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Was die kleine Wolke bedeutet

Und er sprach zu seinem Burschen: Geh doch hinauf und schaue zum Meer hin! Da ging er hinauf und schaute hin und sprach: Es ist nichts da! Er sprach: Geh wieder hin! So geschah es siebenmal. Und beim siebten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke aus dem Meer auf, wie die Hand eines Mannes! Da sprach er: Geh hinauf und sage es Ahab: Spanne an und fahre hinab, damit der Regen dich nicht zurückhält! (1. Könige 18,43-44)

Als Elia um Regen betete, erwartete er eine Antwort, und er hörte nicht auf zu beten, bis er eine Antwort bekommen sollte. Also schickte er seinen Diener, um nach Regenwolken Ausschau zu halten. Der Diener zog los und sah nichts; Elia betete weiter. Fünf weitere Male schickte der Prophet seinen Diener, um die Antwort auf sein Gebet zu sehen, doch der Diener sah nichts.

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So geschah es siebenmal. Das war hartnäckig andauerndes Gebet. Es war als ob Elia kein „nein“ als Antwort akzeptieren würde, denn er war sicher, dass es Gottes Wille war, Regen zu schicken. Er förderte Gottes Willen durch sein andauerndes Gebet. Auch nach sechs vorangegangenen Enttäuschungen gab Elia nicht auf, und das war gut.

Vier Zeichen

Charles Spurgeon sah in diesen Versen eine Illustration für die kleinen Zeichen, die vor einem mächtigen Werk von Gott zu sehen sind. Er sprach von vier „sicheren Zeichen und endgültigen Merkmalen, die betender Glaube deutlich bemerkt, wenn eine echte Erweckung kommt.“ Christen sollten solche Dinge als Wolken sehen, es steigt eine kleine Wolke aus dem Meer auf, wie die Hand eines Mannes. Spurgeon nannte diese vier Dinge, die, seiner Meinung nach, wie eine kleine Wolke sind und auf einen großen Segen in naher Zukunft hinweisen:

– Eine wachsende Unzufriedenheit mit dem gegenwärtigen Zustand, und eine zunehmende Sorge unter den Gemeindemitgliedern um die Errettung anderer.

– Wenn diese Sorge der Gläubigen zu besonderer Ehrlichkeit und mutigem Gebet führt.

– Wenn man beginnt, zusammen zu beten und zu fragen: „Was sollen wir tun?“

– Wenn man sieht, dass jeder Christ seine eigene Verantwortlichkeit wahrnimmt und sein Handeln danach richtet.

Elia wusste, dass die kleine Wolke bedeutet, dass ein großes Werk kommen würde. Er sagte zu König Ahab im Glauben: „Spanne an und fahre hinab, damit der Regen dich nicht zurückhält.“ Nur weil er eine Wolke gesehen hatte, die so klein war wie die Hand eines Mannes, wusste er, dass ein starker Regen kommen würde. Wenn wir sehen, dass Gott kleine Dinge unter uns tut, dann sollten wir großen Glauben haben, dass ein größeres Werk passieren wird.

God Laughs

Was Gott zum Lachen bringt

Der im Himmel Thront, lacht; der Herr spottet über sie (Psalm 2,4)

Man stellt sich Gott nicht sehr oft lachend vor, doch Psalm 2 erzählt uns von einem Anlass, an dem Gott lacht. Er lacht, wenn der Mensch glaubt, er könne erfolgreich gegen den Allmächtigen arbeiten. In den ersten Versen von Psalm 2 steht:

Warum toben die Heiden und ersinnen die Völker Nichtiges? Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Fürsten verabreden sich gegen den HERRN und gegen seinen Gesalbten: „Lasst uns ihre Bande zerreißen und ihre Fesseln von uns werfen!“ (Psalm 2,1-3)

Gottes Antwort: Der im Himmel thront, lacht. Gott schaut sich an, wie der Mensch versucht, gegen Gott zu arbeiten, und Er lacht. Gott hat keine Angst oder ist verwirrt oder deprimiert über den Widerstand der Menschen. Gott lacht darüber.

God Laughs

Gott lacht, weil Er im Himmel thront. Er sitzt als Großer König auf einem herrlichen Thron. Er wandert nicht in Seinem Thronsaal auf und ab und fragt sich, was Er als nächstes tun soll. Gott thront in vollkommenem Frieden und Gewissheit. Er steht noch nicht einmal auf; Er lacht einfach.

Gott lacht, weil Er im Himmel thront. Er ist kein irdischer Thron, auf dem Er sitzt. Es ist der Thron des Himmels mit der Autorität über die ganze Schöpfung. Was sollte der Himmel von der Erde zu befürchten haben?

Aber Gott lacht nicht über das Leid der Menschheit, selbst wenn ihr Leid die Konsequenz der Sünde ist. Gott lacht über stolze Menschen, die so viel von sich halten, dass sie gegen Gott kämpfen und versuchen, Seinen Willen zu verhindern.

Einfach gesagt: Der Herr spottet über sie. Durch die Jahrhunderte haben sich schon viele gegen Gott und Sein Reich in Jesus Christus gestellt. Jeder dieser Gegner wurde und werden frustriert niedergeschmettert.

Ein Beispiel für das Lachen Gottes

Ein berühmter Gegner der Christenheit war der Römische Kaiser Diokletian (AD 245-313). Er war so ein großer Feind der Christen, dass er sie gnadenlos verfolgte und glauben wollte, dass er das Christentum besiegt hatte. Er ließ eine Medaille mit der Aufschrift drucken: „Der Name des Christentums ist ausgelöscht.“

Diokletian baute Monumente mit Inschriften, die besagten „löscht die Namen der Christen aus“ und er habe „den Aberglauben an Christus abgeschafft“.

Diokletian ist tot, nur noch einige Sätze in den Geschichtsbüchern erinnern an ihn. Der Ruhm und die Herrlichkeit von Jesus Christus erstreckt sich über die ganze Erde. Gott lacht im Himmel, und der Herr spottet über sie. Lass dies ein Trost sein für dein besorgtes Herz.

fruitful

Denke daran, fruchtbar zu sein

Die unseren sollen aber auch lernen, zur Behebung der dringenden Nöte eifrig gute Werke zu tun, damit sie nicht unfruchtbar sind! (Titus 3,14-15)

Die letzten Sätze im Brief des Paulus an Titus nennt uns noch einige Dinge, an die wir denken sollten. Zuerst sehen wir uns das Ziel an: dass Christen nicht unfruchtbar sein sollen. Gott will von uns, dass wir „Frucht bringen“.

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Der Gedanke, der hinter „Frucht“ oder unfruchtbar sein steht ist eine poetische Umschreibung dafür, dass ein christliches Leben gute Dinge hervorbringt. Es ist gut, wenn ein Apfelbaum Äpfel hervorbringt, und es ist gut, wenn ein christliches Leben die „Frucht des Geistes“ zeigt wie in Galater 5,22-23 steht: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“

Hier sagt Paulus, dass wir nicht unfruchtbar sind, wenn wir eifrig gute Werke tun,und wenn wir dringende Nöte beheben gibt, uns das die Gelegenheit, die Frucht des Geistes zu zeigen. Es ist gut, wenn Christen Gutes tun, und das im Namen Jesu! Wir sollten nicht nur damit anfangen gute Werke zu tun, sondern wir sollten eifrig gute Werke tun, und das immer. Wir sollten nach dringenden Nöten schauen und sie in Jesu Namen beheben.

Dieser wundervolle Brief an Titus ermutigt uns wiederholt Gutes zu tun und damit die Realität unseres Glaubens durch solch gute Werke zu zeigen. Hier sehen wir auch, dass sich die Botschaft von Paulus und die von Jakobus nicht widersprechen, und dass auch Paulus glaubte, dass sich echter Glaube im echten Leben zeigt.

Eine besondere Art von Liebe

Im letzten Vers des Titusbriefs werden wir an die warmherzigen Beziehungen erinnert, die Paulus zu anderen Christen im gesamten Römischen Reich hatte. Er schickte an Titus und all die anderen Christen auf der Insel Kreta Grüße. Achte auf diesen Satz: Grüße diejenigen, die uns lieben im Glauben.

Wir sollten dankbar sein für die Menschen in unseren Leben, die uns im Glauben lieben. Wir erfreuen uns an unserer Verbindung als Brüder und Schwestern in Jesus. Dieser Bund geht tiefer als eine Blutsverwandtschaft, denn er ist im Glauben. Ich möchte all denen danken, die uns im Glauben lieben.

Am Schluss schrieb Paulus: Die Gnade sei mit euch allen. Selbst wenn der Brief an Titus das praktische christliche Leben sehr betont, können wir nur dann so leben, wie Gott es will, wenn wir in Seiner Gnadeleben. Wir sind dankbar für all das, was uns Seine Gnade gibt und lehrt und wir sehnen uns danach, dass diese Gnade mehr und mehr mit uns ist. Empfange durch den Glauben heute und in der kommenden Woche Seine Gnade – und dann tue eifrig gute Dinge.

four friends

Denke an andere Menschen

Wenn ich Artemas zu dir senden werde oder Tychikus, so beeile dich, zu mir nach Nikopolis zu kommen; denn ich habe beschlossen, dort zu überwintern. Zenas, den Schriftgelehrten, und Apollos schicke eilends voraus und lass ihnen an nichts fehlen! (Titus 3,12-13)

Oftmals bringt Paulus am Ende seiner Briefe persönliche Anliegen für verschiedene Leuten ein. Sein Brief an Titus macht da keine Ausnahme. Am Ende erwähnt Paulus vier Leute: Artemas, Tychikus, Zenas und Apollos.

four friends

Man liest diese Worte und reagiert vielleicht mit: „Na und?“ Wer interessiert sich schon für diese vier Menschen, über die wir so gut wie nichts wissen? Doch selbst ein Abschnitt wie dieser ist wertvoll.

Erstens zeigt er uns, dass Paulus ein echter Mensch in einer echten Welt mit echten Freunden war, mit denen er regelmäßig Kontakt hatte und die ihm wichtig waren. Man stellt sich Paulus manchmal vielleicht wie einen Superhelden vor, doch das war er nicht. Er hatte Freunde und er brauchte Freunde, und er schätzte seine Mitarbeiter im Reich Gottes sehr.

Zweitens zeigt er uns, dass das Werk Gottes im ersten Jahrhundert der Christenheit weit über das hinausging, was der Apostel Paulus tat. Wir wissen viel über die Arbeit von Paulus, doch es gab wohl noch viele weitere Menschen, die eine ähnliche Arbeit wie Paulus taten, von denen es keine Aufzeichnungen gibt. Die Auflistung dieser Namen zeigt den dynamischen Wachstum der christlichen Bewegung.

Es war Zeit weiterzugehen

Drittens zeigt er uns, dass Titus diese Arbeit auf Kreta nicht für immer tun sollte. Es scheint so, dass wenn Artemas und Tychikus bei Titus ankamen, dieser Kreta verlassen und Paulus in Nikopolis (eine Stadt, die an der Westküste Griechenlands lag) treffen sollte. Titus sollte sein Bestes geben bis diese Zwei dort ankamen und ihnen dann die Arbeit überlassen. Es war eine bestimmte Zeit, die Titus dort arbeiten sollte, und diese würde nun enden.

Viertens zeigt er, dass wir die unterstützen sollen, die Gottes Werk tun. Als Paulus sagte, Zenas, den Schriftgelehrten, und Apollos schicke eilends voraus und lass es ihnen an nichts fehlen, meinte er damit, dass Titus ihnen das Geld geben sollte, das sie für die Reise benötigten. Zenas und Apollos waren wahrscheinlich diejenigen, die den Brief zu Titus brachten. Titus sollte das gemeinsame Geld der Gemeinde nehmen und sie auf den Weg schicken.

Wenn es Menschen gibt, die du bei ihrer Arbeit für Gott unterstützen kannst, überlege im Gebet, ob du das tun solltest. Vielleicht ist da ein Zenas oder ein Apollos, denen du helfen kannst.

divisive man

Denke daran, abzuweisen

Einen sektiererischen Menschen weise nach ein- und zweimaliger Zurechtweisung ab, da du weißt, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt und sich selbst verurteilt hat. (Titus 3,10-11)

In diesem Abschnitt von Titus 3 sagte Paulus, dass Titus an verschiedene Dinge denken sollte. Hier erinnerte er ihn daran, dass er einen sektiererischen Menschen abweisen sollte.

divisive man

Sektiererische Menschen sind kein neues Problem in den Gemeinden. Titus 3, 10-11 zeigt uns, dass sie schon in den frühesten Tagen der Christenheit eine Herausforderung für die Pastoren und Gemeindeleiter waren. Ein sektiererischer Mensch ist jemand, der Gottes Kinder ohne guten Grund voneinander entzweit. Ich habe noch nie eine sektiererische Person getroffen, die nicht glaubte, sie hätte einen guten Grund, aber sicher haben das nicht alle.

Wenn man Titus 3, 10-11 mit dem vorangegangen Vers betrachtet, sehen wir, dass diese sektiererischen Menschen sich auf „törichte Streitfragen“ und Dinge, die „unnütz“ und „nichtig“ sind konzentrieren. Es scheint, dass sie sich wegen Dingen, die unwichtig sind, spalten.

Vor kurzem hörte ich einen respektierten Pastor sagen, dass eines der größten Probleme in der Gemeinde heutzutage die Belanglosigkeit ist. Die Leute fühlen sich angegriffen und entzweien sich wegen kleinen, sogar unbedeutenden Dingen. Sie verlieren ihren Sinn für Verhältnismäßigkeit und gehen ihren eigenen Weg und ziehen andere mit sich. Ich glaube, es liegt viel Wahrheit in der Beobachtung dieses Pastors.

 Was macht man mit diesen Menschen

Paulus sagt es uns: Als erstes sollte man mit ihm oder ihr sprechen, und zwar ein- und zweimalig. Unsere erste Reaktion auf solche Menschen sollte nicht Zorn oder Frust sein, oder ihnen zu sagen, sie sollen „die Klappe halten“. Wir sollten ihnen mit Liebe begegnen und sie in Weisheit auf gottgefällige Weise zurechtweisen. Und man sollte bereit sein, dies mehr als einmal zu tun.

Wenn sie ihr sektiererisches Verhalten fortführen, kommt noch Rebellion, das Ablehnen von Autorität und dass sie nicht bereit sind zu lernen zu ihrer Sünde hinzu. Nur dann sollten wir sie abweisen. Das bedeutet, dass wir sie aus der Fürsorge und der Geborgenheit der Gemeinschaft ausschließen. Wir sollten dies so sanft wie möglich tun und nur mit dem nötigen Maß an Bestimmtheit und nicht mehr.

Wir dürfen ihnen keinen Schaden an Körper, Seele, Charakter oder ihrem Eigentum zufügen. Die Zeiten, in denen die Kirche mit sektiererischen Menschen so umging, dass sie verfolgt wurden, waren dunkle Zeiten und sollen sich niemals wiederholen.

Es ist gut zu wissen, wie man mit solchen Menschen umgehen soll. Aber bedenke: bist du einer, der entzweit? Streitest du, diskutierst du und spaltest wegen Dingen, die nur ein kleines Stückchen im großen Ganzen sind? Es ist hart, diese Sünde in uns selbst zu sehen; bete, dass Gott sein Herz durchforscht und dass du darauf hörst, was Er dir sagt.

Denke an die Dinge, die wichtig sind

Die törichten Streitfragen aber und Geschlechtsregister, sowie Zwistigkeiten und Auseinandersetzungen über das Gesetz meide; denn sie sind unnütz und nichtig. (Titus 3,9)

In diesem Abschnitt von Paulus` Brief an Titus erinnerte er seinen jungen Mitarbeiter an verschiedene Dinge. Mit diesen Worten erinnerte er Titus daran, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die wichtig sind, damit er sich nicht von törichten Streitfragen und Dingen, die unnütz und nichtig sind ablenken ließ.

Das war Paulus wirklich wichtig. Einige Male warnte er Timotheus und Titus vor der Gefahr, sich mit törichten Streitfragen und Auseinandersetzungen zu beschäftigen:

So ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an Streitfragen und Wortgefechten, woraus Neid, Zwietracht, Lästerung, böse Verdächtigungen entstehen. (1. Timotheus 6,4)

Bringe dies in Erinnerung und bezeuge ernstlich vor dem Herrn, dass man nicht um Worte streiten soll, was zu nichts nütze ist, als zur Verwirrung der Zuhörer. (2. Timotheus 2,14)

Die törichten und unverständigen Streitfragen aber weise zurück, da du weißt, dass sie nur Streit erzeugen. (2. Timotheus 2,23)

Verheddere dich nicht

Heute ist es durch die sozialen Netzwerke schnell passiert, dass sich Gottes Kinder in törichte Streitfragen und Auseinandersetzungen verstricken, die unnütz und nichtig sind. Wir müssen beten – viel beten – und um Weisheit bitten, dass wir diesen Auseinandersetzungen fern bleiben, die zu nichts führen.

Die Gemeinde muss für die Wahrheit stehen, doch sie darf nicht zu einer weiteren debattierenden Gesellschaft werden. Es gibt wichtigere Dinge, über die man reden muss als viele dieser Sachen, über die gestritten werden. Wir können uns so in etwas herein steigern, dass wir irgendwann nur noch den Streit gewinnen wollen.

Ich habe einmal gelesen, dass das Wort, das Paulus hier für meide benutzt wörtlich bedeutet, sich umzudrehen und in die andere Richtung zu gehen. Wir sollten solchen nutzlosen Streitigkeiten den Rücken kehren und uns auf Gottes Wort konzentrieren.

Bitte Gott um Weisheit für dein eigenes Leben. Bist du auf gute Werke bedacht? Bist du im Hier und Jetzt für etwas gut, oder bist du für nichts gut?

apostle paul

Erinnere dich an gute Werke

Glaubwürdig ist das Wort, und ich will, dass du dies mit allem Nachdruck bekräftigst, damit die, welche an Gott gläubig wurden, darauf bedacht sind, eifrig gute Werke zu tun. Dies ist gut und nützlich für die Menschen. (Titus 3,8)

Einige Menschen behaupten, die Bibel widerspreche sich selbst. Die meisten dieser Behauptungen sind ziemlich absurd und können leicht widerlegt werden. Andere sind komplexer, und es braucht etwas Mühe sie zu verstehen. Titus 3,8 handelt von einem dieser „komplexeren“ Dinge.

apostle paul

Der angebliche Widerspruch besteht zwischen Paulus und Jakobus. Der Apostel Paulus war ein Verfechter dafür, dass die Gnade und der Glaube allein rettet. Der Apostel Jakobus betonte die Notwendigkeit guter Werke und eines Lebens, das Gott ehrt.

Wenn man einen einzelnen Vers von Jakobus nimmt und mit einem einzelnen Vers von Paulus vergleicht, dann sieht das nach einem Widerspruch aus.

Dann lesen wir was Paulus in Titus 3,8 schrieb: damit die, welche an Gott gläubig wurden, darauf bedacht sind, eifrig gute Werke zu tun. Man könnte meinen, dass Paulus mit dieser Aussage das gesamte Buch des Jakobus zusammenfasst!

Beide haben Recht

Paulus glaubte definitiv an gute Werke, und daran, dass die Christen darauf bedacht sein sollen. Und er wollte, dass Titus diese Wahrheit mit Nachdruck bekräftigte. Es war ein glaubwürdiges Wort. Paulus hätte niemals gesagt: „Hab einfach Glauben und kümmer dich nicht um gute Werke.“ Paulus wusste, das gute Werke – so wie Jakobus es schrieb – ein wichtiger Teil des christlichen Lebens sind.

Doch gute Werke sind nicht der Grund, warum wir mit Gott ins Reine kommen. Das passiert durch das, was Jesus am Kreuz für uns tat. Paulus und Jakobus wollen uns wissen lassen, dass wenn wir mit Gott ins Reine gekommen sind, sich dies in guten Werken zeigt. Wir sind durch Gnade im Glauben errettet, aber es ist ein lebendiger Glaube ist – ein Glaube, der etwas tut, nämlich viele gute Dinge für Gott, für Seine Kinder und die notleidende Welt.

Anders ausgedrückt: der Glaube allein rettet, doch der rettende Glaube ist nicht allein. Wir dürfen nie den Wagen der Werke vor das Pferd der Gnade stellen.

Bitte Gott um Weisheit für dein eigenes Leben. Bist du auf gute Werke bedacht? Bist du im Hier und Jetzt für etwas gut, oder bist du für nichts gut?

receiving

Erinnere dich an Seine großartige Errettung

Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien, da hat er uns – nicht um der Werke willen, die wir getan hätten, sondern aufgrund seiner Barmherzigkeit – errettet durch das Bad der Wiedergeburt und durch die Erneuerung des Heiligen Geistes. (Titus 3,4-5)

Die ersten beiden Worte in Titus 3 sind „erinnere sie“, und ich erkenne viele Dinge in diesem Kapitel, an die man sich erinnern sollte. Man sollte sich daran erinnern, wie man leben sollte (Titus 3,1-2) und wie man war, bevor Jesus unser Leben veränderte (Titus 3,3).

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Nun in Titus 3,4-5 sehe ich noch etwas sehr Wichtiges, an das wir uns erinnern sollten: die großartige Errettung, die Gott Seinen Kindern gibt, wenn sie ihr Vertrauen in die Person und das Werk Jesu setzen.

Es begann, als die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien. Als wir noch so waren, wie Titus 3,3 beschreibt (unverständig, ungehorsam, in die Irre gehend) haben wir uns nicht selbst gerettet. Wir wurden durch die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes gerettet. Er streckte sich nach uns aus lange bevor wir uns nach Ihm ausgestreckt haben.

Wir verdienen diese Errettung in keinster Weise. Wir haben sie nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten. Unsere Errettung basiert nicht auf irgendwelchen Werken der Gerechtigkeit, die wir getan hätten. Denk daran:

– Allein das Gebet eines Sünders rettet nicht
– Allein die Taufe rettet nicht
– Allein der Gemeindebesuch rettet nicht
– Allein das Geben rettet nicht
– Allein das Bibellesen rettet nicht

Das alles sind wunderbare Werke der Gerechtigkeit, aber nur das allein rettet nicht. Sondern aufgrund Seiner Barmherzigkeit errettet Er uns. Wenn Gott nicht zuerst in Seiner Barmherzigkeit in uns gearbeitet hätte, hätte nichts davon eine Auswirkung.

Man kann ganz einfach sagen: Er hat uns gerettet. Das ist der Kern und das Merkmal des Evangeliums. Achte auf die Betonung: Gott … nicht durch Werke … Seine Barmherzigkeit … Er errettet uns … durch den Heiligen Geist. Gott ist immer die treibende Kraft, und wir bekommen erst etwas von Ihm, bevor wir etwas zurückgeben.

Also reagiere auf so einen liebenden, gnädigen und gebenden Gott, indem du Ihm vertraust; gib Ihm deine Vergangenheit, deine Gegenwart und deine Zukunft. Liebe Ihn, preise Ihn und erhalte das große Geschenk, das dir aufgrund Seiner Barmherzigkeit gegeben ist.

Erinnere dich daran, wie du einst warst, und habe den Glauben, dass der Gott, der das gute Werk in dir begann, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi (Philipper 1,6).

new life

Erinnere dich daran, wie du früher warst

Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mannigfachen Lüsten und Vergnügungen, lebten in Bosheit und Neid, verhasst und einander hassend. (Titus 3,3)

In Paulus` Brief an Titus ist dies ein Abschnitt der Erinnerungen. Paulus wollte, dass Titus die Christen unter seiner Leitung daran erinnert, wie man ein christliches Leben führt (Titus 3,1-2). Doch er wollte auch, dass Titus sie daran erinnerte, wie sie vorher lebten, wie sie vorher waren.

new life

Es ist, als würde Gott uns sagen: „Vergiss niemals, wie ich dein Leben verändert habe.“ So wie Paulus schrieb: „Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre.“ In den Versen 1 und 2 lernten wir, wie wir leben sollen, und in Vers 3 lernen wir, warum das manchmal ein solcher Kampf ist. Wir lebten nicht gottgefällig, und wir hatten schlechte Angewohnheiten in unserem Denken und Tun, die wir überwinden müssen.

Bemerke, dass Paulus das Wort „wir“ benutzt. Er schließt sich selbst mit ein, und das bei einer ziemlichen Liste: Unverständigkeit, Ungehorsam, in die Irre laufend, vielen Lüsten und Vergnügungen dienen, in Bosheit und Neid leben, verhasst und einander hassend.

Für einen Christen sollte all das zum alten Leben gehören. Jesus gibt uns etwas Neues. Wenn wir daran denken, geschehen vier Dingen in uns.

Erstens Dankbarkeit dafür, wie Gott uns verändert hat. Wenn wir daran denken, wie wir früher waren, können wir so dankbar sein, dass Gott ein großes Werk in unseren Leben tat und immer noch tut. Wir denken oft, dass wir noch nicht da sind, wo wir sein sollten (und das stimmt); aber Gott sei Dank sind wir nicht mehr so wie wir waren.

Zweitens Demut, wenn wir sehen, dass es Sein Werk ist, das uns veränderte. Das war nicht unser eigenes Selbst-verbesserungs-programm; es war das Werk des lebendigen Gottes in uns. Natürlich brauchte es dazu unseren Willen und unsere Bemühungen; doch selbst unser Wille und unsere Bemühungen waren Gottes Werk in uns. Es gibt nichts, worauf wir stolz sein könnten.

Drittens Freundlichkeit gegenüber anderen. Manchmal sind wir schnell dabei, jemanden, der in Sünde gefangen ist, zu verurteilen und vergessen dabei, dass auch wir einmal darin gefangen waren. Wenn wir uns an die Veränderungen erinnern, die Gott in unserem Leben vollbracht hat, sollten wir mit denen mitfühlen, die ein ähnliches Werk von Gott in ihren Leben brauchen.

Und schließlich Glaube dass Gott diejenigen, die sich noch dort befinden, ändern kann. Man kann leicht verzweifeln, wenn wir uns danach sehen, Gottes Werk im Leben anderer zu sehen. Manchmal geben wir die Hoffnung auf. Wenn du dich das nächste Mal so fühlst, bitte Ihn um Gnade, dich daran zu erinnern, dass Gott, wenn Er dich ändern konnte, Er auch andere ändern kann.

Erinnere dich daran, wie du früher warst, und habe den Glauben, dass der Gott, der das gute Werk in dir begonnen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi (Philipper 1,6).

rulers and authorities

Erinnere dich daran, wie man leben soll

Erinnere sie, dass sie sich den Regierenden und Obrigkeiten unterordnen und gehorsam sind, zu jedem guten Werk bereit; dass sie niemand verlästern, nicht streitsüchtig sind, sondern gütig, indem sie allen Menschen gegenüber Sanftmut erweisen. (Titus 3,1-2)

Der Kern eines christlichen Lebens ist das, was Gott für uns in Jesus Christus getan hat. Dieses im Glauben anzunehmen steht an erster Stelle. Doch das ist nicht der einzige Aspekt eines christlichen Lebens. Wenn wir das angenommen haben, müssen wir auch reagieren. Ein Weg darauf zu reagieren ist, so zu leben, dass es Gott verherrlicht. In diesen zwei Versen zeigt uns Paulus einige Aspekte eines solchen Lebens auf.

rulers and authorities

Um zu zeigen, wie wichtig das ist, beginnt Paulus mit: erinnere sie. Ich habe gelesen, dass in der Grammatik des alten griechischen Texts erinnere im der Gegenwart steht. Das heißt es bedeutet: „Erinnere sie immer wieder.“ Titus musste die Christen unter seiner Obhut ständig daran erinnern, wie man ein christliches Leben führte.

Das erste Spezifische an das Titus sie erinnern sollte war, dass sie sich den Regierenden und Obrigkeiten unterordnen und gehorsam sind. Normalerweise sind Christen keine Rebellen oder Störenfriede. Wir respektieren das Prinzip, das wir in Römer 13,1-7 lesen: dass wir uns ihnen unterordnen, weil die Regierenden von Gott für das Wohl der Gesellschaft ausgesucht sind.

Ich sage „normalerweise“, da wir eine höhere Macht anerkennen. Wenn uns die Regierung sagt, wir sollen sündigen und Gott nicht gehorchen, dann ehren wir Gott (Apostelgeschichte 5,29) und gehorchen Gott mehr als den Menschen. Es gibt Zeiten, in denen Regierungen ihre Grenzen überschreiten und ein Christ verpflichtet ist, „nein“ zu sagen und für Gott und Seine Gerechtigkeit einzustehen.

Paulus schrieb auch, dass es für einen Christen wichtig ist, zu jedem guten Werk bereit zu sein. Wenn wir uns nur darauf konzentrieren, sich den Regierenden und Obrigkeiten unterzuordnen, wird das Leben als Christen schnell passiv. Titus sollte das nicht zulassen und sie daran erinnern, zu jedem guten Werk bereit zu sein. Wir sollten immer danach suchen, wo wir in dieser Welt um Jesu Willen Gutes tun können.

Paulus fuhr fort, indem er sagte, dass wir niemand verlästern und nicht streitsüchtig sein sollen, sondern gütig und allen Menschen gegenüber sanftmütig sein sollen. Dabei geht es um eine bezeichnende Freundlichkeit, die nicht von guten Manieren stammt, sondern daher, dass wir wissen, wer wir sind und wer andere im Herzen von Jesus sind. Wir lästern nicht und erzählen keine Lügen über andere, wir versuchen Frieden zu stiften anstatt Probleme zu verursachen, wir versuchen andere nicht zu dominieren (Sanftmut), und das ist für jeden sichtbar.

Das ist ein großartiger Gedanke. Vielleicht hältst du sich für eine sanftmütige Person. Doch die Frage ist: „Ist meine Sanftmut für jeden sichtbar? Zeige ich wirklich allen Menschen gegenüber Sanftmut?“ Es ist leicht, manchen Menschen gegenüber sanftmütig zu sein – denen gegenüber, die „über“ uns zu stehen scheinen. Doch die Bibel sagt, wir sollen allen Menschen gegenüber Sanftmut erweisen.