Knowing Whom You Pray To

Wissen zu wem man betet

Als sie aber freigelassen waren, kamen sie zu den Ihren und verkündeten alles, was die obersten Priester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten. Und als sie es hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was darinnen ist. (Apostelgeschichte 4,23-24)

Gott hatte etwas mächtiges in und durch Petrus und Johannes gewirkt. Sie standen vor einem Rat wichtiger Männer, die von ihnen verlangten, dass sie aufhören sollten Jesus zu verkündigen. Petrus und Johannes wollten damit nicht aufhören, und der Rat konnte sie nicht aufhalten. Alles was sie tun konnten war, Petrus und Johannes zu drohen und sie dann freizulassen.

Knowing Whom You Pray To

Als Petrus und Johannes auf die anderen Jünger trafen, verkündeten sie alles, was die oberen Priester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten. Sie hatte gute Nachrichten. Man kann sich vorstellen wie sie sagten: „Wir konnten ihnen von Jesus erzählen! Sie erkannten, dass wir wie Jesus sind! Und sie sagten uns, dass wir anderen nicht von Jesus erzählen sollen!“

Als Reaktion auf diesen aufregenden Bericht hatte die frühe Christengemeinschaft ein Gebetstreffen. Diese wichtigen Ereignisse führten sie ins Gebet. Das sollte auch bei uns so sein!

Zuerst erhoben sie ihre Stimme. Das heißt, dass sie laut beteten. Natürlich ist es möglich, leise in Gedanken zu beten, doch man bündelt seine Aufmerksamkeit besser, wenn man laut spricht beim beten.

Das Wort „Stimme“ steht hier im Singular. Das bedeutet, dass sie nicht alle gleichzeitig redeten. Bei diesem Gebetstreffen betete immer eine Person, und die anderen stimmten diesem zu, so dass sie wirklich mit einer Stimme beteten.

Als nächstes beteten sie einmütig. Das bedeutet, dass sie als Einheit beteten. Es gab keinen Zank und Streit unter ihnen. Es gab keine Gruppe, die sagte: „Wir sollten für dieses beten“ und eine andere, die sagte: „wir sollten für jenes beten.“ Sie waren derselben Meinung.

Sie sprachen Gott an mit: Herr, du bist Gott. Sie begannen damit, sich daran zu erinnern zu wem sie beteten. Sie beteten zu dem Herrn der ganzen Schöpfung, dem allmächtigen Gott.

Das Wort Herr in Apostelgeschichte 4,24 ist nicht das Wort, das sonst meistens im Neuen Testament für „Herr“ benutzt wird. Es ist das griechische Wort despotes. Das deutsche Wort „Despot“ kommt daher. Despotes war ein Wort für einen Sklavenbesitzer oder einen Herrscher, der eine solche Macht besitzt, dass diese nicht in Frage gestellt werden kann. Sie beteten mit Macht und Zuversicht, denn sie wussten, dass Gott die Kontrolle hat.

Wenn wir beten, vergessen wir oft, wer es ist, zu dem wir beten. Oder schlimmer noch, wir beten zu einem imaginären Gott unserer eigenen Vorstellung. Die Jünger hatten Macht im Gebet, weil sie wussten, zu wem sie beteten.

Bete heute – doch stelle sicher, dass du zu dem Gott betest, der wirklich existiert, der mächtige Gott, den die Bibel uns offenbart. Bete nicht zu einem Gott deiner Phantasie.

 

God Before Man

Gott vor Mensch

Aber Petrus und Johannes antworteten ihnen und sprachen: Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott! Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben! (Apostelgeschichte 4,19-20)

Ein Rat wichtiger und mächtiger Männer saß zusammen, um über Petrus und Johannes zu richten. Diese wichtigen Männer kontrollierten anscheinend die Situation, doch das kümmerte Petrus und Johannes nicht. Sie waren kühn in Jesus Christus und weigerten sich, sich den Drohungen des Rats zu beugen.

God Before Man

Durch die Macht des Heiligen Geistes gab Gott ihnen die Worte für den Moment. Jesus hatte in Lukas 12,11-12 versprochen: Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Fürsten und Obrigkeiten führen, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen sollt. Diese Worte von Petrus und Johannes waren die Erfüllung dieses Versprechens.

Sie sagten: Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen als Gott! Es war selbstverständlich, dass sie Gott mehr gehorchen sollten als Menschen. Das ist ein wichtiges Prinzip. Gott hat bestimmte Autoritäten legitimiert. Man sieht solche Autoritäten zuhause, in der Gemeinde und in der Stadt. Gott will, dass wir diese Autoritäten respektieren und ihnen gehorchen, aber niemals im absoluten Sinn. Wenn das, was wir tun sollen, dazu führt, dass wir Gott gegenüber ungehorsam sind, dann müssen wir Gott gehorchen. Wir müssen erst auf Gott hören, bevor wir auf menschliche Autoritäten hören.

Mutig erklärten Petrus und Johannes: Denn es ist uns unmöglich, nicht von dem zu reden. Petrus und Johannes mussten darüber reden, was sie gesehen und gehört hatten. Sie mussten, nicht nur wegen dem inneren Drang durch den Heiligen Geist, sondern auch wegen dem Gebot von Jesus. In Apostelgeschichte 1,8 gab Jesus allen Seinen Jüngern das Gebot: ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem.

Was sollten sie sagen? Sie sollten darüber reden, was sie gesehen und gehört hatten. Das war keine Botschaft, die sie selbst erfunden hatten. Es war die Botschaft über Jesus – wer Er ist und was Er tat um die verlorene Menschheit zu retten. Es war keine selbstgemachte Botschaft; sie gaben nur weiter, was sie selbst gesehen hatten.

Es gibt Dinge, die sind so gut, dass wir niemals aufhören sollten, darüber zu reden. Die Größe von Jesus, unserem Messias, und was Er tat um uns zu retten ist sicherlich das größte davon. Wir sollten uns nicht nur weigern aufzuhören davon zu reden, sondern mit Gottes Hilfe auch Gott mehr als den Menschen zu gehorchen. In der Angst vor Menschen zu leben ist unter der Würde von Gottes Kindern und ist Götzendienst. Wir zeigen Respekt wo es angebracht ist, aber wir hören zuerst auf Gott, vor jeder menschlichen Autorität.

 

What Shall We Do to These Men

Was sollen wir mit diesen Menschen tun?

Da befahlen sie ihnen, aus dem Hohen Rat hinauszugehen, und beratschlagten miteinander und sprachen: Was sollen wir mit diesen Menschen tun? Denn daß ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Bewohnern von Jerusalem bekannt, und wir können es nicht leugnen. Aber damit es sich nicht weiter unter dem Volk verbreitet, wollen wir ihnen ernstlich drohen, damit sie künftig zu keinem Menschen mehr in diesem Namen reden! (Apostelgeschichte 4,15-18)

Ich liebe diese Szene, in der die religiösen Führer in Jerusalem verzweifelt überlegen, was sie mit dem „Problem“, das die Jünger Jesu für sie darstellten, tun sollten. Während Seines Dienstes auf der Erde war Jesus ein Problem für diese religiösen Führer – diese Gruppe spielte auch eine Rolle bei dem Beschluss, Jesus kreuzigen zu lassen. Nun war Jesus nicht mehr bei Seinen Jüngern um zu lehren, und sie hatten ein noch größeres Problem mit den Nachfolgern von Jesus.

What Shall We Do to These Men

In ihrer Verzweiflung mussten diese Männer in Bezug auf die Macht Jesu zugeben: wir können es nicht leugnen. Das offenbart ihre verdorbenen Herzen. Sie wussten, dass im Namen Jesu tatsächlich ein Wunder geschehen war; doch sie weigerten sich, sich dem Gott unterzuordnen, der das Wunder bewirkt hatte.

Alles was sie tun konnten war, zu drohen und zu hoffen, dass die gute Botschaft von Jesus sich nicht weiter unter dem Volk verbreitet. Ihre Furcht vor der Verbreitung der guten Botschaft von Jesus wurzelte in ihrer eigenen sündhafte Selbstsucht, nicht in dem Wunsch das Volk zu schützen.

Bemerke die Verzweiflung in ihren Worten: Was sollen wir mit diesen Menschen tun? Es war ein Problem, das sie nicht lösen konnten. Diese Menschen reagierten nicht auf ihre Drohungen und Einschüchterungen.Diese Menschen wussten, wie ihr Herr und Retter behandelt worden war, doch sie hatten keine Angst. Diese Menschen zeigten die Macht Gottes in und durch ihr Leben. Man kann Männer und Frauen, die Jesus Christus hingegeben sind, nicht besiegen! Ihnen wurde befohlen, nicht mehr über Jesus zu reden, doch jeder wusste, dass sie damit weitermachen würden.

Da ist noch etwas wunderbares an der Geschichte aus Apostelgeschichte 4. Wir sehen das an den Worten: sie beratschlagten miteinander. Woher wusste Lukas worüber die Männer diskutierten, nachdem die Jünger den Raum verlassen hatten? Lukas fand es wahrscheinlich heraus, denn ein Mitglied dieses Rates wurde später Christ: Saulus von Tarsus. Apostelgeschichte 26,10 gibt uns Grund dafür zu glauben, dass Paulus (Saulus) ein Mitglied dieses Rates war, und gegen das frühe Christentum stimmte.

Wenn das wahr ist, hatten Petrus und Johannes keine Ahnung, dass sie einem zukünftigen Apostel und einem der größten Missionare, die die Gemeinde je gesehen hat, predigten. Es ist ein Beispiel dafür, dass wir uns nicht vorstellen können, auf welch großartige Weise uns Gott gebrauchen kann.

 

They Had Been with Jesus

Sie waren mit Jesus

Als sie aber die Freimütigkeit von Petrus und Johannes sahen und erfuhren, daß sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten, daß sie mit Jesus gewesen waren. (Apostelgeschichte 4,13)

Petrus und Johannes standen vor einem Gremium religiöser Führer. Die mächtigen Männer sahen die Freimütigkeit von Petrus und Johannes, doch sie bemerkten auch noch etwas anderes – nämlich dass sie ungelehrte Leute und Laien waren.

Petrus und Johannes waren sicher nicht ungebildet – sie hatten zwar, so wie Jesus vor ihnen, keine Ausbildung durch Rabbiner nach den Gebräuchen und Standards jener Zeit gehabt, doch sie waren auf mindestens zwei Arten gebildet: sie kannten die Schriften, und sie sind mit Jesus gewesen.

They Had Been with Jesus

Diese Art von Ausbildung war wichtiger als die Gebräuche und Standards jener Zeit. Die Wahrheit, dass das Kennen der Bibel und eine echte Beziehung zu Jesus ist wichtiger ist als eine formelle Ausbildung und Abschlüsse, hat sich in den Leben von Gottes Dienern immer wieder bewiesen. Sie zeigt sich in echten Dienern Gottes wie Charles Spurgeon, D.L. Moody, William Carey, D. Martyn Lloyd-Jones und Hudson Taylor.

Doch es ist hilfreich, sich daran zu erinnern, dass Gott auch viele Menschen gebrauchte, die eine gute Ausbildung hatten. Mose, Daniel und Paulus sind biblische Beispiele dafür. Augustinus, Martin Luther und Billiy Graham sind einige historische Beispiele. Es ist genauso falsch zu denken, eine gute Ausbildung diqualifiziere einen für den effizienten Dienst, als auch zu glauben, dass diese uns automatisch dafür qualifiziere.

In Apostelgeschichte 4 kam die Freimütigkeit von Petrus und Johannes durch die Tatsache, dass sie mit Jesus gewesen waren, sie waren von Natur aus freimütig. Wenn man ein Diener des allmächtigen Gottes ist, muss man sich nicht vor dem Gericht der Menschen fürchten. 

Es ist interessant zu sehen, was die Jüdischen Führer nicht taten: sie machten keinen Versuch, die Auferstehung Jesu zu widerlegen. Wenn das möglich gewesen wäre, dann zu diesem Zeitpunkt. Ein Beweis dafür, dass Jesus nicht von den Toten auferstanden wäre, hätte das frühe Christentum zerstört. Doch diese religiösen Leiter konnten den Fakt der Auferstehung nicht widerlegen.

Sie erkannten, daß sie mit Jesus gewesen waren: Das heißt, dass die freimütige Exklusivität von Apostelgeschichte 4,12 an die strahlende Liebe von Jesus gekoppelt war. Wenn wir keinen anderen Namenpredigen, sollten wir auch deutlich machen, dass wir mit Jesus waren.

Als die Christen stärker und mächtiger wurden und das Christentum eine Institution wurde, haben Christen Menschen oft eingesperrt und ihnen gesagt sie sollen ruhig sein, haben sie bedroht und ihnen manchmal Gewalt angetan. Das ist kein Zeichen, dass sie mit Jesus waren.

Die Leute sollten direkt zu Jesus gehen, doch oft tun sie das nicht. Den einzigen Jesus, den sie je sehen werden, ist der Retter, der in unseren Leben strahlt. Lebe heute mit Gottes Hilfe auf eine Art, die deutlich macht, dass du mit Jesus bist.

 

No Other Name

Kein anderer Name

Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen! (Apostelgeschichte 4,12) 

Es war eine mutige Predigt von Petrus. Er sprach zu den mächtigsten Männern des Staates und sagte ihnen, dass Jesus Christus der einzige Weg zur Erlösung ist, der einzige Weg, um mit Gott ins Reine zu kommen.

No Other Name

Der Heilige Geist hatte eine bemerkenswerte Verwandlung in Petrus vorgenommen. Derselbe Mann, der nur wenige Wochen zuvor Angst davor hatte auch nur zu sagen, dass er Jesus kannte, verkündigte nun, dass Jesus Christus der einzige Weg war, um mit Gott ins Reine zu kommen. Weil er mit dem Heiligen Geist gefüllt war (Apostelgeschichte 4,8), hatte Petrus keinen Geist der Furcht – er hatte den Geist der Macht und der Liebe und einen klaren Verstand (2. Timotheus 1,7).

Durch den Heiligen Geist inspiriert betonte Petrus folgendes:

  • Es gibt keine Errettung in irgendeinem anderen Namen als Jesus (Und es ist in keinem anderen das Heil)
  • Es gibt absolut keinen anderen Namen, der retten kann (denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben)
  • es ist erforderlich, dass wir mit Gott ins Reine kommen (in dem wir gerettet werden sollen)

Die Welt hasst diese Art von Reden. Vielen Leuten macht es nichts aus, wenn du von Jesus als einen von vielen Wegen redest, um zu Gott zu kommen. Aber wenn du glaubst und sprichst, was die Bibel sagt – dass es in keinem anderen das Heil gibt – dann wirst du ausgelacht, gehasst und missachtet.

Viele reagieren instinktiv: „Gibt es irgendeinen Weg, wie ich mich selber retten kann? Ist Jesus nicht für solche, die sich nicht selber retten können?“ Nein. Wenn du errettet werden willst, wenn du mit Gott ins Reine kommen willst, dann wird Jesus das machen.

Diese starke Aussage von Petrus zeigt uns auch, dass er verstanden hatte, das Jesus in der Tat Gott war. Das Alte Testament sagt deutlich, dass Gott der einzige Retter ist (Jesaja 43,11 und 45,21). Wenn Jesus der einzige Retter ist, dann ist Jesus Gott!

Wenn du dir wünschst, dass jeder errettet wird, oder dass es viele Wege in den Himmel gibt, oder dass man das Beste eines jeden Glaubens nehmen kann und das miteinander vermischt – dann kannst du das tun. Du kannst solche Dinge glauben und musst dann die Konsequenzen tragen; aber behaupte nicht das sei die Lehre der Bibel.

Erinnere dich heute an das, was die Bibel über den Namen Jesus sagt: denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen.

 

Chief Cornerstone

Der Eckstein

So sei euch allen und dem ganzen Volk Israel bekanntgemacht, daß durch den Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt habt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, daß dieser durch Ihngesund vor euch steht. Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verworfen wurde, der zum Eckstein geworden ist. (Apostelgeschichte 4,10-11)

 Petrus predigte zu den religiösen Führern Jerusalems und erzählte ihnen mutig von Jesus Christus. Dabei nahm er Worte aus Psalm 118,22 und wendete sie auf Jesus an. Er sagte ihnen, dass auch wenn Jesus von den Menschen – von ihnen – abgelehnt wurde, Er doch von Gott, dem Vater, erhöht war.

Chief Cornerstone

Dieses Zitat aus Psalm 118,22 hat eine besondere Stellung in der Bibel. Es ist eine starke und wichtige Aussage im Neuen Testament über die Person und das Werk Jesu. Jesus spricht selbst davon in Matthäus 21,42; Markus 12,10-11 und Lukas 20,17. Petrus zitiert das hier in Apostelgeschichte 4,11. Paulus wies auf diesen Vers in Epheser 2,20 hin, und Petrus bezieht sich noch einmal darauf in 1. Petrus 2,7-8. Kein Text im Alten Testament wird häufiger im Neuen Testament zitiert.

Das Prinzip, dass der Eine, der abgelehnt wurde, zum Eckstein wird, findet sich bei vielen biblischen Charakteren. Es traf auf Jakob, Josef und David zu – jeder von ihnen wurde zuerst abgelehnt und dann erhöht. Ganz sicher galt das für Jesus.

  • Sie billigten seine Herkunft nicht (Johannes 7,52)
  • Sie billigten seinen Mangel an Schulbildung nicht (Johannes 7,15)
  • Sie billigten nicht, dass er religiöse Traditionen missachtete (Lukas 6,2)
  • Sie billigten die Wahl Seiner Freunde nicht (Matthäus 9,11) 

Doch Jesus wurde zum Eckstein, auch wenn die religiösen Führer (die Bauleute) Ihn verwarfen. Gott setzte Jesus als Eckstein für Seinen großen Plan für die Ewigkeit, dass alle Dinge in Ihm gegründet und erfüllt werden.

Bemerke, dass das etwas ist, das Gott tut – den Gott auferweckt hat. Die Erhebung Jesu vom Kreuz zur Auferstehung zur rechten Hand Gottes ist allein Gottes Werk. Wer hat Jesus erhöht und über alles gesetzt? 

  • nicht die religiösen Führer – sie lehnten Ihn ab
  • nicht die Römischen Führer – sie kreuzigten Ihn
  • nicht die Juden – sie wählten einander
  • nicht die einflussreichen Nachfolger – sie beerdigten Ihn
  • nicht die hingegebenen Frauen – sie trauerten
  • Nur Gott, der Vater selber, konnte Jesus erhöhen

Und das tat Er – Gott, der Vater, erhöhte Jesus, als Er Ihn auferweckt hat von den Toten. Wir können Jesus nicht weiter erhöhen, als der Vater es tat, aber wir können den erhöhten Jesus anerkennen und Ihm die Ehre geben, die Er verdient.

 

Filled with the Holy Spirit

Gefüllt mit dem Heiligen Geist

Da sprach Petrus, vom Heiligen Geist erfüllt, zu ihnen: Ihr Obersten des Volkes und ihr Ältesten von Israel. (Apostelgeschichte 4,8)

Petrus war schon wieder in Schwierigkeiten und in einer stressigen Situation. Er stand vor wichtigen und mächtigen Männern, und es bestand die Möglichkeit, dass er zum Tod verurteilt wurde.

In diesem kritischen Moment war Petrus vom Heiligen Geist erfüllt. Petrus wurde sofort vom Geist erfüllt. Das Ergebnis davon war sein übernatürlicher Mut und seine Fähigkeit, das Evangelium in dieser wirklich gefährlichen Situation ganz deutlich mitzuteilen.

Filled with the Holy Spirit

Doch warte – war Petrus nicht schon vorher mit dem Heiligen Geist erfüllt?

Petrus war schon in Johannes 20,22 mit dem Heiligen Geist erfüllt, als er und die anderen Jünger von Jesus angehaucht wurden und Jesus zu ihnen sagte: „Empfangt den Heiligen Geist.“

Petrus war auch in Apostelgeschichte 2,4 mit dem Heiligen Geist erfüllt, als er mit den Jüngern zusammen war und sie  wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.

Als Petrus also hier in Apostelgeschichte 4,8 vom Heiligen Geist erfüllt wurde, war das nicht das erste Mal und auch nicht das letzte Mal. Es war kein einmaliges Erlebnis. Es war etwas, das Gott immer weiter in seinem Leben tun wollte.

Das Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist passiert nicht einmalig und wir haben es dann für den Rest des Lebens. Es ist ein andauerndes Füllen, ein immer wieder darum Bitten und ein wiederholtes Empfangen des Geistes durch den Glauben.

Das erste Erleben des Erfülltwerdens mit dem Heiligen Geist ist eine wundervolle und bedeutenden Erfahrung und wird oft die Taufe mit dem Heiligen Geist genannt (Matthäus 3,11; Apostelgeschichte 1,5 und 11,16). Diese Erfahrung ist für jeden Gläubigen wertvoll und wichtig.

Viele unsere Schwächen, unserer Niederlagen und Lethargie können der Tatsache zugesprochen werden, dass wir nicht ständig mit dem Heiligen Geist gefüllt sind.

In Epheser 5,18 schrieb der Apostel Paulus inspiriert vom Geist: „werdet voll Geistes.“ Die Grammatik des Altgriechischen des Ausdrucks, den Paulus hier benutzt, deutet auf zwei wichtige Dinge hin. Erstens steht das Verb „werdet voll“ im Passiv, das heißt, man kann es nicht selber herbeiführen. Wir dürfen niemals ein Erlebnis mit dem Heiligen Geist selber „produzieren“ oder „fälschen“. Das bringt Gott keine Ehre und hilft auch keinem, auch uns nicht.

Zweitens ist das Verb aus Epheser 5,18 ein Imperativ, es ist also keine Option – es ist ein Gebot! Wir sollten es nie so sehen, dass manche Christen „besser“ und andere „schlechter“ sind, weil sie diese oder jene Erfahrung mit dem Heiligen Geist gemacht haben. Wir sollten einfach immer wieder zu Gott kommen und Ihn darum bitten, dass Er und mit dem Heiligen Geist erfüllt.

Petrus wurde oft mit dem Geist erfüllt. Trifft das auch auf dich zu?

 

Luther at Worms

Das Richtige auf falsche Weise

Es geschah aber am folgenden Morgen, daß sich ihre Obersten und Ältesten und Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten, auch Hannas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlecht waren. Und sie stellten sie in ihre Mitte und fragten sie: Durch welche Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan? (Apostelgeschichte 4,5-7)

Ich habe nur wenige Male in meinem Leben vor einem Richter oder anderen Autoritäten gestanden. Ich musste ein paar Mal vor Gericht wegen kleinerer Verkehrsdelikten, doch das war nichts schlimmes. Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie sich Petrus und Johannes in diesem Moment fühlten.

Die Atmosphäre war spannungsgeladen als sie vor diesen Amtsinhabern standen: Oberste, Älteste, Schriftgelehrte sowie Hannas, der Hohepriester, Kajaphas, Johannes und Alexander und viele aus der Familie des Hohepriesters.

Luther at Worms

Als Martin Luther 1521 seine Lehren am Reichstag zu Worms verteidige, stand er vor einigen einschüchternden Personen: Kaiser Karl V., der Eroberer des Heiligen Römischen Reichs. Dann waren da 24 Fürsten, 30 Erzbischöfe, Bischöfe, Äbte, 7 Botschafter und päpstliche Nuntius. Insgesamt sah sich Martin Luther 206 Personen gegenüber. Stell dir vor, du solltest von so vielen mächtigen Menschen beurteilt werden!

In Apostelgeschichte 4 stellten die wichtigen Männer Petrus und Johannes die Frage: Durch welche Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan? Sie sagten damit: „Dieses Wunder liegt weit ausserhalb eurer Macht – also wer ist dafür verantwortlich?“

Man kann eigentlich sagen, dass die Frage an sich völlig legitim war. Diese Männer waren die Wächter des Jüdischen Glaubens. Es war natürlich und angemessen, dass sie sich darüber sorgten, was am Tempelberg gelehrt wurde. Wenn dort jemand gefährliche Lügen oder Irrlehren verbreitete, war es ihre Aufgabe, das aufzuhalten.

Das Problem war nicht, dass sie nachforschten, sondern wie sie das machten. Sie taten es mit Einschüchterung und Drohung anstatt tatsächlich nach der Wahrheit zu suchen. Es war nicht falsch, dass sie von Petrus und Johannes Rechenschaft für den Aufruhr am Tempelberg verlangten. Doch wie man jemanden zur Verantwortung ruft.

Diese wichtigen Männer gingen auch falsch mit den Resulteten ihrer Ermittlungen um, wie uns Apostelgeschichte 4 noch zeigen wird.

Vielleicht bist du diese Woche verantwortlich dafür, von jemandem Rechenschaft zu einzufordern. Wenn dem so ist, dann tue das – aber pass auf, dass du es richtig machst, ohne Einschüchterungstaktiken oder Mangel an Wahrheitsfindung.

Vielleicht wird von dir diese Woche von jemandem Rechenschaft verlangt. Wenn dem so ist, richte deine Augen auf Jesus und antworte wahrheitsgemäß und mutig – so wie Petrus und Johannes es taten.

 

Unafraid, Unstoppable

Furchtlos, unaufhaltsam

Und sie legten Hand an sie und brachten sie ins Gefängnis bis zum folgenden Morgen, denn es war schon Abend. Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig, und die Zahl der Männer stieg auf etwa 5000. (Apostelgeschichte 4,3-4)

Die religiösen Führer in Jerusalem waren wütend. Petrus, Johannes und die anderen Apostel und Jünger wollten einfach nicht aufhören, die gute Nachricht von Jesus, dem Messias, zu erzählen. Sie redeten davon, wer Jesus war, und was Er für uns tat, insbesondere darüber, dass Er unsere Sünden am Kreuz auf Sich nahm und von Seiner Auferstehung.

Unafraid, Unstoppable

Die Apostel und Jünger hörten nicht auf damit, also mussten die religiösen Führer etwas tun. Die Polizei des Tempels kam zusammen mit den Priestern und den Sadduzäern, um Petrus und Johannes zu verhaften.

Nach der Verhaftung brachten sie sie ins Gefängnis bis zum folgenden Morgen. Das sollte eigentlich eine schlimme Erfahrung für die beiden sein – für jeden! Sie wurden plötzlich verhaftet. Sie wurden grob behandelt (sie legten Hand an sie), und bedroht (Apostelgeschichte 4,21). Und schließlich wurden sie ins Gefängnis gesteckt. All das sollte ihnen Angst einjagen.

Apostelgeschichte 4,21 nennt weitere Drohungen. Wenn es weiterhin Drohungen gab, muss es auch schon vorher welche gegeben haben. Sie haben vielleicht Dinge gesagt wie: „Wenn ihr weiter predigt, werdet ihr verhaftet und geschlagen werden.“ „Wenn ihr weiter predigt, werden wir euren Familien etwas antun.“ „Denkt daran, was wir mit Jesus gemacht haben.“

An diesem Punkt war die Christenheit – die Bewegung der Nachfolger Jesu – noch sehr schwach.

  • sie waren nur wenige
  • sie hatten noch keine Erfahrung in Bezug auf Leiterschaft
  • ihnen war geboten nicht zurückzuschlagen; sie waren nicht militant
  • sie sahen sich Institutionen gegenüber, die schon hunderte von Jahren existierten

Schau dir an, wer alles gegen sie war in Apostelgeschichte 4. Da waren die Priester und die Sadduzäer (Apostelgeschichte 4,1), die Ältesten und die Schriftgelehrten (Apostelgeschichte 4,5), Familienmitglieder des Hohepriesters (Apostelgeschichte 4,6), aber auch der Hauptmann des Tempels (Apostelgeschichte 4,1), auch Hannas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander (genannt in Apostelgeschichte 4,6).

Es war eine beängstigende und einschüchternde Situation. Vielleicht würde die Christenheit schon direkt am Anfang zerschlagen werden.

Doch das passierte nicht. Stattdessen  wurden viele von denen, die das Wort gehört hatten, gläubig, und die Zahl der Männer stieg auf etwa 5000. Trotz des Gegenwinds, der den Christen und dem Evangelium von Jesus hier begegnete, stieg die Anzahl der Gläubigen von 3000 (Apostelgeschichte 2,41) auf 5000. Die Widerstände bremsten die Gemeinde nicht aus. Die Machtspiele, Drohungen und Einschüchterungen funktionierten nicht.

Wenn die christliche Freiheit angegriffen wird, sollten wir alles, was Gott ehrt, tun um diese Freiheit zu beschützen. Doch niemals in einem Geist der Furcht. Gottes Gemeinde kann und wird blühen, egal was sie Tore der Hölle gegen uns aufbringen. Du kannst furchtlos sein, denn du hast einen unaufhaltsamen Erretter.