surprising blessing

Überraschende Barmherzigkeit

Dieser eroberte das Gebiet Israels zurück, von Lebo-Hamat an bis an das Meer der Arava, nach dem Wort des Herrn, des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amittais, den Propheten aus Gat-Hepher. Denn der Herr sah das so bittere Elend Israels, daß Mündige und Unmündige dahin waren und es keinen Retter für Israel gab. Und der Herr hatte nicht gesagt, daß er den Namen Israels unter dem Himmel austilgen wolle; deswegen half er ihnen durch Jerobeam, den Sohn des Joas. (2. Könige 14,25-27)

Diese Verse erzählen uns von der Regierung Jerobeams, dem König von Israel. In 2. Könige 14,24 lesen wir, dass „er tat, was böse in den Augen des HERRN war.“ Doch wir sehen hier drei überraschende Dinge, die Gott zur Zeit des Jerobeam tat.

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Erstens sehen wir einen überraschenden Propheten: Nach dem Wort des HERRN, des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amittais, den Propheten aus Gat-Hepher. Das ist mit ziemlicher Sicherheit derselbe Jona, der für seine Reise nach Ninive bekannt wurde. Offensichtlich hatte er auch einen Dienst in seinem eigenen Volk und nicht nur in Ninive, wie es im Buch Jona geschrieben steht. Es ist gut, sich bewusst zu machen, dass Gott durch die Propheten damals viel mehr tat, als wir allgemein denken.

Zweitens sehen wir die Treue Gottes: Und der HERR hatte nicht gesagt, dass er den Namen Israels unter dem Himmel austilgen wolle. Auch wenn Israel Gott gegenüber so oft untreu geworden war, würde Er ihnen treu bleiben. Er wirkte sogar durch einen gottlosen Mann wie Jerobeam, um sie zu retten, als es keinen Retter für Israel gab.

Und schließlich sehen wir die überraschende Barmherzigkeit Gottes: Dieser eroberte das Gebiet Israels zurück…denn der HERR sah das bittere Elend Israels. In Seiner großen Barmherzigkeit war Gott freundlich zu Israel, das von einem bösen König regiert wurde. Diese barmherzige Wiederherstellung zeigte sich auf viele Arten. Israel gewonn verlorene Gebiete zurück, und sie kamen in den Genuss von Wohlstand.

Dafür gibt es archäologische Beweise. Ausgrabungen antiker israelischer Städte zeigen, dass zur Zeit von Jerobeams Regierung größere und luxuriösere Häuser gebaut wurden. Als Israel Zerstörung und Mangel verdient hatte, gab Gott ihnen überraschende Barmherzigkeit durch ihren bösen König Jerobeam. Doch im Buch Amos können wir lesen, dass Israel nicht gut mit diesem Wohlstand umging, und die Boshaftigkeit, die sie unter dem Wohlstand von Jerobeam dem zweiten zeigten, brachte nur größeres Gericht auf sie.

Freunde, Gott hat uns große Barmherzigkeit – überraschende Barmherzigkeit – in Jesus Christus erwiesen. Er hat uns unsere Sünden vergeben und uns, durch das, was Jesus am Kreuz tat, eine Beziehung zu Ihm möglich gemacht. Gott hat Gebiete zurück erobert, die dir von der Welt, dem Fleisch und dem Teufel genommen wurden und hat dir in vieler Weise Wohlstand gegeben.

Wie wirst du auf Seine überraschende Barmherzigkeit reagieren? Bitte vergiß nicht, dich Gott unterzuordnen und Ihn zu ehren, wenn Er dir große Barmherzigkeit zeigt.

unnecessary trouble

Unnötige Probleme

Und Joas, der König von Israel, nahm Amazja, den König von Juda, den Sohn des Joas, des Sohnes Ahasjas, bei Beth-Schemesch gefangen; und er kam nach Jerusalem und riß die Stadtmauern ein, vom Tor Ephraim bis zum Ecktor, auf 400 Ellen Länge. Und er nahm alles Gold und Silber und alle Geräte, die sich im Haus des Herrn und in den Schätzen im Haus des Königs fanden, dazu Geiseln, und kehrte wieder nach Samaria zurück. (2. Könige 14,13-14)

Amazja war der König von Juda, das Königreich der zwei südlichen Stämme der Nachkommen Israels. Eigentlich war er ein guter und gottgefälliger König (2. Könige 14,3). Die Bibel erzählt uns von seinem Gehorsam und seinen großen Siegen. Doch er schuf sich selbst unnötige Probleme, und in 2. Könige 14,13-14 lesen wir, was die Konsequenzen seiner Dummheit waren

unnecessary trouble

Amazja griff törichterweise den König von Israel an, das Königreich der zehn nördlichen Stämme. Durch diesen dummen und unnötigen Angriff auf seine Brüder im Norden nahm Joas, der König von Israel, gefangen, und er verlor seine Freiheit und wurde eine Zeit lang der Gefangene des Königs von Israel.

Joas hatte Amazja gewarnt (2. Könige 14,8-11), aber der hörte nicht. Er fragte Amazja: „warum willst das Unheil herausfordern?“ (2. Könige 25,19). Vielleicht wollte er nicht hören, weil seine Armee kampferprobt und mächtig war. Doch Gott gewährte Israel den Sieg über Juda, um den Götzendienst Amazjas zu bestrafen. 2. Chronik 25,20 sagt uns, dass dies passierte, weil Amazja die Götter von Edom anbetete.

Also ging Joas nach Jerusalem und riß die Stadtmauern ein. Das waren unnötige Probleme. Wegen seinem törichten Angriff musste Amazja zusehen, wie die Verteidigungsmauern von Jerusalem niedergerissen wurden. Sie verloren nicht nur die Schlacht, sondern sie waren auch gegen zukünftige Angriffe nicht mehr gut gewappnet.

Als Joas nach Jerusalem kam, nahm er alles Gold und Silber. Das waren unnötige Probleme. Wegen seinem törichten Angriff, verlor Amazja den Schatz von Gottes Volk. Amazja war nicht weise genug, um zu überblicken, dass eine Niederlage nicht nur ihm, sondern auch anderen wehtun würde.

Es ging sogar so weit, dass Geiseln mit nach Samaria genommen wurden. Das waren unnötige Probleme. Amazja traf die Entscheidung Israel anzugreifen, doch der Preis für den törichten Angriff musste das ganze Königreich Juda bezahlen. Dies ist eine ernste Warnung an alle Leiter, dass sie sich bewusst sein müssen, dass ihre dummen Entscheidungen unnötige Probleme für sich und viele andere bedeuten.

Amazja hörte die Warnung: „warum willst du das Unheil herausfordern?“ Er hörte es, doch er wollte nicht hören. Viele von uns gehen in dieselbe Falle. Wir fordern unnötige Probleme heraus und verletzen nicht nur uns selbst, sondern auch die, die uns nahe stehen.

Der Name Amazja bedeutet „Stärke Jahwes.“ Aber 2. Chronik 25,11 erzählt uns „Amazja stärkte sich selbst.“ Wenn du deine Kraft in dir selbst suchst, wirst du Probleme kriegen und nicht in der Lage sein, dich selbst zu retten. Erinnere dich stattdessen an die Bedeutung von dem Namen Jesus: „Jahwe ist Rettung.“ Wenn wir auf Jesus vertrauen, ist Gott unsere Stärke und Weisheit und rettet uns vor unnötigen Problemen.

 

Shooting Arrows

Weiterschießen

Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und als der sie nahm, sprach er zum König von Israel: Schlage auf die Erde! Da schlug er dreimal und hielt inne. Da wurde der Mann Gottes zornig über ihn und sprach: Wenn du fünf- oder sechsmal geschlagen hättest, dann hättest du die Aramäer bis zur Vernichtung geschlagen; nun aber wirst du die Aramäer nur dreimal schlagen! (2. Könige 13,18-19)

Der König von Israel war bei dem sterbenden Propheten Elisa, und Elisa sagte ihm, er solle einige Pfeile aus dem Fenster in Richtung der Feinde Israels, Syrien, schießen. Damit wollte Elisa die Verbindung zwischen dem Abschießen der Pfeile und der Möglichkeit eines Sieges über die Syrische Armee darstellen. Jeder Pfeil stand für eine gewonnene Schlacht, der HERR rettete Israel vor Syrien.

Shooting Arrows

Aber als König Joas die Gelegenheit hatte, die Verheißung Gottes in Anspruch zu nehmen und damit viel zu gewinnen, schoß er nur drei Pfeile und hörte dann auf. Er verstand nicht, was er hätte haben können – dass jeder Pfeil einen Sieg im Kampf gegen die Syrer repräsentierte, und dass er die Aufforderung des Propheten kühner hätte angehen sollen.

Weil König Joas diesen strategischen Moment nicht nutzte, wurde der Mann Gottes zornig über ihn. Der Prophet Elisa wurde zornig, denn nun würde Israel nur drei Siege über die Syrische Armee erlangen, anstatt vieler mehr, die sie hätten haben können.

Es gibt viele Situationen, in denen wir „weiterschießen“ sollten, aber wir sind mit nur einem kleinen Erfolg zufrieden. Gott möchte, dass wir vorwärts gehen, doch wir halten uns zurück. Also, halt dich nicht zurück!

  • Schieß weiter im Kampf gegen die Sünde.
  • Schieß weiter im Erwerben von Wissen über den Glauben.
  • Schieß weiter im Erlangen von Glauben.
  • Schieß weiter um mehr für das Reich Gottes zu tun.
  • Schieß weiter, denn die Welt, das Fleisch und der Teufel werden auch nicht aufhören auf dich zu schießen.

Wenn Gott uns einlädt, etwas im Glauben zu tun, sollten wir das mutig in Angriff nehmen und Gott damit ehren, dass wir nicht versagen und alles annehmen, was Er uns geben möchte. Wir sollten Ihn bitten in dem Wissen, dass Er ein großer König und Geber ist, der durch mutige und ehrfürchtige Bitten geehrt wird.

Joas mag viele Entschuldigungen gehabt haben; doch keine davon war berechtigt.

  • „Ich habe aufgehört zu schießen, weil ich nicht vermessen sein wollte und um zu viel bitten wollte.“
  • „Ich habe aufgehört zu schießen, weil ich kein guter Schütze bin.“
  • „Ich habe aufgehört zu schießen, weil Elisa mir nicht mehr geholfen hat.“
  • „Ich habe aufgehört zu schießen, weil ich drei für genug hielt.“
  • „Ich habe aufgehört zu schießen, weil ich nicht dachte, dass das gut sei.“
  • „Ich habe aufgehört zu schießen, weil ich keine Lust mehr hatte. Ich war nicht in der Stimmung.“
  • „Ich habe aufgehört zu schießen, weil ich nicht übertreiben wollte.“

Brüder und Schwestern, wenn Gott eine Tür öffnet oder dir eine Gelegenheit gibt, mach das Beste daraus. „Schieß weiter“ bis Gott sagt, du kannst aufhören!

Hands on the Bow

Hand an den Bogen

Elisa aber sprach zu ihm: Nimm einen Bogen und Pfeile! Und er holte ihm einen Bogen und Pfeile. Und Elisa sprach zum König von Israel: Spanne mit deiner Hand den Bogen! Und er spannte ihn mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hände auf die Hände des Königs. (2. Könige 13,15-16)

Elisa, einer der größten Propheten Israels, stand kurz vor seinem Tod. Auch wenn er ein Mann Gottes war und viele Menschen geheilt hatte, sollte er an einer Krankheit sterben (2. Könige 13,14).

Als sein Todeszeitpunkt näher kam, war Joas, der König von Israel, besorgt. Israel war immer noch eine kleine Nation mit vielen Feinden (genau wie heute!). Zu jener Zeit war die größte Bedrohung Syrien. Doch König Joas hatte irgendwie verstanden, dass die wahre Stärke Israels nicht in ihren Armeen, Reitern oder Kriegswagen lag, sondern in ihrer nahen und treuen Beziehung zu Gott. Propheten wie Elisa hielten diese Beziehung aufrecht, also war Elisa ein Teil von Israels Kraft – aber er würde bald sterben.

Hands on the Bow

Zu diesem Zeitpunkt sagt Elisa dem König: Nimm einen Bogen und Pfeile. Er sollte dann einen Pfeil durch das Fenster schießen, und mit diesem Bild wollte der Prophet ihm zeigen, dass der Pfeil der Rettung des HERRN immer noch da war. Alles was Joas tun musste war, den Pfeil im Glauben zu schießen.

König Joas tat was der Prophet ihm sagte. Stell dir die Szene vor: Joas stellte sich vor das Fenster, das in Richtung Syrien zeigte. Ein Diener brachte ihm Pfeil und Bogen. Elisa sagte ihm: „Spanne mit deiner Hand den Bogen.“ Und als Joas den Pfeil an den Bogen legte und vor dem Fenster stand, passierte etwas Unerwartetes.

Elisa stellte sich hinter den König, und als Joas den Bogen spannte, legte Elisa seine Hände auf die Hände des Königs. Wie ein Vater, der seinem Kind dabei hilft einen Pfeil abzuschießen, führte der Prophet die Hände Joas.

Ich halte diese Szene für erstaunlich und wir sollten sie uns genauer anschauen, besonders diesen Teil: Die Hände des Propheten auf den Händen des Königs, die ihn in die richtige Richtung führen.

Wenn du nicht stark genug bist „den Bogen zu spannen“ für was auch immer vor dir liegt, bitte Jesus das für dich, im Sinn dieses Bildes, zu tun. So wie es hier in 2. Könige 13 beschrieben wird, bitte Jesus Seine Hände auf deine zu legen, dir die Kraft zu geben für das, was du tun sollst und dir die Fähigkeiten zu geben, das Ziel zu treffen.

Sehr oft fühlte ich mich zu schwach um das zu tun, was ich tun sollte; aber mit Seinen Händen auf meinen „vermag ich alles durch den, der mich stark macht, Christus.“ (Philipper 4,13)

Strange Things

Seltsame Dinge

Elisa aber wurde von der Krankheit befallen, an er er sterben sollte. Und Joas, der König von Israel, kam zu ihm hinab, weinte vor ihm und sprach: O mein Vater, mein Vater! Der Wagen Israels und seine Reiter! (2. Könige 13,14)

Das Leben ist voll von seltsamen Dingen, die nur schwer zu erklären sind. Hier in 2. Könige 13,14 finden wir einige seltsame Dinge

Strange Things

Erstens ist es seltsam, dass Elisa von einer Krankheit befallen wurde. Elisa war ein Mann Gottes, und Gott hatte ihn gebraucht um viele Menschen zu heilen und andere Wunder zu vollbringen. Und trotzdem wurde Elisa krank.

Das lehrt uns, dass auch Menschen, die glauben und Wunder tun, nicht immun sind gegen Krankheit. Diese große Mann Gottes wurde krank, genau wie die anderen Menschen, bei denen Gott ihn als Kanal Seiner Macht und Seines Segens gebraucht hatte.

Es war sogar die Krankheit, an der er sterben sollte. Obwohl Gott durch Elisa so viele Male andere Menschen geheilt hatte, sollte diese Krankheit ihn aus dieser Welt holen. Gott hat nicht nur einen Weg, das zu tun. Es ist falsch zu glauben, dass alle gottgefälligen Menschen im Schlaf sterben ohne vorher krank gewesen zu sein.

Das zweite seltsame Ding ist die Reaktion von Joas, dem König von Israel. Joas war ein böser Mann, und doch kam er zu ihm hinab und weinte vor ihm. In Trauer über den baldigen Tod von Gottes Propheten rief König Joas: „Der Wagen Israels und seine Reiter!“ Wenn dir diese Worte bekannt vorkommen, dann deshalb, weil Elisa dasselbe zu Elija sagte, als das Ende des älteren Propheten kam. Als Elisa das zu Elija sagte, meinte er damit die wahre Stärke Israels. Er wusste, dass die Stärke Israels in Gottes Kindern und Gottes Botschaft lag. Nun sah Joas, wie diese Stärke von dieser Erde ging, und das beklagte er.

Es ist seltsam, dass ein Prophet, der Wunder bewirkte, an einer Krankheit sterben sollte, und dass ein gottloser König darüber trauerte. Doch von diesen seltsamen Dingen können wir zwei Lektionen lernen.

Wir lernen, dass auch wenn der Mann Gottes litt, Gott ihn nicht allein ließ. Elisa Krankheit war schmerzhaft, aber sie brachte ihn in den Himmel. Woran er auch litt, es war ein Pfad zu etwas Besserem. Ich hörte von einem Mann, der an einer schrecklichen Krankheit litt, und an seinem Totenbett fragte ihn jemand, wie er sich fühlte. In dem Wissen, dass der Tod nahe war, antwortete er: „Fast besser.“

Wir lernen auch, dass wir versuchen sollten ein Leben in Gottgefälligkeit und Güte zu leben, damit uns auch gottlose Menschen vermissen werden, wenn wir weg sind. Eisa lebte so ein Leben, und wenn Jesus unsere Leben erfüllt, können wir das auch durch Seine Gnade.

Erneuerung des Bundes

Und Jojada machte einen Bund zwischen dem HERRN und dem König und dem Volk, dass sie das Volk des HERRN sein sollten; ebenso zwischen dem König und dem Volk. (2. Könige 11,17)

Nach vielen Jahren des Terrors und des Chaos begann das Königreich Juda wieder Gottes Wegen zu folgen. Die böse Königin Athalja war abgesetzt und tot, und der wahre König – Joas – saß auf dem Thron. Er war noch ein Kind, darum war es wichtig, dass er weise und gottgefällige Ratgeber hatte, und Gott gab ihm einen wunderbaren Ratgeber: Jojada, den Hohepriester.

Sobald Joas an der Macht war, tat Jojada etwas sehr Wichtiges: Er machte einen Bund zwischen dem HERRN und dem König und dem Volk. Diese formelle Vereinbarung – Bund genannt – war dafür da, um klarzustellen, welche Verpflichtungen der König und das Volk Gott gegenüber hatten, aber auch welche gegenseitigen Verpflichtungen der König und das Volk hatten.

Eigentlich war das gar nicht notwendig, denn Israel hatte ja schon vor Jahrhunderten einen formellen Bund mit Gott gemacht. Zur Zeit des Mose wurde dieser Bund geschlossen (2. Mose 24,3-8). Doch dieser Bund musste erneuert werden, weil Israel diese Verpflichtungen schon so lange nicht mehr eingehalten hatte, dass sie sich erneut dazu verpflichten mussten, den HERRN zu ehren, Ihm zu gehorchen und zu dienen.

Ich mag es, dass 2. Könige 11,17 mich daran erinnert, dass auch unsere Beziehung zu Gott auf einem Bund basiert. Mose und das Volk Israel machte einen Bund mit Gott am Berg Sinai (wieder 2. Mose 24,3-8). Unser Bund ist ein besserer, ein Neuer Bund.

In der Nacht bevor Jesus ans Kreuz ging, sagte Er Seinen Jüngern, dass Sein Tod einen Neuen Bund errichten würde (Lukas 22,20). Das war der Bund, den Gott in vielen wunderbaren Abschnitten der hebräischen Schriften verheißen hatte.

Der Neue Bund betrifft eine innere Verwandlung, die uns von aller Sünde reinigt: Denn ich werde ihre Missetat vegeben und an ihre Sünde nicht mehr gedenken (Jeremia 31,34). Diese Verwandlung legt Gottes Wort und Seinen Willen in uns hinein: Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es auf ihre Herzen schreiben (Jeremia 31,33). Bei diesem Bund geht es um eine neue und enge Beziehung zu Gott: Ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein (Jeremia 31,33).

Zur Zeit von 2. Könige 11,17 wurde der Bund für das Volk in Anwesenheit des Hohen Priesters und des Königs geschlossen. Bist du nicht froh, das Jesus beides ist – Hohepriester und König?

Du kannst keinen neuen Bund machen; Jesus tat das schon durch Seinen Opfertod. Aber du kannst ihn annehmen und auf gewisse Weise erneuen – erkenne nochmal, wie groß dieser Bund ist, wie sehr du ihn brauchst, und wie wunderbar es ist, eine Beziehung zu Gott auf der Basis des Neuen Bundes zu haben.

Zeit für Verrat

Als aber Athalja das Geschrei der Leibwächter und des Volkes hörte, kam sie zu dem Volk in das Haus des HERRN. Und sie schaute, und siehe, das stand der König auf dem Podium, wie es Sitte war, und die Obersten und Trompeter bei dem König; und das ganze Volk des Landes war fröhlich und stieß in die Trompeten. Da zerriß Athalja ihre Kleider und schrie: Verrat! Verrat! (2. Könige 11,13-14)

Märchen sind voll von bösen Königinnen, aber wusstest du, dass es auch eine in der Bibel gibt? Es gab nur einmal eine Königin, die jemals über die Stämme Israels regierte, und sie war eine der schlimmsten Herrscher, die sie je hatten.

Sechs Jahre lang regierte Königin Athalja in Jerusalem über das Königreich Juda. Sie tat alles, um jeden potentiellen Rivalen auszuschalten, aber durch Gottes Führung überlebte ein Junge. Sein Name war Joas, und man versteckte ihn sechs Jahre lang vor Athalja.

An dem Tag, als Joas dem Volk vorgestellt wurde, war das eine große Überraschung für Athalja. Man sollte meinen, sie würde sich freuen, dass ihr Enkel noch lebte, aber das tat sie nicht. Sie war schockiert. In 2. Könige steht und sie schaute, und siehe, da stand der König. Für die Thronräuberin war das ein schrecklicher Anblick. Sechs Jahre lang regierte sie in dem Glauben (und jeder glaubte das), dass es keinen legitimen Thronfolger für Davids Thron mehr gab. Nun erblickte sie den Sohn Ahasjas – Joas, ihren eigenen Enkelsohn– der ihren mörderischen Plänen entkommen war.

Wir lesen, dass das ganze Volk des Landes fröhlich war. Offensichtlich hatten sie die schlimme Herrschaft von Athalja satt. Sie spielten die Trompeten um zu feiern. Was sagte Athalja? Sie schrie: „Verrat! Verrat!“

Athalja hatte Gründe, das zu sagen. Es war ein Verrat gegen ihre Regierung, aber es geschah mit gutem Grund und es war ein göttlicher Verrat gegen einen tyrannischen, bösen Herrscher. Königin Athalja war böse, und es wurde Zeit für einen Verrat.

Als Christen denken wir oft über die Wichtigkeit von Unterordnung und Hingabe gegenüber Jesus Christus nach. Das ist gut. Doch ich frage mich, ob wir auch genug darüber nachdenken, wie wir gegen Satan und sein Reich rebellieren sollten. Die Bibel sagt uns, dass wir einen gewissen Respekt vor dem Teufel haben sollen, und dass wir erkennen müssen, dass der Herr letztendlich die Autorität über ihn hat, und nicht wir, wenn wir ohne Gott sind (Judas 1,8-9). Aber das heißt nicht, dass wir die Herrschaft des Teufels in irgendeiner Weise respektieren müssen.

Hier in 2. Könige hielt Athalja es für Verrat, als das Volk dem wahren König zujubelte. Ich stelle mir vor, dass auch der Teufel und sein Gefolge „Verrat! Verrat!“ schreien, wenn Gottes Kinder Jesus mit aller Kraft und Freude loben. Lass Satan doch – ist uns doch egal! Unsere Augen schauen auf den rechtmässigen König.

Es ist immer Zeit, sich Gott unterzuordnen, aber man kann auch sagen, es ist immer Zeit für Verrat gegen den Teufel und sein Reich.

Es lebe der König

Und er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone auf und gab ihm das Zeugnis; und sie machten ihn zum König und salbten ihn und klatschten in die Hände und sprachen: Es lebe der König!

Es war eine dunkle und schlimme Zeit für das Königreich Juda. Sechs Jahre regierte die böse Königin Athalja nun schon und erhielt sich den Thron durch eine Mischung aus Morden und Geheimissen. Sie hatte jeden der Nachkommen Davids getötet, den sie finden konnte, und von dem einzigen überlebenden Nachkommen wusste sie und auch ganz Juda nichts.

Eine gottgefällige Frau namens Joscheba versteckte den jungen Joas die ganze Zeit über, und der Junge wuchs im Geheimen auf. Nun war er sechs Jahre alt und es wurde Zeit den wahren König von Juda zu präsentieren.

Es war ein dramatischer Moment. Sechs Jahre lang hatte jeder geglaubt, dass es keine Nachkommen Davids und damit keinen legitimen Herrscher gäbe um die böse Athalja zu ersetzen. Das Geheimniss musste sicher gehütet werden, denn Joas wäre sofort getötet worden, wenn seine Existenz bekannt geworden wäre. Zur richtigen Zeit führten sie den Sohn des Königs heraus. Achte darauf, dass alles Schritt für Schritt stattfand.

Zuerst wurde der Sohn des Königs präsentiert (herausgeführt). Niemand konnte ihn unterstützen und er konnte den Thron nicht vorher einnehmen, bis er vor sein Volk geführtwurde.

Als nächstes musste er gekröntwerden (setzte ihm die Krone auf). Das war die öffentliche und offizielle Anerkennung von ihm als König.

Der Sohn des Königs musste mit dem Wort Gottes auftreten (gab ihm das Zeugnis). Joas trat vor das Volk mit Gottes Wort in der Hand.

Der Sohn des Königs musste angenommenwerden (sie salbten ihn). Er hätte seine Aufgabe nicht ohne göttliche Salbung erfüllen können.

Der Sohn des Königs musste gelobtwerden (sie klatschten in die Hände und sprachen: Es lebe der König). Der Königssohn erhielt Lob und wurde als ihr König anerkannt.

Wir können und sollten nach demselben Muster verfahren, wenn wir Jesus Christus, den wahren Sohn des Königs, annehmen.

  • Sieh den offenbarten Jesus
  • Erkenne den König Jesus, der Seine Krone trägt
  • Erfasse Jesus als das Lebendige Wort
  • Nimm Ihn an als den wahren König
  • Glaube an Jesus als Gottes Messias (der Gesalbte)
  • Lobe Jesus als den König auf dem Thron

Doch denke daran: du musst die falschen Herrscher ablehnen (in 2. Könige 11 ist es Königin Athalja) bevor du den wahren König wirklich annehmen kannst (in 2. Könige 11 ist es Joas). Wir sagen uns von jedem falschen König los und loben Jesus, den ewigen König. Und wir sagen: „Es lebe der König!“