Letter to Titus

Wahrheit und Gottesfurcht in einem

Paulus, Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi, gemäß dem Glauben der Auserwählten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit, die der Gottesfurcht entspricht. (Titus 1,1)

Der Apostel Paulus hatte viele Gefährten und Mitarbeiter. Einer von ihnen war ein junger Mann namens Titus. Sie verbreiteten zusammen die gute Nachricht von Jesus Christus und errichteten Gemeinden unter den Gläubigen auf der Insel Kreta.

Letter to Titus

Es kam der Tag, an dem Paulus gehen musste und Titus mit einer schweren Aufgabe zurückließ. Paulus wollte seinem jungen Mitarbeiter Anweisungen geben und ihn ermutigen, also schrieb er ihm diesen Brief. Vom Heiligen Geist inspiriert war dieser Brief nicht nur für Titus hilfreich, sondern für alle Kinder Gottes durch alle Zeiten hinweg.

Weil sein Brief vom Heiligen Geist inspiriert war und Teil des Neuen Testaments ist, hat jedes Wort und jeder Satz Tiefe und Bedeutung. Wir können sowohl von seinen allgemeinen Themen als auch von jedem einzelnen Wort und Satz lernen. Der erste Satz des Briefes – Titus 1,1 – ist ein gutes Beispiel dafür wie viel, unter der Leitung des Heiligen Geistes, mit wenigen Worten gesagt werden kann.

Erstens sehen wir, wie Paulus sich selbst sieht: als Knecht Gottes und als Apostel Jesu Christi. Man kann sich nur schwer einen niedrigeren Titel vorstellen als Knecht. Das ursprüngliche Wort spricht nicht nur von einem niedrigen Sklaven (ein griechischer Gelehrter nannte es „den verachtenswertesten und unterwürfigsten Ausdruck der griechischen Sprache für Sklave“), es war auch das Wort für einen freiwilligen Sklaven. Für Paulus war es eine Ehre, diesen demütigenden Titel zu tragen – er war ein freiwilliger Knecht, ein Sklave Gottes. Doch er war auch ein Apostel, ein Botschafter Gottes, einer von denen, die von Gott beauftragt wurden, das Fundament der Gemeinde zu bauen (Epheser 2,20).

Paulus sagte, dass seine Berufung zum Knecht und zum Apostel gemäß dem Glauben der Auserwählten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit war. Seine Berufung lag nicht darin, weil Gottes Auserwählte glaubten, sondern in der Harmonie mit dem Glauben, den Gottes Auserwählte teilten. Man erkennt die Auserwählten daran, dass sie die Erkenntnis der Wahrheit haben – sie glauben und bekennen die Wahrheit darüber, wer Jesus ist und warum Er kam und besonders was Er am Kreuz für uns tat.

In diesem Vers ist mindestens noch ein wichtiger Gedanke. Paulus schrieb, dass die Wahrheit, die Gottes Auserwählte erkennen, der Gottesfurcht entspricht. Sie stimmt mit einem gottgefälligen und moralischen Leben überein. Ein gottloses Leben, gezeichnet von Sünde und moralischen Kompromissen, erkennt die Wahrheit Gottes nicht.

Diese Wahrheit führt uns zu einem der großen Themen des Briefes an Titus: die Verbindung zwischen gesunder Lehre und einem gottgefälligen Leben. Wahrheit und Gottgefälligkeit sollten immer Hand in Hand gehen. Von Zeit zu Zeit sollten wir uns selbst beurteilen: Glaube ich an die Wahrheit, insbesondere über Jesus und Sein Werk für mich? Lebe ich gottgefällig, übereinstimmend mit der Wahrheit und der Natur Gottes? Wir müssen immer daran denken, dass beides wichtig ist, und dass es eine Verbindung gibt zwischen dem richtigen Glauben und dem richtigen Leben.

Pancakes

Wie ein schlechter Pfannkuchen

Ephraim hat sich mit anderen Völkern vermischt; Ephraim ist wie ein Kuchen, den man nicht umgewendet hat. Fremde haben seine Kraft verzehrt, und er erkennt es nicht; sein Haupthaar ist mir Grau gesprenkelt, und er erkennt es nicht. Wiewohl aber Israels Stolz sich als Zeuge gegen ihn erhebt, sind sie doch nicht zu dem HERRN, ihrem Gott, umgekehrt und haben ihn trotz allem nicht gesucht. (Hosea 7,8-10)

Gott liebt es, in Bildern zu reden. Durch die ganze Bibel gebraucht Gott Wortbilder, um uns mitzuteilen, wie Er die Dinge sieht. Hosea 7 ist voll von solchen Wortbildern, die den sündhaften Charakter von Israel zur Zeit Hoseas zu beschreiben. In diesem Kapitel sagt Gott, Israel sei wie: 

  • Ein Dieb, eine Bande Räuber
  • Eine ehebrechende Frau
  • Ein heißer Ofen
  • Eine einfältige Taube

Doch mein liebstes Wortbild aus Hosea 7 findet sich in den Versen 8 bis 10, wo Gott Israel einen Kuchen, den man nicht gewendet hat, nennt. Damit meint er einen nur „halb gebackenen“ Kuchen. Zu jener Zeit wurde Brot oft wie ein Kuchen zubereitet, der auf beiden Seiten gebacken wurde, so wie ein Pfannkuchen. Wenn Israel dachte, sie könnten sowohl dem Herrn als auch den Götzen dienen, waren sie wie ein nicht gewendeter Pfannkuchen – auf der einen Seite verbrannt und auf der anderen roh.

Pancakes

Das beschreibt genau den geistlichen und moralischen Zustand vieler Menschen. Sie sind vielen Dingen zu sehr ausgesetzt – vielleicht Dingen der Welt, des Fleisches und des Teufels. Doch anderen Dingen sind sie zu wenig ausgesetzt – den Dingen Gottes und des Heiligen Geistes. Darum sind sie wie ein Kuchen, den man nicht umgewendet hat. Wenn du schon einmal Pfannkuchen gemacht hast, weißt du, was man mit denen macht, die auf der einen Seite verbrannt und auf der anderen Seite roh sind – nichts. Du kannst das nicht in Ordnung bringen, indem du ihn drehst, denn die eine Seite ist immer noch verbrannt. Auf dieselbe Art kann Gott nicht viel mit einer Person machen, die zu sehr der Welt und zu wenig Gott ausgesetzt war.

Um diesen Selbstbetrug Israels zu beschreiben gebraucht Hosea ein weiteres Bild: „Sein Haupthaar ist mit Grau gesprenkelt, und er erkennt es nicht.“ Israel war wie ein alter Mann, der sich noch für jung hält und sich so verhält. Wir finden es lächerlich, wenn ein alter, grauhaariger Mann die modernste Kleidung trägt und die Umgangssprache junger Leute gebraucht. Wir fragen uns: „Wen glaubt der alte Mann täuschen zu können?“ Gott denkt dasselbe über uns, wenn wir uns selbst über unseren geistlichen Zustand etwas vormachen.

Wenn man bedenkt, wie leicht wir uns selbst betrügen und die Sünde für jeden offensichtlich ist, außer für uns, war Israels Zustand nicht ungewöhnlich. Nachdem Delila Simsons Haar abgeschnitten hat, lesen wir in Richter 16,20: „Er wusste aber nicht, dass der HERR von ihm gewichen war.“ Genau an diesen Punkt war das Volk Israel damals und sind es auch viele Menschen heute. Sie sind weit weg von Gott und leiden schon an den Folgen, aber sie können es nicht erkennen. Bitte Gott heute, deine Augen zu öffnen – nicht nur, dass du Ihn sehen kannst, sondern auch deinen echten geistlichen Zustand. Beides klar zu sehen ist der Weg zu echter geistlicher Gesundheit.

Crowning Kings

Ein König wie Jesus – und Seine Helfer

Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren, und Fürsten werden gemäß dem Recht herrschen. (Jesaja 32,1)

Es ist eine wunderbare Verheißung: Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren. Doch es wichtig dabei zu bedenken, dass der Prophet Jesaja diese Verheißung in einem bestimmten Zusammenhang machte. Im vorigen Kapitel versicherte Gott den Herrschern und dem Volk, dass die Assyrer gerichtet würden und Juda errettet würde. Doch Gott wollte nicht nur die Bedrohung beseitigen; Er wollte Juda auch mit einem gerechten König segnen. Darum wurde diese Verheißung gemacht.

Crowning Kings

Das Königreich Juda hatte einige schlechte Könige gehabt, also war das eine tolle Verheißung: ein König wird in Gerechtigkeit regieren. Auf bestimmte Weise erfüllte König Hiskia diese Prophezeiung. Über ihn lesen wir: „Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, ganz wie es sein Vater David getan hatte. . . Er vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, dass unter allen Königen von Juda keiner seinesgleichen war. Er hing dem HERRN an, wich nicht von ihm ab und befolgte die Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte (2. Könige 18,3 und 18,5-6). Das beschreibt wirklich einen König, der in Gerechtigkeit regiert.

Doch wenn wir die Worte lesen ein König wird in Gerechtigkeit regieren, erkennen wir, dass Hiskia letztendlich ein Bild für den König der Könige, Jesus Christus, war. Jeremia 23,5 sagt folgendes über den Messias. „Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken; der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden.“

Diese Verheißung mag sich also wirklich auf Hiskia und seine gottgefällige und erfolgreiche Regierung beziehen. Doch Hiskia und seine Regierung waren auch ein Bild für Jesus und Sein letztendliches Königreich. Man kann es wie der puritanische Schriftsteller Matthew Poole sagen: „Diese Prophezeiung schaut durch Hiskia auf Jesus.“

Die Verheißung hat auch noch einen zweiten Teil: und Fürsten werden gemäß dem Recht herrschen. Es war nicht genug – und das ist es nie – einen gerechten König zu haben. Der König braucht Helfer (hier Fürsten genannt) neben sich, die auch in Gerechtigkeit regieren. Hiskia hatte solch loyale Fürsten, wie Eljakim, Schebna, den Schreiber und die Ältesten der Priester (wie in 2. Könige 19,2 beschrieben wird).

Diese Männer waren keine Fürsten im eigentlichen Sinn oder Söhne von Hiskia. Das Wort, das hier mit Fürsten übersetzt ist, bedeutet jede Art von Herrscher unter einem König; einfach jemand, der dem König hilft und Seine Befehle ausführt.

Denk mal kurz darüber nach. Wenn Hiskia, der gerechte König, auf Jesus hinweist, wer sind dann Jesu Fürsten? Seine Kinder sind diese Fürsten! Lies 1. Petrus 2,9 sorgfältig: „Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht.“ Oder auch Offenbarung 5,10: „und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott, und wir werden herrschen auf Erden.“

Dies ist ein hohes und herrliches Schicksal, das Gott für Seine Kinder in den kommenden Zeitaltern bereit hält. Ein so hohes und herrliches Schicksal braucht Vorbereitung. Wir sollten uns jetzt um Treue und Gerechtigkeit bemühen; nicht nur für den Moment, sondern auch weil eben dieser Moment eine wunderbaren Absicht für die Welt danach bedeutet. Wir befinden uns im Training, um Fürsten zu werden, die treu mit Jesus regieren. Wir können über dieses Schicksal nachdenken und Gott dafür danken wie Er uns darauf vorbereitet.

ladder to nowhere

Ein erfolgreicher Fehler

Im achtzehnten Jahr der Regierung des Königs Jerobeam, des Sohnes Nebats, wurde Abija König über Juda. Er regierte drei Jahre lang in Jerusalem. Der Name seiner Mutter war Maacha, eine Tochter Abisaloms. Und er wandelte in allen Sünden seines Vaters, die dieser vor ihm getan hatte, und sein Herz war nicht ungeteilt mit dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. (1. Könige 15,1-3)

Die Linie der Könige von Israel begann mit Saul, aber er disqualifizierte sich selbst und so endete die Dynastie Sauls mit Saul – er war eine Ein-König-Dynastie. Dann kam David, der vielleicht der größte König von Israel war. Als nächstes kam Salomo, Davids Sohn, der den herrlichen Tempel baute.

ladder to nowhere

Doch nach Salomo folgt ein Desaster namens Rehobeam. Er ließ das Königreich in Fleischeslust und einen Bürgerkrieg versinken, und durch die Teilung der zwölf Stämme Israels gab es nun zwei Königreiche. Der König, der in 1. Könige 15,1-3 beschrieben wird, war der Sohn Rehobeams, und er saß auf dem Thron des Südreichs, das Juda genannt wurde. Darum lesen wir: Abija wurde König über Juda. Dieser Sohn Rehobeams regierte nur drei Jahre – Gott hat seine Regierung nicht gesegnet.

Wenn wir dies mit 2. Chronik 13 vergleichen, sehen wir, dass Abija etwas vom Herrn wusste, und er konnte predigen – doch er behielt den Götzendienst und die sexuelle Unmoral bei, die Rehobeam eingeführt hatte. Der Nachfolger Abijas (Asa) ließ die Zentren der sexuell motivierten Götzendienste entfernen, die damals überall üblich waren (1. Könige 15,12-13).

Sein Herz war nicht ungeteilt mit dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David.“ Das war das eigentliche Problem mit Abijas Regierung – er hatte keine echte Beziehung zu Gott. König David sündigte während seiner Regierungszeit, doch sein Herz blieb ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott. Das konnte man von Abija nicht sagen.

  1. Chronik 13 erzählt noch mehr interessante Details über Abijas Regierung. Es gab einen Krieg zwischen Jerobeam von Israel und Abija von Juda, und Abija forderte Jerobeam auf der Basis der Gerechtigkeit und Treue gegenüber Gott heraus. Jerobeam reagierte mit einem Überraschungsangriff, und es schien, als sei der Sieg Israels über Juda gewiss – doch Abija schrie zum Herrn, und Gott siegte für Juda an jenem Tag. 2. Chronik 13,18 sagt über diesen Krieg: „So wurden die Kinder Israels zu jener Zeit gedemütigt, aber die Kinder Judas wurden gestärkt; denn sie verließen sich auf den HERRN, den Gott ihrer Väter.“ Gott segnete Abijas Regierung, auch wenn er es nicht verdiente.

Doch die Chroniken erzählen uns auch vom Ende seiner kurzen Regierungszeit: „Abija aber erstarkte, und er nahm 14 Frauen und zeugte 22 Söhne und 16 Töchter“ (2. Chronik 13,21). Inmitten seines Sieges und seiner gutern Führung von Juda, hatte er niemals eine Beziehung zum Herrn.

Man kann sagen, dass Abija ein klassisches Beispiel für etwas ist, das heute immer mehr zunimmt: der erfolgreiche Fehler. Er war erfolgreich und versagte gleichzeitig. Er stieg die Erfolgsleiter bis nach ganz oben – nur um dann herauszufinden, dass die Leiter am falschen Gebäude lehnte. Abija glaubte, das Wichtigste im Leben sei es, ein guter König zu sein; doch er übersah das Wichtigste: sein persönliches Leben mit Gott. Mach nicht denselben Fehler in deinem Leben.

Destination

Nicht beschämt bei seiner Wiederkunft

Und nun Kinder, bleibt in ihm, damit wir Freudigkeit haben, wenn er erscheint, und uns nicht schämen müssen vor ihm bei seiner Wiederkunft.“ (1. Johannes 2,28)

Bist du jemals irgendwo angekommen und warst total enttäuscht?

Destination

Ein Polizist in Connecticut bemerkte ein Auto, das zu schnell unterwegs war und auf die Beschreibung eines Fluchtautos bei einem Raubüberfall passte. Er verfolgte das Auto, das daraufhin falsch abbog, und zwar zum MacDougall Correctional Institut, einem Hochsicherheitsgefängnis. Der Mann sprang aus seinem Auto und lief direkt in das Büro. „Ich glaube, er dachte, es sei ein Einkaufszentrum,“ sagt der Polizist. „Aber ich hab noch nicht viele Einkaufszentren mit Stacheldraht drumherum gesehen.“

In 1. Johannes 2,28 präsentiert Johannes uns einen herausfordernden Gedanken. Wenn wir an unserem ewigen Bestimmungsort ankommen, werden einige enttäuscht sein. Wenn Jesus wiederkommt, werden einige Menschen große Angst haben, weil sie Jesus nie kannten. Doch unter denen, die Jesus kennen, werden einige zwar keine Angst haben, aber sie werden sich schämen vor ihm bei seiner Wiederkunft. Ihnen wird bewusst, dass sie ein weltliches, unfruchtbares Leben geführt haben. In einem Moment wird ihnen klar, dass sie, egal was sie auch im Leben erreicht haben, sie nicht in Ihm geblieben sind.

Der Apostel Paulus sprach über die, die gerade so gerettet sind: „so wird er Schaden erleiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch“ (1. Korinther 3,15). Es wird Menschen geben für die, zumindest für einen Moment, die Wiederkunft Jesu eher eine Enttäuschung wird. Vielleicht nur für einen kleinen Moment; aber der Schaden oder die Scham sind keine Gedanken, die wir mit der Wiederkunft Jesu verbinden wollen.

Einige fragen sich vielleicht: „Was macht das für einen Unterschied? Solange wir es in den Himmel schaffen, ist doch alles gut.“ Nicht wirklich. Wie gering ist der Abstand von „gerade eben gerettet“ und „nicht gerettet“? Wenn jemand fragt: „Wie wenig muss ich tun, um es noch in den Himmel zu schaffen?“ oder „Wie weit kann ich mich vom Hirten entfernen und trotzdem Teil der Herde sein?“ dann stellen sie ziemlich gefährliche Fragen.

Wir erwarten die Wiederkehr Jesu und wollen dafür bereit sein. Doch der beste Weg, um für Seine Rückkehr bereit zu sein, ist nicht, sich in ein Kloster zurückzuziehen, um weit weg zu sein von dieser bösen Welt.

1.Johannes 2,28 sagt es deutlich: Wenn du bereit sein willst für die Wiederkehr Jesu und dich nicht schämen musst vor Ihm bei seiner Wiederkunft, dann bleib in Ihm. Lebe wie Jesus. Mache Ihn und nicht dich selbst zum Mittelpunkt deines Lebens. Dann wirst du, egal zu welcher Stunde Jesus kommt, bereit sein und ohne Scham vor Ihm stehen.

Willst du bereit sein für die Rückkehr von Jesus? Lebe in Ihm.

Lamb for Sacrifice

Sie werden Ihn nicht finden

Mit ihren Schafen und mit ihren Rindern werden sie kommen, um den HERRN zu suchen; aber sie werden ihn nicht finden; er hat sich von ihnen entfernt. (Hosea 5,6)

Zur Zeit Hoseas musste Israel Tieropfer bringen, sowohl als Sühne für ihre Sünden als auch um Gemeinschaft mit Gott zu haben. Doch es war möglich, das Opfer ohne ein hingegebenes Herz oder Leben zu bringen – es wurde zu einem leeren Ritual. Als Hosea zu Israel sprach, war ihre Anbetung hauptsächlich ein leeres Ritual.

Lamb for Sacrifice

Wir erkennen das an den Worten: Sie kommen, um den Herrn zu suchen; aber sie werden ihn nicht finden.

Einige Verse zuvor beschreibt Gott ihre oberflächliche Buße: ihre Taten erlauben ihnen nicht, zu ihrem Gott zurückzukehren (Hosea 5,4). Wenn sie solch oberflächlich religiöse Gebärden der Buße ausführten, würden sie ihn nicht finden.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen oberflächlichen religiösen Gebärden und einem Herz, das sich wahrhaftig Gott zuwendet. In einer Krise wendet sich so mancher an Gott – aber will nicht wirklich sein Leben Ihm hingeben.

Heutzutage denken viele Menschen, dass sie Gott suchen, wenn sie nur oberflächlich nach Ihm forschen. Zum Beispiel wenn ein Mann sagt: „Ich wuchs in einer Baptistengemeinde auf und habe Gott dort nicht gefunden. Also ging ich zu den Methodisten und habe Gott dort nicht gefunden. Dann ging ich in eine Pfingstgemeinde, aber habe Gott dort nicht gefunden. Nun bin ich in der Presbyterianischen Kirche und finde Gott nicht.“

Dieser Mann glaubt vielleicht, dass er intensiv nach Gott gesucht hat, aber das könnte eine Illusion sein. Die Wahrheit könnte sein, dass er vor Gott wegläuft. Als Gott ihm in der Baptistengemeinde nahe kam, ging er weg zu den Methodisten. Als Gott ihm in der Methodistengemeinde näher kam, wurde er Pfingstler. Dieser Mann folgte an jedem Ort demselben Muster – einer oberflächlichen Suche nach Gott, die zurückschreckt, wenn er Gott wirklich näher kam. Unsere sündhafte, fleischliche Natur hat nichts gegen Religion und religiöse Rituale – doch sie tut alles, um uns davon abzuhalten, Gott nahe zu kommen.

Gott belohnt eine solch oberflächliche Suche nicht. Man mag damit jeden täuschen können, aber Gott nicht. Darum verkündete Hosea das traurige Urteil: er hat sich von ihnen entfernt. Das kann passieren. Wir können so fest in unserer Sünde und Rebellion sein, dass Gott uns verlässt. Für gewöhnlich merken wir das zuerst gar nicht, doch wenn wir den Herrn rufen und nicht finden, dann sehen wir das Resultat davon, wenn wir Gott wegstoßen.

Ohne eine echte Beziehung zu Gott, die auf Glauben basiert, können religiöse Traditionen uns Gott nicht näher bringen. Vielleicht bist du frustriert, weil du anscheinend so viel für Gott tust und Ihn doch nicht findest. Hör auf, dich auf leere Rituale zu verlassen und komme im Glauben zu Ihm. Lass die Verheißung von Jeremia 29,14 wahr werden: ich werde mich von euch finden lassen, spricht der HERR.

New Year Predictions

Vorhersagen für das neue Jahr

Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden! (Johannes 16,33)

Am Anfang eines neuen Jahres werden alle möglichen Vorhersagen angeboten. Ich glaube, wir können diese Aussage von Jesus als Vorhersage für das Jahr 2018  – oder jedes andere Jahr – nehmen. Schau dir an, was Jesus für das gerade angefangene Jahr vorhersagt.

New Year Predictions

Als erstes: in der Welt habt ihr Bedrängnis. Darauf kannst du dich verlassen – du wirst dieses Jahr Bedrängnis erleben. Das alte griechische Wort für Bedrängnis steht für Stress oder Druck. Du wirst dieses Jahr Stress und Druck haben, Jesus hat das verheißen. Du wirst eine Zeit der Ruhe und unendlichen Glücks haben – aber das kommt erst im Himmel, nicht auf der Erde. Wenn wir Nachfolger von Jesus werden, haben wir vielleicht weniger Probleme mit uns selbst, aber wir haben sie definitiv immer noch.

Wenn man das versteht, hat man keine falschen Hoffnungen. Viele Christen hoffen auf den Tag, an dem sie über Bedrängnis lachen werden und sie im Leben einen mühelosen Sieg nach dem anderen erleben. Doch so lange wir in dieser Welt sind, werden wir zu kämpfen haben; doch wir haben den Frieden in Jesus. Deine jetzigen Probleme werden vielleicht eines Tages weg sein, doch danach wird es ein anderes Gebiet geben, das von Gott erobert werden muss.

Zweitens wird uns etwas Größeres als Bedrängnis verheißen: seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Damit ruft Jesus Seinen Sieg aus. Es ist eine erstaunliche Aussage von einem Mann, der verhaftet, verlassen, zurückgewiesen, verspottet, gepeinigt und hingerichtet werden sollte. Die religiösen Autoritäten schienen Ihn besiegt zu haben.  Der Mob, der „kreuzigt Ihn“, schrie, schien Ihn besiegt zu haben. Die Soldaten, die Seine Kreuzigung überwachten, schienen Ihn besiegt zu haben. Selbst der Tod und das Grab schienen Ihn besiegt zu haben. Doch ihr scheinbarer Sieg währte nicht lange. Die Herrlichkeit der Auferstehung machte deutlich, dass Jesus wirklich sagen konnte: ich habe die Welt überwunden.

Weil Er all das wusste, machte Jesus ein ernsthaftes Angebot. Er bot uns das Geschenk des Trostes in der Bedrängnis an. Der Gedanke hinter diesem Ausdruck ist mehr „habt Mut“ als „seid getrost“. Wir können Mut haben, weil Jesus die Welt überwunden hat.

Bedenke auch die Bedeutung der Worte, mit denen dieser Vers anfängt: Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. Dieses Angebot auf Frieden wurde in der unpassendsten Situation gemacht. Genau in dieser Minute traf sich Judas mit den Feinden Jesu, um Seine Verhaftung zu planen. Jesus wusste, dass Er verhaftet, verlassen, zurückgewiesen, verspottet, gedemütigt, gepeinigt und hingerichtet werden würde noch bevor der nächste Tag vorüber war. Man sollte meinen, dass die Jünger Ihn hätten trösten müssen – doch Jesus hatte Frieden für sich selbst und zwar genug, um anderen davon zu geben.

Bemerke, dass Jesus keinen Frieden verheißen hat, sondern ihn angeboten hat. Er sagte: damit ihr Frieden habt. Man kann Jesus nachfolgen und doch nicht diesen Frieden haben. Wir bekommen diesen Frieden, den Jesus anbietet, wenn wir ihn in Ihm finden. Jesus sagte: damit ihr in mir Frieden habt. Wir werden nirgendwo sonst Frieden finden, außer in Jesus.

Das ist dein Jahr. Du wirst Bedrängnis erleben. Wir können darauf zurückschauen, wie Jesus die Welt überwunden hat. Wenn wir wirklich Seinen Sieg als unseren annehmen, können wir Frieden haben. Das ist eine Vorhersage, die wirklich wahr wird.

Left Alone

Lasst in Ruhe

Ephraim ist an die Götzen gebunden, lass ihn in Ruhe. (Hosea 4,17)

Nachdem das Volk Gottes in zwei Nationen aufgeteilt worden war – Juda und Israel, war der größte und einflussreichste Stamm im nördlichen Königreich Ephraim. Daher ist es nicht unüblich, Propheten zu finden, die die Nation Israels als „Ephraim“ zu bezeichnen. Hier in Hosea 4,17 haben wir ein klares und tragisches Beispiel dieser Bezeichnung: Ephraim ist an die Götzen gebunden, lass ihn in Ruhe.

Left Alone

Als das Volk Gottes Götzen nachfolgte, geschah dies nicht, weil es begeistert davon war, sich vor Statuen zu verbeugen. Es geschah wegen der Sehnsucht nach den Dingen, die diese Gottesbilder repräsentierten. Baal war der Gott des Wetters, und in einer landwirtschaftlichen Gemeinschaft, hatten die Landwirte häufig das Gefühl, sie müssten den Gott des Wetters glücklich machen, um sicher zu stellen, dass es weiterhin regnet. Astoreth war die Göttin der Sexualität und der Fruchtbarkeit. Die Menschen „beteten“ sie an, um gesetzwidriges Vergnügen mit einer Tempelprostituierten haben zu können oder um sie zu besänftigen für mehr Fruchtbarkeit in der Familie, den Herden oder Feldern.

Als das Volk Gottes Götzen nachfolgte, gab es kaum eine bewusste Ablehnung des Herrn. Eher glaubten sie, sie würden die Anbetung einer lokalen Gottheit ihrer Anbetung von Jahwe „hinzufügen“. In ihren Köpfen sagten sie sich: „Wir lieben den Herrn noch, wir wollen einfach nur die anderen Götter auch verehren.“ Aber der Herr Gott Israels wollte nichts davon. Als Er sah, dass Ephraim Götzen hinzutat, kündigte Er Sein Gericht an: Lass ihn in Ruhe.

Das scheint ein ziemlich mildes Urteil zu sein. Lass ihn in Ruhe – das ist nicht sehr hart. Die meisten Kriminellen wären froh, wenn die Polizei und die Gerichte sie einfach in Ruhe ließen. Jeder Schuldner wäre glücklich, wenn seine Kreditgeber ihn in Ruhe ließen. Aber wenn Gott jemanden in Ruhe lässt, dann ist das Gericht.

Im Fall des antiken Israels war es Gericht, weil Gott wusste, was kommen würde. Als die mächtige assyrische Armee gegen sie aufmarschierte, kämpften sie für sich selbst – Gott ließ sie in Ruhe. Wenn eine solche Krise kommt, wollen wir plötzlich nicht mehr, dass Gott uns alleine lässt. Verzweifelt flehen wir Ihn dann um Hilfe an. Aber manchmal sagt Gott: „Du wolltest mich nicht, also respektiere ich deinen Wunsch. Da musst du alleine durch.“ Das ist schlecht für dich.

Wir wollen nicht, dass Gott uns alleine lässt, weil wir Ihn brauchen, damit Er uns vor unseren geistlichen Feinden beschützt. Satan wollte Petrus wie Weizen aussieben, aber Jesus ließ Petrus während diesem Angriff nicht allein. Jesus betete für Petrus, und dieser ging siegreich daraus hervor (Lukas 22,31-32).

Wir wollen nicht, dass Gott uns alleine lässt, weil wir Ihn brauchen, damit Er uns vor uns selbst beschützt. Wenn wir uns selbst überlassen sind, mit unseren eigenen sündhaften Herzen, driften wir mit Sicherheit vom Herrn weg. Das Einzige, das Gott tun muss, um sicherzugehen, dass ein Mensch sich zugrunde richtet, ist, ihn alleine zu lassen. Unser Gebet sollte immer sein: „Herr, lass mich nicht allein. Arbeite weiter an mir.“

Tatsache ist, dass Er uns nie allein lässt. Nur manchmal respektiert Er unseren Wunsch, allein zu sein. Doch letztendlich willst du nicht, dass Gott dich alleine lässt. Verfolge Gott, wie die Witwe, die nicht aufgab (Lukas 18,3-5) und du musst dich nie mehr darum ängstigen, allein gelassen zu werden.

Chariots and Horsemen

Streitwagen, Reiter oder der Herr?

Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen, um Hilfe zu suchen, und sich auf Pferde verlassen und auf Streitwagen vertrauen, weil es so viele sind, und auf Reiter, weil sie sehr stark sind, aber auf den Heiligen Israels nicht schauen und den HERRN nicht suchen! (Jesaja 31,1)

Die Bedrohung war real und sie raste auf Jerusalem zu. Es war die mächtige Armee der Assyrer, berüchtigt für ihre Grausamkeit und Zerstörung. Wegen dieser drohenden Gefahr mussten die Führer von Juda etwas tun, aber tragischerweise taten sie das Falsche. Sie lagen falsch mit dem, was sie taten und mit dem, was nicht taten. Der Prophet Jesaja sprach beides in diesem einzigen Vers an.

Chariots and Horsemen

Der erste Fehler war die Sünde, dass die auf Ägypten und seine militärische Kraft vertrauten. Der zweite war die Sünde, dass sie nicht auf den Heiligen Israels schauten. Darum sagt er: „Wehe denen, die nach Ägypten hinabziehen, um Hilfe zu suchen, um sich auf Pferde zu verlassen und auf Streitwagen zu vertrauen.“ Gott hatte die Stämme Israels zu einer besonderen Beziehung mit Ihm berufen, und Er hatte versprochen, sie im verheißenen Land zu beschützen, wenn sie Ihm vertrauten. Doch in diesen Umständen, hielt der Anführer des Königreichs Juda es für einfacher, nach Ägypten hinabzuziehen, um Hilfe zu suchen, anstatt auf Gott zu vertrauen, der doch bei ihnen war.

Um fair zu sein, muss man erwähnen, dass Juda Grund hatte in Streitwagen zu vertrauen. Sie sahen die Anzahl der Streitwagen von Ägypten: weil es so viele sind. Viele Streitwagen könnten Juda bestimmt vor den Assyrern retten!

Sie dachten auch, dass sie Grund hatten, auf Reiter zu vertrauen. Sie sahen sich die Reiter der ägyptischen Armee an und erkannten, dass sie sehr stark waren. Sicherlich könnten die starken Reiter von Ägypten sie retten!

Diese zwei Gründe konnten sie finden, doch sie fanden keinen Grund, dem Herrn zu vertrauen. Es ist wichtig, zu erkennen, dass sie ihren Glauben nicht verloren hatten. Man kann sagen, dass jeder durch Glauben lebt. Hier hatten die Anführer von Juda jede Menge Glauben, doch sie glaubten an Streitwagen und Reiter von Ägypten.

Glaube ist einfach ein Teil der menschlichen Natur. Finanzgenies glauben an die Kräfte des Marktes. Militärische Anführer glauben an Bomben und Waffen. Wissenschaftler glauben an die Ordnung der Natur. Nach demselben Muster glaubten die Anführer Jerusalems an Ägypten.

Das lässt uns über uns nachdenken. Manchmal sagen wir uns selbst, dass wir mehr Glauben brauchen, wenn wir doch genug Glauben haben; wir glauben nur an die falschen Dinge. Auf unsere eigene Art glauben wir an Streitwagen und Reiter von Ägypten anstatt an den Gott, der einen Bund mit uns einging, dass Er unser Gott ist, wenn wir Sein Volk sind.

Wie viel besser ist es, das Herz des Psalmisten in Psalm 20,8 zu haben: Jene rühmen sich der Wagen und diese der Rosse; wir aber des Namens des HERRN, unseres Gottes. Unser Vertrauen sollte nur im Herrn liegen. Ich mag, was der alte puritanische Schriftsteller John Trapp sagte: „Derjenige, der mit einem Fuß auf dem Felsen steht und mit dem anderen auf Treibsand, wird sinken und untergehen, genauso sicher, wie er untergehen würde, wenn er mit beiden Füßen auf Treibsand stünde.“

Stelle sicher, dass du mit beiden Füßen auf dem Felsen des echten Vertrauens auf Gott stehst.

Trading Gold for Bronze

Gold gegen Bronze tauschen

Und er nahm die Schätze des Hauses des HERRN und die Schätze des königlichen Hauses, alles nahm er weg, auch alle goldenen Schilde, die Salomo hatte machen lassen. An ihrer Stelle  ließ der König Rehabeam eherne Schilde machen und übergab sie den Obersten der Leibwächter, welche die Tür am Haus des Königs hüteten. (1. Könige 14,26-27)

Salomos Tempel war eine der großen Leistungen des antiken Israels – dieses schöne Gebäude war voll mit Wertgegenständen, die den Segen und die Herrlichkeit von Salomos Reich widerspiegelten. Das macht es umso trauriger, zu lesen, was Salomos Sohn Rehabeam machte: Und er nahm die Schätze des Hauses des HERRN und die Schätze des königlichen Hauses. Salomo hatte seinem Sohn großen Reichtum hinterlassen, sowohl im Tempel als auch im Palast. Nach nur fünf Jahren war fast alles weg.

Trading Gold for Bronze

In 1. Könige 10,16-17 können wir mehr darüber lesen. Hier werden 500 Schilde, 200 kleine und 300 große, genannt. Diese wunderbaren Schilde standen im Haus des Libanonwaldes, doch sie wurden nicht im Kampf genutzt. Gold war zu schwer und zu weich dafür. Dies war ein Beispiel für die Betonung des Bildes über das Wesentliche, die mit Salomo begann und mit Rehabeam schlimmer wurde. Weil sie sich nur noch für das Äußere interessierten, ging das Wesentliche verloren. Diese goldenen Schilde wurden den Ägyptern übergeben. Man schätzt, dass sie 33 Milionen Dollar wert waren – und nun waren sie in der Hand der Ägypter.

An ihrer Stelle ließ der König Rehabeam eherne Schilde machen. Das Austauschen von Gold gegen Bronze ist ein perfektes Bild für den Abstieg in den Tagen Rehabeams. Wir lesen auch, dass er sie an den Obersten der Leibwächter übergab. Zur Zeit von Salomo hingen die goldenen Schilde im Haus des Libanonwaldes (1. Könige 10,16-17). Unter Rehabeam wurden die bronzenen Schilde in einem bewachten Raum für besondere staatliche Anlässe aufbewahrt.

Man kann sich fast vorstellen, wie König Rehabeam durch diese Hallen mit den Schilden geht und sich selbst versichert, dass es keinen großen Unterschied zwischen den goldenen und den bronzenen Schilden gab. Trotzdem war es wirklich ein trauriger Versuch, den Schein zu wahren.

Das kann auch unseren geistlichen Zustand beschreiben. Unsere geistliche Stärke und Ehre wird uns durch Sünde und Kompromisse geraubt. Doch wir arbeiten hart daran, nach außen hin geistlich auszusehen und beschäftigt zu wirken. Rituale ersetzen Beziehungen. Wir dienen Gott mit dem Autopiloten anstatt mit echter Liebe. Bronze ersetzt Gold.

Denke daran, wie tief Rehabeam in nur ein paar Jahren fiel. Er erbte ein Königreich, und nur fünf Jahre später konnte er sein Reich nur noch dadurch beschützen, dass er seinen Feinden die Schätze überließ, die er von seinem Vater geerbt hatte. An Salomos Hof achtete man kein Silber (1. Könige 10,21); und nun gab sein Sohn sich mit Bronze zufrieden. Die Dynastie ging in fünf Jahren von Gold zu Bronze.

2. Chronik sagt über Rehabeam: „Er tat aber, was böse war, denn er hatte sein Herz nicht darauf ausgerichtet, den HERRN zu suchen.“ (2. Chronik 12,14) Das spricht von seiner fehlenden Beziehung zum Herrn. Das ist ein sicherer Weg, um von Gold zu Bronze zu kommen.