The Successful Persecutor

Der erfolgreiche Verfolger

Saulus zog durch die ganze Stadt und versuchte, die Gemeinde mit allen Mitteln zu vernichten. Er ging von Haus zu Haus und zerrte Männer und Frauen heraus und ließ sie ins Gefängnis werfen. Doch die Gläubigen, die aus Jerusalem geflohen waren, zogen umher und verkündeten die Botschaft von Jesus. (Apostelgeschichte 8,3-4)

Diese Verse aus Apostelgeschichte 8 zeigen uns, was für ein Verfolger Saulus war.

Saulus nahm seine Aufgabe als Verfolger sehr, sehr ernst. Der Ausdruck “mit allen Mitteln zu vernichten” ist ein altgriechisches Wort, das sich auf eine Armee beziehen kann, die eine Stadt zerstört, oder auf ein wildes Tier, das das Fleisch seines Opfers zerreißt. Er hasste den christlichen Glauben so sehr, dass er die Jünger Jesu brutal angriff. Die Zeitform des Verbs in diesem Satz sagt uns, dass er dies ständig tat.

Der erfolgreiche Verfolger

Saulus von Tarsus – den die meisten von uns unter seinem römischen Namen Paulus kennen – bedauerte diese Verfolgung der Gemeinde später zutiefst. Später schrieb er, „ich bin der geringste von den Aposteln, der ich nicht wert bin, ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe“ (1. Korinther 15,9).

Der Tod von Stephanus war nur der Anfang, der Beginn einer großen Verfolgung, die sich gegen die Gemeinde richtete. Die Schleusen der Gewalt gegen die Christen waren nun geöffnet worden, und Saulus war nur einer von vielen Verfolgern. Zuvor waren einzelne Apostel verhaftet, geschlagen und verfolgt worden. Jetzt musste jeder Gläubige befürchten Gewalt zu erfahren, oder sogar umgebracht zu werden.

Im Jahr 1956 ermordeten Eingeborene am Ufer eines Flusses im Dschungel von Ecuador fünf Missionare, die gekommen waren, um ihnen von Jesus zu erzählen. Für viele schien dieser Tod eine sinnlose Tragödie zu sein. Viele sahen nur die fünf jungen Missionare, deren berufliche Laufbahn früh beendet wurde, oder die fünf Witwen und vaterlosen Kinder. Aber Gott hat durch diese fünf Männer sogar in ihrem Tod noch ein erstaunliches Werk vollbracht, und der Segen hallte noch lange in Menschen wie Elisabeth Elliot – der Witwe eines der Märtyrermissionare – nach.

In ähnlicher Weise mag auch der Tod von Stephanus auf den ersten Blick sinnlos erscheinen. Sein noch junges Leben, und sein energischer und wortgewandter Einsatz für die Gemeinde wurde abrupt beendet. Sein Dienst schien gescheitert zu sein – niemand wurde unmittelbar zum Glauben gebracht, und alles, was dabei herauskam, war noch mehr Verfolgung. Doch wie so oft wurde das Blut der Märtyrer zum Samen der Gemeinde.

Danach wurden sie über alle benachbarten Gebiete verstreut. Nun waren die Christen gezwungen, das zu tun, was sie bisher nur zögerlich getan hatten – die Botschaft Jesu in die umliegenden Regionen zu tragen. In Apostelgeschichte 1,8 sagte Jesus seinen Nachfolgern deutlich, dass sie über Jerusalem hinausschauen und das Evangelium nach Judäa, Samarien und in die ganze Welt bringen sollten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Nachfolger Jesu dies nicht getan.

Das Gute, was daraus hervorging zeigt uns, dass Gott schmerzhafte und drängende Umstände nutzen kann und wird, um sein Volk so zu führen, wie es seinem Willen entspricht. Manchmal müssen wir aus unserem Zustand, in dem wir es uns bequem gemacht haben, herausgerüttelt werden, bevor wir das tun, was Gott von uns will. Wenn Gott es zulässt, dass wir aufgerüttelt werden, dass wir unter Druck geraten oder dass wir Schmerzen erleiden, dann vergiss bitte nicht, nach dem Sinn seines Tuns zu suchen. Es könnte etwas sein, was viel größer ist, als Du es je Dir hättest träumen lassen.

Bringing Good from Pressing and Pain

Wenn aus Druck und Schmerz etwas Gutes entsteht

Saulus aber hatte seiner Ermordung zugestimmt. Und an jenem Tag erhob sich eine große Verfolgung gegen die Gemeinde in Jerusalem, und alle zerstreuten sich in die Gebiete von Judäa und Samaria, ausgenommen die Apostel. (Apostelgeschichte 8,1)

Wenige Verse zuvor lernten wir den Mann kennen, der die Hinrichtung von Stephanus, dem ersten Märtyrer des christlichen Glaubens, überwachte (Apostelgeschichte 7,58). In Apostelgeschichte 8,1 wird die Geschichte von Saulus fortgesetzt, wobei wir zunächst erfahren, dass Saulus dem Tod von Stephanus zustimmte. Die deutsche Übersetzung ist wahrscheinlich nicht deutlich genug. Der Gedanke hinter dem altgriechischen Wort suneudokeo ist “gutheißen, zufrieden sein mit”. Manche Menschen beteiligen sich nur widerwillig an der Verfolgung anderer, aber Saulus gehörte nicht dazu; er hatte Freude daran, Christen anzugreifen und sogar zu töten.

Bringing Good from Pressing and Pain

Saulus von Tarsus – den die meisten von uns unter seinem römischen Namen Paulus kennen – bedauerte diese Verfolgung der Gemeinde später zutiefst. Später schrieb er, „ich bin der geringste von den Aposteln, der ich nicht wert bin, ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe“ (1. Korinther 15,9).

Der Tod von Stephanus war nur der Anfang, der Beginn einer großen Verfolgung, die sich gegen die Gemeinde richtete. Die Schleusen der Gewalt gegen die Christen waren nun geöffnet worden, und Saulus war nur einer von vielen Verfolgern. Zuvor waren einzelne Apostel verhaftet, geschlagen und verfolgt worden. Jetzt musste jeder Gläubige befürchten Gewalt zu erfahren, oder sogar umgebracht zu werden.

Im Jahr 1956 ermordeten Eingeborene am Ufer eines Flusses im Dschungel von Ecuador fünf Missionare, die gekommen waren, um ihnen von Jesus zu erzählen. Für viele schien dieser Tod eine sinnlose Tragödie zu sein. Viele sahen nur die fünf jungen Missionare, deren berufliche Laufbahn früh beendet wurde, oder die fünf Witwen und vaterlosen Kinder. Aber Gott hat durch diese fünf Männer sogar in ihrem Tod noch ein erstaunliches Werk vollbracht, und der Segen hallte noch lange in Menschen wie Elisabeth Elliot – der Witwe eines der Märtyrermissionare – nach.

In ähnlicher Weise mag auch der Tod von Stephanus auf den ersten Blick sinnlos erscheinen. Sein noch junges Leben, und sein energischer und wortgewandter Einsatz für die Gemeinde wurde abrupt beendet. Sein Dienst schien gescheitert zu sein – niemand wurde unmittelbar zum Glauben gebracht, und alles, was dabei herauskam, war noch mehr Verfolgung. Doch wie so oft wurde das Blut der Märtyrer zum Samen der Gemeinde.

Danach wurden sie über alle benachbarten Gebiete verstreut. Nun waren die Christen gezwungen, das zu tun, was sie bisher nur zögerlich getan hatten – die Botschaft Jesu in die umliegenden Regionen zu tragen. In Apostelgeschichte 1,8 sagte Jesus seinen Nachfolgern deutlich, dass sie über Jerusalem hinausschauen und das Evangelium nach Judäa, Samarien und in die ganze Welt bringen sollten. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Nachfolger Jesu dies nicht getan.

Das Gute, was daraus hervorging zeigt uns, dass Gott schmerzhafte und drängende Umstände nutzen kann und wird, um sein Volk so zu führen, wie es seinem Willen entspricht. Manchmal müssen wir aus unserem Zustand, in dem wir es uns bequem gemacht haben, herausgerüttelt werden, bevor wir das tun, was Gott von uns will. Wenn Gott es zulässt, dass wir aufgerüttelt werden, dass wir unter Druck geraten oder dass wir Schmerzen erleiden, dann vergiss bitte nicht, nach dem Sinn seines Tuns zu suchen. Es könnte etwas sein, was viel größer ist, als Du es je Dir hättest träumen lassen.

Living the Life of a Martyr

Als Märtyrer leben

Und sie steinigten den Stephanus, der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf! Und er kniete nieder und rief mit lauter Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und nachdem er das gesagt hatte, entschlief er. (Apostelgeschichte 7:59-60)

Stephanus wurde angeklagt, verhaftet und vor Gericht gestellt. Er antwortete dem Hohen Rat, und Stephanus musste ihre wütende und gewalttätige Reaktion ertragen. Am Ende des Ganzen steinigten sie Stephanus, als er Gott anrief und sagte: “Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.” Das Leben von Stephanus endete auf dieselbe Weise, wie er es gelebt hatte: Im völligen Vertrauen auf Gott und im Glauben, dass Jesus im kommenden Leben für ihn sorgen würde.

Als er starb, sagte Stephanus etwas mit lauter Stimme – jeder konnte es hören. Er sagte: “Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an”. Stephanus zeigte die gleiche vergebende Haltung, die Jesus am Kreuz gezeigt hatte (Lukas 23,34). Stephanus bat Gott darum, seinen Anklägern zu vergeben, und er sprach dies laut und öffentlich aus.

Living the Life of a Martyr

Gott erhörte das Gebet von Stephanus und benutzte es, um das Herz eines Mannes zu berühren, der seiner Steinigung tatkräftig zustimmte – auch wenn der Mann nicht wusste, dass das Gebet das Stephanus gesprochen hatte, erhört worden war. Wenn wir in den Himmel kommen, sollten wir Stephanus für jeden Segen danken, der durch den Dienst von Saulus von Tarsus in die Welt gebracht wurde.

Gott hat das Gebet von Stephanus erhört, und Paulus ist der Beweis dafür. Dieser erste Märtyrer des christlichen Glaubens war kein Übermensch, aber er war ein Mensch, der voll und ganz vom Heiligen Geist erfüllt war. Viele von uns haben kaum eine Vorstellung davon, wie sehr wir von Gott benutzt werden können, wenn wir in der Kraft des Heiligen Geistes wandeln. Gott benutzt sogar unser Leid zu seiner Ehre.

Schauen Dir an, wie Lukas den Tod von Stephanus beschreibt: “Er entschlief”. Damit wird das Ableben des Stephanus so liebevoll wie möglich beschrieben. Anstatt einfach zu sagen, dass er gestorben ist, heißt es, dass er lediglich entschlafen ist – mit der Vorstellung, dass er in einer viel besseren Welt aufgewacht ist.

Stephanus schlief ein, aber die Gemeinde musste nun aufwachen. Sein Tod war nur der Anfang einer noch größeren Verfolgung, die kommen sollte. Es sollte ein Kampf werden, der mit Leid, aber auch mit der Ehre Gottes gefüllt sein würde.

Stephanus war der erste Märtyrer des christlichen Glaubens. Mir gefällt die Sichtweise von G. Campbell Morgan über den Märtyrertod von Stephanus. Er schrieb, dass die Verfolgung keine Märtyrer macht, sondern sie offenbart. Stephanus hatte das Herz eines Märtyrers – eines Zeugen, eines Menschen, der bereit war, um seines Zeugnisses für Jesus willen zu sterben – bevor er gesteinigt wurde. Wie Morgan schrieb, war Stephanus “der erste Märtyrer, der sein Zeugnis mit seinem Blut besiegelte”.

Die meisten von uns werden als Märtyrer sterben. Aber jeder von uns kann das Leben eines Märtyrers leben, und treu am Zeugnis dessen, wer Jesus ist und was er getan hat, um uns zu retten festhalten. Bitte Gott heute darum, diese Treue in Dir zu erwecken.

The First Martyr

Der erste Märtyrer

Sie aber schrien mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los; und als sie ihn zur Stadt hinausgestoßen hatten, steinigten sie ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. (Apostelgeschichte 7,57-58)

Für den Hohen Rat war es einfach zu viel. Es war zu viel, als Stephanus ihre allgemein bekannten Sünden aufdeckte: die Ablehnung derer, die Gott geschickt hatte, um sie zu befreien, und ihren Götzendienst im Tempel. Es war zu viel, als Stephanus sah, dass der Himmel geöffnet war und Jesus zur rechten Gottes stand.

Weil das alles zu viel für sie war, schrien sie. Das heißt, sie schrien mit lauter Stimme. Der Hohe Rat reagierte schnell und heftig. Als Jesus vor demselben Rat erklärte, dass er zur Rechten Gottes sitzen würde, reagierten sie ähnlich (Matthäus 26,64-66).

The First Martyr

Sie schrien nicht nur mit lauter Stimme. Sie hielten sich auch die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los. Die Reaktion der Mitglieder des Hohen Rat scheint extrem zu sein, ist aber für diejenigen, die Gott ablehnen und im religiösen Wahn versunken sind typisch. Sie weinten vor Schmerz und hielten sich angesichts der Offenbarung Gottes, die sie als Gotteslästerung betrachteten, die Ohren zu.

Es ist eine gefährliche Sache, religiös zu sein, ohne eine echte Beziehung zu Jesus Christus zu haben. Damit erfüllt sich, wovor Jesus in Johannes 16,2-3 gewarnt hat: “Es kommt sogar die Stunde, wo jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst zu erweisen. Und dies werden sie euch antun, weil sie weder den Vater noch mich kennen.“

Dann stießen sie ihn aus der Stadt und steinigten ihn: Wie groß ihre Wut war, zeigte sich daran, dass sie Stephanus, ohne Rücksicht auf das römische Recht und nach traditioneller jüdischer Sitte (durch eine Steinigung) umbrachten.

Der Kommentator F.F. Bruce zitierte ein jüdisches Schriftstück aus dem zweiten Jahrhundert, um die Steinigung zu erklären. Zuerst gaben sie dem Verurteilten die Gelegenheit, zu gestehen. Dann zogen sie ihm die Kleidung aus. Dann stieß ihn einer der Zeugen des Verbrechens von einer Anhöhe herunter. Wenn ihn das nicht tötete, ließ der zweite Zeuge einen schweren Stein auf die Brust des Verurteilten fallen. Wenn ihn das nicht tötete, bewarfen sie den Verurteilten so lange mit Steinen, bis er tot war.

Bei all dem legten die Zeugen ihre Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus hieß. Ein Mann namens Saulus war der Leiter der ganzen Aktion. Der Ausdruck “junger Mann” bedeutet wörtlich “ein Mann in seinen besten Jahren”. Er war mit ziemlicher Sicherheit ein Mitglied des Hohen Rats und befürwortete die Hinrichtung von Stephanus von ganzem Herzen.

Stephanus war der erste christliche Märtyrer. Sein Tod war für die junge Gemeinde ein Schock. Doch Gott ließ Stephanus nicht im Stich; Jesus nahm ihn in der Herrlichkeit auf und nutzte seinen Tod, um viele in das Reich Gottes zu führen. Das Sprichwort der jungen Gemeinde hat sich bewahrheitet: Das Blut der Märtyrer wurde zum Samen für die Ernte der Gemeinde.

In Jesus ist unser Leid nie vergeblich.

Jesus Standing By

Jesus steht bereit

Grinding Teeth

Zähneknirschen

Good Accusations

Gute Anschuldigungen

Da stifteten sie Männer an, die sagten: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und Gott! Und sie wiegelten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf und überfielen ihn, rissen ihn fort und führten ihn vor den Hohen Rat. Und sie stellten falsche Zeugen, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, Lästerworte zu reden gegen diese heilige Stätte und das Gesetz! Denn wir haben ihn sagen hören: Jesus, der Nazarener wird diese Stätte zerstören und die Gebräuche ändern, die uns Mose überliefert hat! (Apostelgeschichte 6:11-14)

Es ist nie schön, zu Unrecht beschuldigt zu werden, aber selbst in falschen Anschuldigungen kann etwas Gutes stecken. Das sehen wir in Apostelgeschichte 6, als Stephanus – ein bis dahin nicht groß in Erscheinung getretener Diener in der Urgemeinde – zu Unrecht angeklagt wurde.

Stephanus hat mutig gepredigt, und Gott hat Wunder durch ihn gewirkt. In Apostelgeschichte 6,10 heißt es, über die Gegner des Stephanus “Und sie konnten der Weisheit und dem Geist, in dem er redete, nicht widerstehen.”. Sie wollten die Botschaft von Stephanus verhindern. Also stifteten sie heimlich Männer an, falsche Vorwürfe zu erheben.

Good Accusations

Normalerweise könnte Lukas nicht wissen, wozu sie die Männer heimlich anstifteten. Möglicherweise wusste er es, weil sich ein Mann namens Saulus von Tarsus unter den Gegnern befabnd. Saulus (der als Apostel Paulus bekannt wurde) könnte Lukas davon erzählt haben.

Auf diese Weise wiegelten sie das Volk auf. Die Gegner von Stephanus konnten nichts gegen die Anhänger Jesu unternehmen, solange sie nicht die öffentliche Meinung auf ihrer Seite hatten. Zuvor hatte sich die Verfolgung der Apostel in Grenzen gehalten, weil das Volk auf ihrer Seite war (Apg 2,47; 5,26).

Die öffentliche Meinung lässt sich leicht beeinflussen. Die Menschenmenge, die die Apostel liebte (Apostelgeschichte 2:47, 5:26), verurteilte Stephanus hier. Deshalb sollten wir niemals zulassen, dass die öffentliche Meinung die Vision oder den Fokus der Kirche bestimmt, sondern sie auf Gottes ewigem Wort beruhen lassen.

Wenn wir uns die Anklagen gegen Stephanus ansehen, so konzentrierten sie sich alle darauf, dass Stephanus sich gegen den Gott Israels, Mose, das Gesetz und den Tempel ausgesprochen hatte. In den Anschuldigungen wurden Wahrheiten, die Stephanus eindeutig lehrte, nämlich dass Jesus der Messias war und größer als Mose, verdreht. An den konkreten Anschuldigungen können wir erkennen, dass Stephanus eindeutig lehrte, dass:

– Jesus größer als Mose war (gotteslästerliche Worte gegen Mose).

– Jesus Gott war (lästernde Worte gegen… Gott).

– Jesus größer als der Tempel war (lästernde Worte gegen diesen heiligen Ort).

– Jesus die Erfüllung des Gesetzes war (lästernde Worte gegen… das Gesetz).

– Jesus größer als ihre religiösen Bräuche und Traditionen war (Jesus von Nazareth wird diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern).

Stephanus sprach sich mit keinem Wort gegen Mose und Gott aus, aber die Art und Weise, wie er Jesus lobte und pries, wurde von seinen Feinden verdreht. Stephanus sprach nie lästernde Worte gegen diesen heiligen Ort (den Tempel), aber er weigerte sich, ihn zu einem Götzen zu machen, wie es einige jüdische Menschen zu jener Zeit taten.

Das Gute daran ist, dass viele dieser falschen Anschuldigungen auch gegen Jesus erhoben wurden (Matthäus 26:59-61). Es ist gut, wenn man der gleichen Dinge beschuldigt wird, derer Jesus beschuldigt wurde. Selbst wenn die Anschuldigungen falsch sind, befindest Du Dich in guter Gesellschaft!

 

Doing the Right Thing

Das Richtige tun

Und das Wort gefiel der ganzen Menge, und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia. Diese stellten sie vor die Apostel, und sie beteten und legten ihnen die Hände auf. Und das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger mehrte sich sehr in Jerusalem; auch eine große Zahl von Priestern wurde dem Glauben gehorsam. (Apostelgeschichte 6,5-7)

Es ist nicht leicht, mit Problemen in der Gemeinde umzugehen, besonders wenn sich eine Gruppe schlecht behandelt fühlt. Aber als es in Apostelgeschichte 6, einen Streit über die Behandlung von christlichen Witwen aus dem griechischen Kulturkreis gab, führte der Heilige Geist die Apostel zu der richtigen Lösung.

Die Lösung war so gut, dass sie die ganze Menge zufrieden stellte. Beide Seiten waren zufrieden!  Wir können nicht sagen, dass dies eine gute Entscheidung war, nur weil sie den Leuten gefiel. Doch Gott bestätigte die Weisheit der Apostel durch die Zustimmung des Volkes.

Doing the Right Thing

Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, nennt die sieben Männer bei ihren Namen. Sie hatten alle griechische Namen, was zeigt, dass sie wahrscheinlich selbst Hellenisten waren. Die Ernennung von Hellenisten, die sich um die Verteilung der Witwen kümmern sollten, zeugte von großer Sensibilität gegenüber den gekränkten Hellenisten.

Nachdem die sieben Männer ausgewählt worden waren, beteten sie für sie und legten ihnen die Hände auf. Es war wichtig, ihnen die Hände aufzulegen, auch wenn sich ihr Dienst hauptsächlich auf die praktischen Bedürfnisse der Witwen bezog. Ein praktischer Dienst ist ein geistlicher Dienst. Es ist das gleiche griechische Wort, dass sowohl für die Verteilung (Apg 6,1) als auch für den Dienst (Apg 6,4) verwendet wird. Bei diesem Wort geht es an beiden Stellen um den Dienst in der Gemeinde, sei es auf praktische oder geistliche Weise.

Schau dir das wunderbare Ergebnis an: Das Wort Gottes breitete sich aus, und die Zahl der Jünger in Jerusalem nahm stark zu. Wenn man bedenkt, was alles hätte schief gehen können, als Satan versuchte, der Gemeinde durch Spaltung Schaden zuzufügen, ist es wunderbar, dass alle Beteiligten das Richtige taten.

Diejenigen, die sich beschwerten, nämlich die Hellenisten, taten das Richtige: Sie wiesen auf das Bedürfnis hin, anstatt zu klagen und zu jammern, und sie vertrauten auf die Lösung der Apostel.

Die anderen, nämlich die Hebräer, taten das Richtige: Sie erkannten, dass die Hellenisten ein berechtigtes Bedürfnis hatten, und sie vertrauten auf die Lösung der Apostel.

Die sieben Auserwählten taten das Richtige: Sie nahmen die Berufung zu einem Dienst in der Gemeinde an, der nach außen hin nicht besonders viel hermachte.

Die Apostel taten das Richtige: Sie reagierten auf das Bedürfnis, ohne sich von ihrer zentralen Aufgabe ablenken zu lassen.

Die Strategie Satans schlug fehl. Er versuchte, die Gemeinde zu spalten, und es funktionierte nicht. Auch die zweite Strategie Satans schlug fehl. Die Apostel ließen sich nicht von der eigentlichen Aufgabe ablenken, die Gott für sie vorgesehen hatte – sich auf das Wort Gottes und das Gebet zu konzentrieren.

Die ganze Sache hatte eine so positive Außenwirkung, dass sogar viele der Priester dem Glauben gehorsam waren – viele Priester kamen zu Jesus!

Wenn wir uns in Zeiten möglicher Spaltungen befinden, lasst uns das Richtige tun – und Gott dabei zusehen, wie er sein großes Werk tut.