch es ist besser, als das, was viele Christen heute tun, wenn sie große Entscheidunden treffen müssen:

  • sie verlassen sich auf ihre Emotionen

  • sie verlassen sich auf die Umstände

  • sie verlassen sich auf Gefühle

  • sie verlassen sich auf ihre fleischlichen Begierden

Es wäre besser zu würfeln und Gott zu vertrauen, dass das Ergebnis Seinem Willen entspricht!

Matthias wurde letzten Endes zu den elf Aposteln hinzugezählt. Ich glaube, dass Gott sie zu dieser Entscheidung führte, und Er wird auch uns führen, wenn wir Ihm gehorchen, die Schrift lesen, beten und uns auf Ihn verlassen. Tue das heute!

 

Making Big Decisions

Wie man große Entscheidungen trifft

 Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berg, welcher Ölberg heißt, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt.  Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo sie sich aufzuhalten pflegten. . . .  Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen, zusammen mit den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern. (Apostelgeschichte 1,12-14)

Bist du gut darin, wichtige Entscheidungen zu treffen? In Apostelgeschichte 1 mussten die Jünger eine wichtige Entscheidung treffen. Sie hatten der Schrift entnommen, dass es angemessen war, Judas zu ersetzen, der Jesus betrogen und sich danach das Leben genommen hatte. Doch wen genau sollten sie dafür auswählen? Die Schritte, die sie in Apostelgeschichte unternahmen zeigen uns, wie man vorgehen sollte, bevor man eine wichtige Entscheidung trifft.

Making Big Decisions

Achte zuerst auf ihren Gehorsam: Da kehrten sie nach Jerusalem zurück. Kurz bevor Jesus in den Himmel aufstieg, hatte Er den Jüngern gesagt, sie sollten nach Jerusalem zurückkehren und dort auf den Heiligen Geist warten. Und genau das taten sie. Manchmal hören wir, wie Gott durch Sein Wort zu uns spricht, doch wir vergessen es schnell. Viele guten Predigten gingen schon auf dem Weg vom Gemeindesaal zum Parkplatz verloren! Doch hier taten die Jünger das, was Jesus ihnen gesagt hatte, auch wenn Er körperlich nicht mehr anwesend war. Wenn wir die richtigen Entscheidungen treffen wollen, müssen wir zuerst einmal dem gehorchen, von dem wir wissen, dass es Gottes Wille ist.

Zweitens achte auf ihr Einheit: Diese alle blieben beständig und einmütig. Wenn man sich die Jünger in den Evangelien anschaut, sieht man, dass sie oft miteinander stritten und zankten. Was hatte sich verändert? Petrus hatte nach wie vor seine Geschichte, dass er Jesus verleugnet hatte. Matthäus war immer noch ein früherer Steuereintreiber. Simon war immer noch ein Zelot. Ihre Unterschiede blieben bestehen, doch der auferstandene Jesus in ihren Herzen war größer. Wenn wir Gott wegen einer großen Entscheidung suchen, kann ein Mangel von Einigkeit unter unseren Geschwistern in Jesus uns wirklich im Wege stehen. Wenn wir keine Gemeinschaft haben – sei es durch Abwesenheit oder durch schlechte Beziehungen – haben wir schlechte Voraussetzungen für eine Entscheidungsfindung.

Und schließlich achte auf ihr Gebet: Diese alle blieben beständig und einmütig im Gebet und Flehen. Sie alle beteten, und sie bleiben beständig und einmütig im Gebet und Flehen. Der Gedanke hinter dem Wort Flehen meint eine Art Verzweiflung und Ernsthaftigkeit im Gebet. Das Gebet zeigte, dass sie abhängig waren von Gott, und die Tiefe des Gebets zeigte die Tiefe ihrer Abhängigkeit. Gott ehrt es, wenn wir von Ihm abhängig sind.

Es gibt offensichtlich mehr als diese drei Punkte, um eine gute und gottgefällige Entscheidung zu treffen; doch diese drei Dinge geben uns eine wichtige Grundlage: Gehorsam, Einheit und Gebet. Jetzt ist es Zeit, diesen drei Gebieten deine Aufmerksamkeit zu schenken, bevor du eine große Entscheidung treffen musst. Wenn du jetzt gerade eine Entscheidung treffen musst, warte nicht – gib dem Gehorsam, der Einheit und dem Gebet deine Aufmerksamkeit.

 

this same Jesus

Dieser Jesus

Und als er dies gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg. Und als sie unverwandt zum Himmel blickten, während er dahinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißer Kleidung bei ihnen, die sprachen: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen!(Apostelgeschichte 1,9-11)

Ca. 40 Tage nach Seiner Auferstehung versammelte Jesus Seine Jünger am Ölberg und sagte ihnen, dass sie Seine Zeugen auf der ganzen Welt sein sollten. Nach diesem wichtigen und letzten Gebot tat Jesus etwas Bemerkenswertes. Sein Körper wurde in den Himmel gehoben, während Seine Jünger zusahen. Er stieg höher und höher, immer weiter, bis Er in den Wolken verschwand und sie Ihn nicht mehr sehen konnten.

this same Jesus

Jesus wollte, dass Seine Jünger Seinen Abgang von der Erde sahen. Wir lesen, er wurde vor ihren Augen emporgehoben. Es war wichtig für Jesus, Seine Jünger auf diese Art und Weise zu verlassen. Er hätte theoretisch natürlich einfach verschwinden können und auf geheimnisvolle Weise in den Himmel und in die Gegenwart des Vaters zurückkehren können. Doch Jesus wollte, dass Seine Nachfolger sehen konnten, dass Er nicht mehr wiederkommen würde, anders als in den 40 Tagen nach Seine Auferstehung, wo Er immer mal wieder erschien.

Jesus sagte Seinen Jüngern, dass es besser sei, wenn Er weggeht, denn Er würde dann den Heiligen Geist schicken (Johannes 16,7). Nun konnten die Jünger erfahren, dass sich diese Verheißung erfüllte. Der Heilige Geist kam, denn Jesus hatte versprochen, Ihn zu schicken, wenn Er ging. Und als Er in den Himmel aufstieg, zeigte Jesus damit, dass Er nun wirklich weg war.

Während die Jünger in den Himmel starrten, wurden sie von zwei Männern – offensichtlich Engel – gefragt: was steht ihr hier und seht zum Himmel? Sie sagten den Jüngern, dass sie sich auf das konzentrieren sollten, was Jesus ihnen gesagt hatte, und sich nicht fragen sollte, wohin Jesus gegangen war.

Die zwei Männer nannten Christus dieser Jesus. Das bedeutet, dass der Jesus, der in den Himmel aufstieg und zur Rechten des Vaters sitzt, derselbe Jesus des Evangeliums ist. Er ist derselbe Jesus der Liebe, Gnade, Güte, Weisheit und Fürsorge. Der Jesus im Himmel ist dieser Jesus.

Dann fügten sie noch ein wunderbares Versprechen hinzu: Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen! Dieser Jesus wird genauso wiederkommen, wie Er ging.

  • Er ging körperlich und wird in derselben Weise wiederkommen

  • Er ging sichtbar und wird in derselben Weise wiederkommen

  • Er ging vom Ölberg und wird dorthin wiederkommen

  • Er ging, als die Jünger dabei waren und wird in derselben Weise wiederkommen

  • Er ging während Er Seine Kinder segnete (Lukas 24,50-51) und wird in derselben Weise wiederkommen

Komme bald, Herr Jesus!

 

Promised Power

Verheißene Kraft

Sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde! (Apostelgeschichte 1,8)

Kurz bevor Jesus in den Himmel hinaufstieg, fragten Ihn Seine Jünger nach der Wiederherstellung Israels – dem jüdischen Volk war durch die Propheten die Verheißung gegeben worden, dass der Messias regieren werde. Jesus sagte ihnen, es sei besser für sie, den Zeitpunkt nicht zu wissen, doch Er hatte etwas noch Besseres für sie.

Jesus versprach, ihr werdet Kraft empfangen. Auch wenn das erwartete Königreich noch auf sich warten ließ, die Kraft, die sie brauchten, würde sie nicht warten lassen. Bald sollten sie die Kraft mit dem Heiligen Geist empfangen. Jesus versprach ihnen Kraft, aber nicht die Kraft, andere zu beherrschen und zu unterwerfen, sondern die Kraft, Gottes Botschaft von der Versöhnung in Jesus Christus zu verbreiten und Menschen zu wahrer Freiheit in Jesus zu führen.

Promised Power

Die verheißene Kraft bedeutete, dass Jesus den einst schwachen Jüngern versprechen konnte: ihr werdet meine Zeugen sein. Die natürliche Konsequenz von dieser Kraft war, dass sie Jesu Zeugen auf der ganzen Welt sein konnten.

Das war kein Befehl, sondern eine einfache Tatsache: wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist . . . werdet ihr meine Zeugen sein. Die Worte werdet ihr beschreibt, was passieren wird, nicht etwas, das sie tun mussten. Mit anderen Worten, Jesus empfahl ihnen nicht, Zeugen zu werden; Er sagte, dass sie dann Zeugen sind.

Wenn wir Zeugen sein wollen, müssen wir mit dem Heiligen Geist erfüllt sein. Das beste Trainingsprogramm für das Evangelisieren nützt uns nichts, wenn wir nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt sind.

Jesus sagte ihnen auch, wo sie Zeugen sein würden: in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Als Jesus diese Orte aufzählte, kann man sich den Widerstand vorstellen, der sich in den Jüngern regte.

  • Jerusalem: War das nicht der Ort, an dem Jesus aufgrund der Worte einer wütenden Menge hingerichtet worden war?

  • Judäa: Wurde Jesus und Sein Wirken nicht von den Menschen in Judäa zurückgewiesen?

  • Samaria: Viele Juden hatten damals große Vorurteile gegen die Samariter.

  • Das Ende der Erde: die Heiden galten bei vielen Juden damals als nichts Besseres als Brennstoff für die Feuer der Hölle.

Doch Gott wollte, dass ein Zeuge an alle diese Orte ging, und der Heilige Geist würde ihnen die Kraft dazu geben. Da ich an einem Ort lebe, der von Jerusalem aus als „Ende der Welt“ gilt, bin ich froh, dass das, was damals anfing, auch heute noch geschieht!

Dieses Gebot hörte nicht bei den Jüngern auf. Auch heute hat Gott ein Jerusalem, ein Judäa, ein Samaria und ein Ende der Welt zu dem Seine Kinder gehen sollen. Aber denke daran: wir brauchen die Kraft des Heiligen Geistes dafür. Bitte darum und empfange sie heute.

Better Not To Know

Es ist besser, es nicht zu wissen

Er aber sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, die Zeiten oder Zeitpunkte zu kennen, die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat. (Apostelgeschichte 1,7)

Kurz bevor Er in den Himmel aufstieg, sprach Jesus auf dem Ölberg zu Seinen Jüngern. Sie fragten Ihn (Apostelgeschichte 1,6), ob nun die Zeit sei, dass Er das Königreich Israel wiederherstellen, also das Messianische Reich errichten werde.

Better Not To Know

Jesus beantwortete diese Frage, indem Er ihnen sagte, dass es nicht ihre Sache sei, den Zeitpunkt zu kennen. Jesus warnte die Jünger davor, sich auf Details der Zeiten von Gottes Reich zu konzentrieren, denn das ist allein Sache des Vaters (die der Vater in seiner eigenen Vollmacht festgesetzt hat).

Jesus sagte aber nicht, dass es keine Wiederherstellung von Israel geben werde; Er sagte nur, dass es nicht angemessen für die Jünger war, sich auf Zeiten und Daten zu fokussieren. Es war, als ob Jesus sagte: „Denkt jetzt nicht darüber nach – es gibt etwas Wichtigeres, worauf ihr euch konzentrieren müsst.“

Ich frage mich: warum hat Jesus ihnen nicht mehr darüber erzählt, wie und wann das Messianische Reich aufgebaut werden soll?

Die Bibel lehrt (und wir glauben), dass Jesus Gott ist. Darum wusste Er, dass die Geschichte noch 2000 Jahre andauern würde. Warum hat Jesus das Seinen Jüngern nicht gesagt?

Die Jünger hofften, dass das Reich Israel schon bald wiederhergestellt sein würde, doch Jesus wusste, dass es besser für sie war, wenn sie nicht wussten, dass noch viel geschehen sollte, bevor das passiert. Ich glaube aus verschiedenen Gründen, dass es weise von Jesus war, keinen Ablauf Seines Plans für die nächsten 2000 Jahre preiszugeben.

  • Wenn Jesus es ihnen erzählt hätte, wären sie wahrscheinlich sehr entmutigt gewesen
  • Vielleicht hätten sie gemeint, dass ihre Arbeit dann nutzlos wäre
  •  Sie hätten leicht die gegenwärtigen Aspekte von Gottes Reich in dem Moment übersehen. Nur weil das Reich zu ihrer Zeit nicht vollständig wiederhergestellt war, hieß das ja nicht, dass Gott nicht anwesend war

Wahrscheinlich gibt es noch weitere Gründe, aber wir sollten daraus etwas wichtiges lernen: wenn Jesus uns etwas nicht sagt, hat Er einen guten Grund dafür. Es mag sein, dass es schwer zu akzeptieren ist, doch es ist ein wichtiger Teil der Jüngerschaft.

Nicht jede Frage wird beantwortet, und nicht jedes Geheimnis gelüftet. Das heißt nicht, dass Jesus dich weniger liebt oder nicht gut zu dir ist. Es bedeutet einfach, dass Jesus weiß, dass es besser für uns ist, wenn wir bestimmte Dinge nicht wissen oder sie erst später erfahren. 

Wenn du meinst, Jesus antwortet dir nicht, finde Trost in dem Wissen, dass es manchmal besser ist, etwas nicht zu wissen.

Waiting for a Promise

Auf eine Verheißung warten

Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, nicht von Jerusalem zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, die ihr [– so sprach er –] von mir vernommen habt, denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. (Apostelgeschichte 1,4-5)

Kurz bevor Jesus in den Himmel aufstieg, gab Er Seinen Jüngern noch wichtige Anweisungen. Erstens sollten sie nicht von Jerusalem weichen. An diesem Punkt sollten sie nichts anderes tun, als auf den Heiligen Geist (hier die Verheißung des Vaters genannt) zu warten. Jesus wusste, dass sie im Moment nichts Effektives für das Reich Gottes tun konnten, bis der Heilige Geist auf sie gekommen war.

Waiting for a Promise

Jesus wollte, dass sie warten.

  • Warten bedeutet, dass die Verheißung des Vaters auf den Heiligen Geist es wert war, darauf zu warten.
  • Warten bedeutet, dass der Heilige Geist kommen würde.
  • Warten bedeutet, dass sie den Heiligen Geist bekommen mussten; sie konnten diese Erfahrung nicht selbst herbeiführen.
  • Warten bedeutet, dass sie durch das Warten geprüft würden, zumindest eine Zeit lang.

Es ist von Bedeutung, dass das Kommen, Erfüllen und Bevollmächtigen von dem Heiligen Geist die Verheißung des Vaters genannt wird. Auch wenn es eine Verheißung von dem Sohn Gottes war, ist es bedeutsam, dass hier die Rede von der Verheißung des Vaters ist.

  • Es zeigt, dass wir in eifriger Erwartung darauf warten sollten, denn eine Verheißung des Vaters, der uns so sehr liebt, kann nur gut sein.
  • Es zeigt, dass sie zuverlässig ist und wir darauf zählen können; ein liebender und mächtiger Vater würde uns nie etwas versprechen, dass Er nicht erfüllen kann.
  • Es zeigt, dass diese Verheißung allen Seinen Kindern gilt, denn sie kommt von Gott als unserem Vater.
  • Es zeigt, dass sie im Glauben angenommen werden muss, so wie alle Verheißungen von Gott in der Bibel.

Jesus erklärte noch mehr zu dieser Verheißung. Er fügte hinzu: ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden. Taufe bedeutet, dass man in etwas eingetaucht oder mit etwas zugedeckt wird. So wie Johannes der Täufer die Leute mit Wasser taufte, so sollten sie Jünger in den Heiligen Geist eingetaucht werden.

Wann sollte das passieren? Jesus sagte dies direkt bevor Er in den Himmel aufstieg, und Er fügt hinzu: nicht lange nach diesen Tagen.

Sie wussten, dass diese Verheißung des Vaters kommen würde, aber nicht sofort. Es sollte nach diesen Tagen geschehen, aber nicht lange nach diesen Tagen.

Jesus sagt ihnen absichtlich nicht genau wann. Zum einen sollten die Jünger lernen, im Glauben zu warten. Auch wir sollten der Versuchung widerstehen, ein Wirken des Heiligen Geistes zu kreieren. Stattdessen sollten wir auf die Verheißung des Vaters vertrauen und einen erwartenden Glauben haben in Bezug auf den Heiligen Geist in unseren Leben. Das echte Wirken des Heiligen Geistes ist es wert.