Added To the Lord

Immer mehr wurden hinzugetan

Von den übrigen aber wagte keiner sich ihnen anzuschließen; doch das Volk schätzte sie hoch; und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine Menge von Männern und Frauen. (Apostelgeschichte 5,13-14)

Manchmal glauben wir, wenn die Gemeinde so leben würde wie sie sollte, wäre sie ein Magnet für alle, die noch nicht an Jesus glauben. Sie würden die Reinheit, die Macht und die Heiligkeit Gottes unter seinen Kindern sehen und sagen: „Ich möchte daran teilhaben.“

Added To the Lord

Ich vermute manchmal läuft das an manchen Orten so. Doch sicher nicht immer. Hier in Apostelgeschichte 5,13-14 war die Heiligkeit und Reinheit der Gemeinde für die Welt sichtbar, doch von den übrigen aber wagte keiner sich anzuschließen.

Jeder hatte gesehen wie Gott mit Ananias und Saphira umgegangen war und wie eifersüchtig Gott auf die Reinheit seiner Kinder achtete, also überlegten sie es sich zweimal, ob sie der Gemeinschaft beitreten sollten.

Wenn Gott seine Gemeinde so radikal reinigt, ist das schmerzhaft – sogar traumatisch. Doch eines der guten Dinge, die dann passieren ist, dass die Gläubigen ihre Zusagen nicht zu locker sehen. Es ist wahrscheinlicher, dass die Menschen eher überlegen, was es sie kosten wird, so wie Jesus es sagte (Lukas 14,25-33).

Trotz des Zögerns einiger wuchs die Gemeinde weiter. Wir lesen immer mehr wurden hinzugetan. Auch wenn die Leute wussten, dass es eine ernste Sache war ein Christ zu sein, arbeitete der Geist Gottes weiter. Immer mehr Menschen kamen zu der Gemeinschaft der Jünger Jesu hinzu.

Tatsächlich war es eine große Menge. Es war eine Menge von Frauen und Männern. Lukas wollte uns hier daran erinnern, dass die Reinigung der Gemeinde im Zusammenhang mit Ananias und Saphira keinen bleibenden Schaden hinterließ. Gottes Werk ging weiter.

Beachte die Wortwahl, die der Heilige Geist hier wählte um das zu beschreiben. Und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten. Sie wurden in erster Linie dem Herrn hinzugefügt, keiner „Kirche“, keiner Person oder einer Bewegung. Sie wurden dem Herrn Jesus selbst hinzugefügt.

Bitte verstehe folgendes: deine grundlegende Identität ist wer du als einer bist, der Jesus hinzugetan wurde.

  • Du gehörst einer bestimmten Rasse und Ethnizität an; das ist nicht deine grundlegende Identität
  • Du lebst in einem Land und bist vielleicht Mitglied einer Partei; das ist nicht deine grundlegende Identität
  • Du hast eine Ausbildung und einen gewissen wirtschaftlichen Stand; das ist nicht deine grundlegende Identität
  • Du gehörst zu einer Gemeinde oder Glaubensgemeinschaft, das ist nicht deine grundlegende Identität

Du wurdest dem Herrn hinzugefügt; du bist „in Christus“. Das ist die größte und herrlichste Identität. Erfreue dich daran, ruhe darin – und denke daran, dass es eine ernste Sache ist unter denen zu sein, die dem Herrn hinzugetan wurden.

 

Unity - A Great Miracle

Einheit – ein großes Wunder

Durch die Hände der Apostel aber geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig beisammen in der Halle Salomos. (Apostelgeschichte 5,12)

Zu dieser Zeit war die Gemeinschaft der Jünger immer noch in Jerusalem. Dort versammelten sie sich in der Halle Salomos. Diese befand sich oben am Tempelberg. Der zweite Tempel war ein massives Anwesen mit ausladenden Hallen und überdachtem Gelände. Zweifelsohne trafen sich die Christen an einem bestimmten Ort des Tempelkomplexes, der für jeden zugänglich war-

Es war eine Zeit bemerkenswerter Werke – viele Zeichen und Wunder. Es wird uns an dieser Stelle nicht gesagt, welche Zeichen und Wunder geschahen. Vermutlich waren es Dinge von denen wir an anderen Stellen in Apostelgeschichte und in den Evangelien lesen – Heilungen, Befreiung von dämonischen Mächten und andere ungewöhnliche Segnungen.

Unity - A Great Miracle

In Apostelgeschichte 4,29-30 baten die Jünger Gott darum einige Dinge zu tun: …verleihe deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden, 30 indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus! Gott hatte dieses Gebet erhört. Denn die Jünger hatten die Freimütigkeit Gottes Wort zu erzählen, und es geschahen viele Zeichen und Wunder durch sie. Sie baten darum im Glauben, und Gott erhörte sie.

Diese Wunder geschahen durch die Hände der Apostel. Zu jener Zeit entschied Gott, dass diese wundersamen Dinge durch die Hände der Apostel geschehen sollten, und wir lesen nichts davon, dass Gott diese Wunder durch die Hände anderer Jünger geschehen ließ. Wir müssen darauf vertrauen, dass Gott in seiner Weisheit wählt welche Hände ein Wunder herbeiführen. Hier verfolgte Gott eine bestimmte Absicht damit, dass die Wunder durch die Hände der Apostel geschahen.

Ich weiß nicht wie es dir geht, doch ich glaube, dass Gott auch heute noch Wunder tut. Ich glaube nicht, dass irgendjemand die Macht hat Wunder zu bewirken wann immer er will. Diese Macht liegt in keiner Person. Doch Gott hat die Macht Dinge zu tun, die weit über unser Verstehen und natürliche Grenzen hinaus gehen. Der Schöpfer des Gesetzes von Ursache und Wirkung kann diese Gesetze wie es ihm beliebt außer Kraft setzen.

Es ist einfach ein Wunder zu erkennen, wenn jemand geheilt oder von dämonischen Mächten befreit wurde. Doch Gott tut auch andere Wunder, die nicht so leicht als Wunder zu erkennen sind. Wir sehen in Apostelgeschichte 5,12 auch, dass sie einmütig waren. Es gab eine wundervolle Einheit unter Gottes Kindern.

Oft ist die Tatsache, dass Gottes Kinder einmütig beisammen sind eine größere Demonstration der Macht des Heiligen Geistes als jedes Zeichen und Wunder. Unsere selbstsüchtigen Herzen und sturen Einstellungen können schwerer zu bewegen sein als jeder Berg. Spaltungen unter den Gläubigen können schwerer zu heilen sein als die schlimmste Krankheit.

Glaube daran, dass Gott in seiner Weisheit Wunder geschehen lässt – aber vergiss nicht das größte Wunder: wahre Einheit unter seinen Jüngern in Jesus Christus .

 

Revival Is Like Judgement Day

Erweckung gleicht dem Tag des Gerichts

Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die dies hörten. Und die jungen Männer standen auf, hüllten ihn ein, trugen ihn hinaus und begruben ihn. (Apostelgeschichte 5,5-6)

Ein Mann namens Ananias hatte zusammen mit seiner Frau Gott belogen und die Gemeinde betrogen. Sie hatten das getan, weil sie großzügiger und geistlicher erscheinen wollten, als sie eigentlich waren.

Auf schockierende Weise ließ Gott prompt das Gericht dafür kommen: Als aber Ananias diese Worte hörte, fiel er nieder und verschied. Petrus hatte die Todesstrafe nicht erlassen. Es ist nicht Sache der Gemeinde, jemandem die Todesstrafe aufzuerlegen. Petrus hatte ihn nur mit seiner Sünde konfrontiert, und Ananias fiel tot um. Petrus war wahrscheinlich genauso überrascht wie jeder andere, als Ananias tot zusammenbrach. 

Revival Is Like Judgement Day

Das war eine harte Bestrafung für eine Sünde, die heutzutage üblich ist. Einige fragen sich, ob Gott nicht zu streng war, doch vielleicht ist das größere Wunder das, dass Gott sein Gericht fast immer hinauszögert. Ananias erhielt genau das, was er verdiente. Er konnte einfach nicht in der Atmosphäre der Reinheit leben, die die Gemeinde dieser Zeit ausmachte.

Das Gericht des Ananias muss im Kontext jener Zeit gesehen werden. Es war eine kritische Phase der frühen Gemeinde, und eine solche Unreinheit, Sünde und satanische Infiltration hätte die gesamte Gemeinde an der Wurzel schädigen können. Dann hätten sich die Zweige nicht entwickeln können. Man könnte vermuten, dass wir Gottes Gericht heute nicht mehr auf diese Weise erleben, weil Gottes Gemeinde so viele Zweige hat. Selbst wenn der gesamte Leib Christi in den Vereinigten Staaten durch Skandale und Sünde verdorben wäre, gäbe es immer noch genug Kraft im Baum in anderen Teilen der Welt.

Was Gott hier in Apostelgeschichte 5 tat, zeigt, dass es falsch ist davon auszugehen, dass noch genug Zeit da ist um Buße zu tun, um mit Gott ins Reine zu kommen und um ehrlich zu ihm zu sein. Zeit ist immer ein unverdientes Geschenk, das er niemandem schuldet. Man sollte nie denken, dass genug Zeit ist.

Die Auswirkungen kamen sofort: Und es kam große Furcht über alle, die dies hörten. Es betraf die gesamte Gemeinde, denn es war der Beweis für Gottes Werk unter seinen Kindern.

Wenn Gott auf mächtige Art und Weise unter seinen Kindern wirkt, beginnt das meistens mit der Aufdeckung von Sünde und führt zu radikaler Buße. Gott erlaubt kein Vertuschen. Er deckt die Sünde auf, damit seine Kinder sie ernst nehmen.

Oft denken wir, dass Erweckung etwas triumphales und herrliches ist. Echte Erweckung ist wirklich herrlich, doch meist beginnt sie mit einem Gericht für die Gemeinde. Doch nach dem Gericht, wenn alles bereinigt ist, fließt echter Segen.

Wenn Gott „das Haus reinigt“ – in der Gemeinde oder im Leben – verachte das nicht. Es könnte der Anfang einer Erweckung sein, für die du gebetet hast.

View or listen to the late Dr. J. Edwin Orr’s  wonderful message, “Revival Is Like Judgement Day”

Satan and My Sin

Satan und meine Sünde

Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, so dass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschafft hast? Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Du hast nicht Menschen belogen, sondern Gott! (Apostelgeschichte 5,3-4) 

Wessen schuld ist es, wenn wir sündigen? Manchmal behaupten wir gerne, der Teufel lässt uns sündigen. Ich möchte den Teufel nicht verteidigen, doch Satan tut nicht alles, was wir ihm zuschreiben. Die Wahrheit ist, dass die Welt, das Fleisch und der Teufel zusammen arbeiten, um uns in die Sünde und in den Ruin zu treiben. Apostelgeschichte 5 ist ein Beispiel dafür.

Satan and My Sin

Zu einer Zeit, in der viel Großzügigkeit unter den ersten Christen herrschte, wollten ein Mann namens Ananias und seine Frau Saphira als besonders großzügig bekannt werden. Sie verkauften ihr Land. Dann taten sie so, als ob sie den gesamten Erlös der Gemeinde gespendet hatten, doch sie behielten einen Teil des Geldes für sich. 

Das war eine unnötige Sünde. Petrus fragte Ananias: Hättest du es nicht als dein Eigentum behalten können? Und als du es verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Petrus wusste, dass das Land und dessen Wert Ananias gehörte. Er konnte damit machen, was er wollte. Sein Verbrechen war nicht, dass er Geld für sich beiseite tat, sondern dass er behauptete, er habe alles abgegeben. 

Diese Sünde war so schlimm, dass Petrus Ananias damit öffentlich konfrontierte. Als Petrus sprach, muss Ananias zusammengebrochen sein. Er hatte sicher Lob für seine spektakuläre Gabe erwartet, stattdessen wurde er ermahnt. Petrus sah, dass Satan am Werk war, sogar durch einen Mann wie Ananias, der zu den Gläubigen gehörte.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass Satan dieses Werk im Herzen des Ananias getan hatte. Doch Petrus beschrieb diese Sünde noch auf andere Art: Warum hast du denn in deinem Herzen diese Tat beschlossen? Satan hatte Ananias Herz erfüllt, doch Petrus fragt ihn, warum er in seinem Herzen die Tat beschlossen hatte. Satan kann das Leben eines Gläubigen beeinflussen, sogar eines geisterfüllten Gläubigen, doch er kann nicht für dich sündigen. Ananias musste das in seinem Herzen beschliessen.

Wir brauchen Übung in der geistlichen Kampfführung, und wir müssen wissen, dass unsere wahren Feinde geistlicher Art sind (Epheser 6,10-20). Wir sollten vor Satan und seinen Strategien auf der Hut sein.

Wenn du gläubig bist, denke daran: Satan kann dich nicht zwingen zu sündigen. Er kann dich versuchen, dich anschreien, versuchen dich zu betrügen oder dir Angst einzujagen. Doch der Teufel kann nicht für dich sündigen.

Also wenn du auf der Hut vor Satan und seinen Strategien bist, stelle sicher, dass du ein offenes Herz für Gott behältst. Achte auf das, was du im Herzen beschliesst. Hab keine Angst davor, Buße zu tun. So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch. (Jakobus 4,7)

 

A Giving Church

Eine gebende Gemeinde

Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften und legten ihn den Aposteln zu Füßen; und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war. (Apostelgeschichte 4,34-35) 

Wenn man die ersten Kapitel der Apostelgeschichte liest, ist es beeindruckend zu sehen, wie großzügig die ersten Christen waren, die alles miteinander teilten. Innerhalb der christlichen Gemeinde in Jerusalem litt auch niemand unter ihnen Mangel. Niemand musste hungern oder hatte keinen Wohnort, denn die Christen kümmerten sich umeinander.

A Giving Church

Das verlangte radikale Großzügigkeit: die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie. Unter den ungefähr 5000 Christen gab es einige, die sehr wohlhabend waren. Diese wohlhabendenden Gläubigen wurden nicht besteuert um ihr Einkommen aufzuteilen. Jeder gab großzügig, und Gott versorgte sie. Bedenke dass die Christen in Jerusalem hauptsächlich Besucher waren, die an Pfingsten in die Stadt gekommen waren – sie waren Flüchtlinge von außerhalb und hatten besondere Not.

Mir fiel auf, dass sie dies innerhalb der christlichen Gemeinde taten. Wir lesen nichts davon, dass sie das für jeden, der in Jerusalem lebte, taten. Christen haben die Verantwortung sich um Mitchristen zu kümmern. Wir haben die Gelegenheit anderen außerhalb der Gemeinde zu helfen, doch ich glaube nicht, dass es unsere Verantwortung ist. Ich kann der Schrift nicht entnehmen, dass Christen dafür verantwortlich sind, jeden auf der Welt zu ernähren, zu kleiden und zu beherbergen. Doch wir sollen uns um uns selbst kümmern.

Man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war. Leider wurde diese Großzügigkeit schnell missbraucht. Später lehrte Paulus darüber wie und wem man helfen sollte. Seine Anweisungen besagten: 

  • die Gemeinde muss unterscheiden, wer wirklich bedürftig ist und wer nicht (1. Timotheus 5,3)
  • wenn jemand arbeiten und sich selber versorgen kann, ist er nicht wirklich bedürftig und kann für sich selber sorgen (2. Thessalonicher 3,10-12; 1. Timotheus 5,8; 1. Thessalonicher 4,11)
  • wenn die Familie eine bedürftige Person versorgen kann, sollte die Gemeinde es nicht tun (1. Timotheus 5,3-4)
  • diejenigen, die von der Gemeinde versorgt werden, müssen ihr etwas zurückgeben (1. Timotheus 5,5 u. 10)
  • es ist richtig, wenn die Gemeinde die moralische Einstellung der Person untersucht (1. Timotheus 5,9-13)
  • die Unterstützung der Gemeinde sollte für die grundlegenden Notwendigkeiten des Lebens sein (1. Timotheus 6,8)

Ich glaube, dass die Gemeinde heute das besser macht als viele Menschen denken. Sicher können und sollten Christen es immer noch besser machen. Doch mir fällt keine einzige gemeinnützige Organisation ein, die mehr für ihre eigenen Leute und auch arme Menschen sorgt als die Gemeinden und Kirchen.

Bitte Gott heute darum, dass wenn es einen Gläubigen gibt, dem du helfen sollst – und vertraue darauf, da ist einer – dass der Heilige Geist ihn dir zeigt und dich führt. Tue es in der biblischen Weisheit, die Paulus und andere uns mitgeteilt haben – aber tue es!

 

Mega Power, Mega Grace

Mega Kraft und Mega Gnade

Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, daß etwas von seinen Gütern sein eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam. Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war auf ihnen allen. (Apostelgeschichte 4,32-33)

In Apostelgeschichte 2,44-45 konnten wir davon lesen, wie die frühe Gemeinde alles miteinander teilte. Diese Verse erzählen uns nun, wie sie das taten und dass sie sogar ihre Besitztümer verkauften um anderen zu helfen. Sie taten das als sie ungefähr 3000 Personen waren. Nun waren es viel mehr, und sie hatten immer noch dieselbe Einstellung.

Mega Power, Mega Grace

Wir lesen von ihrer Großzügigkeit: Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, daß etwas von seinen Gütern sein eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam. Das traf auf die Menge zu, nicht nur auf einige. Um es einfach auszudrücken: ihnen waren die Menschen wichtiger als Dinge. Diese Einheit war ein wundervoller Beweis für das Werk des Heiligen Geistes unter ihnen.

James Boice machte eine interessante Beobachtung über diese Einheit der frühen Gemeinde. Es war nicht die Einheit der Konformität, wo von jedem verlangt wird sich anzupassen. Diese Einheit war größer als das; es war die Einheit von Gottes Geist, die Jesus im Zentrum hatte.

Aufgrund dieser Einheit waren alle Dinge ihnen gemeinsam. Sie wussten, dass Gott alles gehört. Weil Gott ihre Leben berührt hatte, fiel es ihnen leicht alles zu teilen.

Die Einheit und Großzügigkeit der frühen Christen war eine schöne Sache. Jeder würde es lieben in so einer Gemeinschaft zu leben! Doch diese auf Jesus ausgerichteten Herzen erlebten noch etwas anderes: Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Herrn Jesus. Diese große Kraft war paradoxerweise sowohl das Ergebnis als auch die Wurzel ihrer vereinten und großzügigen Einstellung. Sie stellten Gott an erste Stelle, Menschen an zweite und materielle Dinge an dritte Stelle.

Wir sehen auch, dass sie Zeugnis von der Auferstehung ablegten. Die Auferstehung von Jesus war der zentrale Punkt ihrer Botschaft. Sie predigten einen auferstandenen Jesus.

Dann lesen wir, dass große Gnade auf ihnen allen war. Gnade ist die Gunst Gottes. Ohne sentimental klingen zu wollen kann man sagen, dass Gottes Gnade sein Lächeln vom Himmel ist. Es ist die Gunst und Güte Gottes für Seine Kinder. Es war nicht nur Gnade – es war große Gnade. Ein Kommentator sagte, dass es wörtlich Mega Gnade bedeutet. Der Ausdruck große Kraft kann auch als Mega Kraft verstanden werden.

Ist dir aufgefallen für wen das galt? Die Mega Kraft war auf ihnen allen. Nicht nur auf einigen besonderen Aposteln, sondern auf ihnen allen. 

Richte heute deinen Fokus auf den auferstandenen Jesus. Empfange die Gaben seiner Großzügigkeit und den Geist der Einheit. Dann empfange seine Mega Kraft und seine Mega Gnade. Sie ist für uns alle!

 

Praying for Trouble

Um Probleme beten

Und jetzt, Herr, sieh ihre Drohungen an und verleihe deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden, indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus! (Apostelgeschichte 4,29-30)

Gebet ist so viel mehr als Gott um Dinge zu bitten. Manchmal haben wir die schlechte Angewohnheit zu denken, dass, wenn wir Gott nicht um irgendetwas bitten, es kein richtiges Gebet ist. Aber Gebet kann und sollte voller Lobpreis, Danksagung, Verherrlichung Gottes, Zuhören, Genießen seiner Gegenwart, demütiger Anbetung und mehr sein.

Doch auch wenn Gebet mehr ist, als Gott um Dinge zu bitten, ist es nicht falsch unseren Vater im Himmel um seine Hilfe, Führung und Segen zu bitten! In Apostelgeschichte 4 trafen sich die Jünger von Jesus zu einem Gebetstreffen, nachdem Petrus und Johannes von einem religiösen Rat bedroht worden waren. In ihrem Gebet gaben sie Gott die Ehre und beteten Worte aus der Schrift. Apostelgeschichte 4,29-30 erzählt uns worum sie schließlich baten.

Praying for Trouble

Die Jünger baten Gott: sieh ihre Drohungen an. „Herr, schau welch mächtige Männer uns entgegenstehen. Sie scheinen im Vorteil zu sein, doch wir sind sicher in dir, solange du dir ihre Drohungen ansiehst.“

Die Jünger baten Gott um Freimütigkeit. „Herr, wir möchten freimütiger sein können. Der Rat will, dass wir Angst vor ihren Drohungen haben und nicht mehr von Jesus erzählen. Wir wollen keine Angst vor ihnen haben, also gib uns Freimütigkeit.“

Die Jünger baten um die Freimütigkeit zu reden. „Herr, unsere Botschaft betrifft nicht uns selbst. Gib uns die Freimütigkeit die beste Botschaft von allen – dein Wort – zu verkünden.“

Die Jünger baten darum, dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus! „Herr, diese ganzen Probleme fingen mit einem Wunder beim Tempel an. Bitte tue mehr solcher Wunder!“

Alle diese Bitten waren auf Gott und seine Herrlichkeit ausgerichtet, nicht auf die Bequemlichkeit und den Vorteil der Jünger. Die Jünger beteten um Dinge, die zu noch mehr Konfrontationen und Problemem führten.

Ich weiß nicht, ob ich wirklich jemals gebetet habe: „Gott, schicke mir mehr Probleme.“ Gewöhnlich bete ich dafür, dass Gott meine Probeme wegnimmt! Doch ich möchte das Herz haben, das die ersten Jünger Jesu hatten. Ihnen war die Herrlichkeit Gottes und die Seelen der Menschen wichtiger als ihre eigenen Annehmlichkeiten. Wenn Gott durch ihre Probleme Seine Herrlichkeit zeigen und Menschen zu seinem Reich hinzufügen konnte, dann wollten sie, dass Gott weitere Probleme schickte!

Ich erwarte nicht, dass du betest: „Herr, schick mir mehr Probleme.“ Doch bete heute doch so: „Herr, ich brauche deine Freimütigkeit um dein Wort zu reden, und ich möchte sehen, wie du große Dinge tust. Wenn das mehr Probleme bedeutet, dann sei es so!“ Lass uns wie die ersten Jünger beten.