Lions of Judgment

Löwen des Gerichts

Aber der König von Assyrien ließ Leute aus Babel und aus Kuta, aus Awa, Hamat und Sepharwajim kommen und siedelte sie an Stelle der Kinder Israels in den Städten Samarias an. Und sie nahmen Samaria in Besitz und wohnten in dessen Städten.
Und es geschah, als sie zu Anfang ihrer Niederlassung dort den Herrn nicht fürchteten, da sandte der Herr Löwen unter sie; die richteten Verheerungen unter ihnen an. (2. Könige 17,24-25)

Das Königreich Israel, die zehn nördlichen Stämme, waren besiegt. Die brutale assyrische Armee hatte sie geschlagen und dann das Volk gezwungen, sich an verschiedenen Orten des Assyrischen Reichs anzusiedeln. Und dann ließ der König von Assyrien Leute ins Land kommen. Die Politik der Assyrer war, rebellische und widerspenstige Leute zu entfernen und deren Land mit Menschen aus anderen Teilen des Reiches zu besiedeln.

Lions of Judgment

Dadurch, so hofften die Könige von Assyrien, sollten die eroberten Länder von Menschen bewohnt werden, die vorher keine Verbindung dazu gehabt hatten. Sie wollten, dass die Menschen im Reich nur eine Verbindung zum König von Assyrien hatten und diesem loyal ergeben waren.

Doch unser Bibeltext hier erzählt uns etwas über diese neuen Leute, die ins Land kamen: Und es geschah, als sie zu Anfang ihrer Niederlassung dort den Herrn nicht fürchteten, da sandte der Herr Löwen unter sie. Als die Israeliten besiegt waren und das Land nicht verteidigen konnten, hat Gott es auf übernatürliche Weise verteidigt – und zwar sandte der Herr Löwen unter sie!

Dies zeigt, dass nicht nur das Reich Israel etwas Besonderes war, sondern auch das Land Israel. Gott forderte, dass Er von den Menschen im Land gefürchtet würde, auch wenn sie aus anderen Nationen stammten.

Sacharja 2,12 sagt uns, dass das Land Israel ein Heiliges Land ist. Gott sieht es als etwas Besonderes an, und Er wird die zur Verantwortung ziehen, die darin leben und Ihn nicht fürchten.

In 2. Könige 17 lesen wir weiter, dass die Assyrer verstanden, dass die Löwen kamen, weil sie den Gott Israels nicht ehrten. Es ist erstaunlich, dass die Assyrer anscheinend wussten, was das Volk des gerade eroberten Reiches Israel nicht wussten – dass sie den Gott Israels ehren mussten. Sie ließen sogar einen Priester aus Israel kommen um sie die Furcht des HERRN zu lehren (2. Könige 17,28).

Man kann sagen, so wie Charles Spurgeon es tat, dass sie „von Löwen bekehrt“ wurden. Doch 2. Könige 17,29-33 erklärt, es war nicht wirklich eine Bekehrung. Sie ehrten weiterhin ihre heidnischen Götter neben dem Gott Israels.

Wenn man zu Gott kommt, nur weil man Angst vor dem Gericht – vor den Löwen – hat, ist niemals genug. Es kann ein guter Anfang sein, doch es darf damit nicht aufhören. Wir müssen zu Gott kommen und unser Vertrauen auf Seine Liebe für uns in Jesus Christus setzen. Es ist die Güte und Freundlichkeit Gottes, die uns zur Buße führt (Römer 2,4).

principles of judgment

Prinzipien der Rechtsprechung


Und der König von Assyrien durchzog das ganze Land und kam vor Samaria und belagerte es drei Jahre lang. Im neunten Jahr Hoseas eroberte der König von Assyrien Samaria und führte Israel gefangen nach Assyrien; und er siedelte sie in Halach und am Habor, dem Fluß Gosans, und in den Städten der Meder an. (2. […]

king and priest

Ein König und Priester

Und als der König aus Damaskus kam und den Altar sah, trat er zu dem Altar und opferte darauf, und er verbrannte darauf sein Brandopfer und sein Speiseopfer und goß sein Trankopfer darauf und sprengte das Blut der Friedensopfer, die er darbrachte, auf den Altar. (2. Könige 16,12-13)

König Ahas von Juda hatte sich zum Untertanen vom König von Assyrien gemacht, was beschämend war für einen Führer von Gottes Volk, denn er verbeugte sich vor einem heidnischen Herrscher. Ahas gefiel das Design vom Altar des heidnischen Tempels in Damaskus und er wollte dieses Design auch für Jerusalem. All das war schlimm, doch was Ahas als nächstes tat, war noch schlimmer.

king and priest

Wir lesen, Ahas verbrannte darauf sein Brandopfer und sein Speisopfer und goß sein Trankopfer darauf und sprengte das Blut der Friedensopfer, die er darbrachte, auf den Altar. In Israel galt das strikte Gesetz, dass ein König nicht gleichzeitig Priester sein durfte, und Priester keine Könige. Doch Ahas war in seiner Rebellion so dreist, dass er den Priesterdienst an dem Altar, den er selbst entworfen hatte, an sich riss. Da er seinen eigenen Ort der Anbetung gemacht hatte, machte es Sinn, dass er Gottes Gebot, dass ein König kein Priester sein durfte, auch missachtete.

Ahas` Großvater Ussija hatte es auch gewagt, den Tempel zu betreten und Gott als Priester zu dienen (2. Chronik 26). Doch zumindest hatte Ussija den wahren Gott angebetet. Ahas betete auch noch einen falschen Gott, den er selbst erschaffen hatte, an.

Es war so schlimm, dass sogar Urija, der Priester, damit einverstanden war, König Ahas als Priester anzunehmen (2. Könige 16,16). Urija erlaubte nicht nur, dass König Ahas so handelte, er nahm auch noch teil an dem schlimmen Götzendienst. Dies stand in einem dramatischen Kontrast zu den Priestern zur Zeit Ussijas, die alles taten, um dem Wahnsinn des Königs Einhalt zu gebieten (2. Chronik 26,17-18). Es ist eine traurige Tatsache, dass korrupte Politiker fast immer korrupte religiöse Führer finden, die sie unterstützen.

Es war schrecklich. Doch sogar dies lässt uns, wenn wir den Kontrast erkennen, auf Jesus blicken. Eine der vielen Sünden von Ahas war, dass er Priester sein wollte, was Gott klar verboten hatte – und zwar bis die Ämter des Königs, des Priesters und des Propheten alle in dem Messias, Jesus Christus, kombiniert wurden. Er ist der Prophet, indem Er Gottes letztes Wort ist (Hebräer 1,1-2). Jesus ist der Priester, indem Er für immer der Hohepriester ist (Hebräer 3,1). Jesus ist der König, indem Er der König der Könige ist (1. Timotheus 6,15).

Es ist auch wahr, dass Gott in Seinen Kindern arbeitet, dass es ihr Schicksal ist, Könige und Priester mit Jesus zu sein (Offenbarung 1,6 und 5,10). Die Ehre, die Ahas mit seinem ungehorsamen und gottlosen Verhalten suchte, war reserviert für Gottes Kinder. Doch nur deshalb, weil sie im Glauben mit Jesus, dem Messias – der der wahre König und Priester ist – verbunden sind.

God's Altar

Gottes Altar ablehnen

Da zog der König Ahas Tiglat-Pileser, dem König von Assyrien, entgegen nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der in Damaskus war, da sandte der König Ahas dem Priester Urija ein Abbild des Altars, und zwar eine genaue Vorlage, wie er gemacht war. Und der Priester Urija ließ den Altar genau nach dem bauen, was der König Ahas von Damaskus aus gesandt hatte; so ließ ihn der Priester Urija anfertigen, bis der König Ahas aus Damaskus kam. (2. Könige 16,10-11)

König Ahas hatte entschieden, dass er sich lieber dem König von Assyrien ergeben wollte als dem König der Könige. Er lehnte Gott ab und bat den heidnischen Herrscher um Hilfe. Es war also gar nicht seltsam, dass er Tiglat-Pileser besuchen und dem König von Assyrien sich offiziell unterordnen wollte.

God's Altar

Als er dort war, sah Ahas etwas, das ihm sehr gefiel: er sah den Altar, der in Damaskus war. Er mochte diesen so sehr, dass Ahas dem Priester Urija ein Abbild des Altars, und zwar eine genaue Vorlage sandte. Nach diesen Plänen, die Ahas ihm gesandt hatte, baute Urija den heidnischenen Altar von Damaskus nach und war damit fertig als Ahas zurückkam. Ahas tat dies, um seinem neuen Herrn Tiglat-Pileser zu gefallen und auch um die neuesten Trends im Altarbau Design in Gottes Tempel zu bringen.

2.Chronik 28,23 erklärt warum König Ahas das, was er in Damaskus gesehen hatte, toll fand: Er opferte nämlich den Göttern von Damaskus, die ihn geschlagen hatten, indem er sprach: »Weil die Götter der Könige von Aram ihnen helfen, so will ich ihnen opfern, damit sie mir auch helfen!« Aber sie dienten nur dazu, ihn und ganz Israel zu Fall zu bringen.

Überlege einmal: ein König von Gottes Volk stellt tatsächlich einen heidnischen Altar im Tempel von Jerusalem auf. Er tat dies, weil er wusste, dass es den Heiden gefallen würde, weil ihm das moderne Design des Altar mochte, und weil er glaubte, dies würde ihm Erfolg bringen.

Klingt das nicht nach vielen Gemeinden heutzutage? Viele Gemeindeleiter von heute setzen ihr Vertrauen auf die Werkzeuge, die Techniken und die Prinzipien von weltlichem Erfolg. Sie glauben, die Götter von Damaskus würden ihnen Erfolg bringen. Wir möchten der Welt gefallen, so wie Ahas dem König von Assyrien gefallen wollte. Wir sind von den schicken Designs der Welt beeindruckt. Wir glauben, wenn wir die Welt nachahmen, bringt uns das Erfolg. Es ist traurig, wenn die Gemeinde sich an den Methoden und Prinzipien der Welt orientiert.

Die Sünde von Ahas endete nicht bei Ahas. Wir lesen: so ließ ihn der Prieste Urija anfertigen. Natürlich hatte Ahas mehr Schuld daran, doch der Hohepriester Urija machte sich auch schuldig. Zusammen brachten sie sich und ganz Israel zu Fall.

Das ist das Problem mit dieser Art von Kompromissen, die Ahas hier machte. Jesus warnte uns, dass das wie Sauerteig oder Hefe ist, der den ganzen Teig durchdringt. Lasst uns mehr auf den HERRN schauen und weniger auf die Welt!9