Waiting for a Promise

Auf eine Verheißung warten

Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, nicht von Jerusalem zu weichen, sondern die Verheißung des Vaters abzuwarten, die ihr [– so sprach er –] von mir vernommen habt, denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. (Apostelgeschichte 1,4-5)

Kurz bevor Jesus in den Himmel aufstieg, gab Er Seinen Jüngern noch wichtige Anweisungen. Erstens sollten sie nicht von Jerusalem weichen. An diesem Punkt sollten sie nichts anderes tun, als auf den Heiligen Geist (hier die Verheißung des Vaters genannt) zu warten. Jesus wusste, dass sie im Moment nichts Effektives für das Reich Gottes tun konnten, bis der Heilige Geist auf sie gekommen war.

Waiting for a Promise

Jesus wollte, dass sie warten.

  • Warten bedeutet, dass die Verheißung des Vaters auf den Heiligen Geist es wert war, darauf zu warten.
  • Warten bedeutet, dass der Heilige Geist kommen würde.
  • Warten bedeutet, dass sie den Heiligen Geist bekommen mussten; sie konnten diese Erfahrung nicht selbst herbeiführen.
  • Warten bedeutet, dass sie durch das Warten geprüft würden, zumindest eine Zeit lang.

Es ist von Bedeutung, dass das Kommen, Erfüllen und Bevollmächtigen von dem Heiligen Geist die Verheißung des Vaters genannt wird. Auch wenn es eine Verheißung von dem Sohn Gottes war, ist es bedeutsam, dass hier die Rede von der Verheißung des Vaters ist.

  • Es zeigt, dass wir in eifriger Erwartung darauf warten sollten, denn eine Verheißung des Vaters, der uns so sehr liebt, kann nur gut sein.
  • Es zeigt, dass sie zuverlässig ist und wir darauf zählen können; ein liebender und mächtiger Vater würde uns nie etwas versprechen, dass Er nicht erfüllen kann.
  • Es zeigt, dass diese Verheißung allen Seinen Kindern gilt, denn sie kommt von Gott als unserem Vater.
  • Es zeigt, dass sie im Glauben angenommen werden muss, so wie alle Verheißungen von Gott in der Bibel.

Jesus erklärte noch mehr zu dieser Verheißung. Er fügte hinzu: ihr aber sollt mit Heiligem Geist getauft werden. Taufe bedeutet, dass man in etwas eingetaucht oder mit etwas zugedeckt wird. So wie Johannes der Täufer die Leute mit Wasser taufte, so sollten sie Jünger in den Heiligen Geist eingetaucht werden.

Wann sollte das passieren? Jesus sagte dies direkt bevor Er in den Himmel aufstieg, und Er fügt hinzu: nicht lange nach diesen Tagen.

Sie wussten, dass diese Verheißung des Vaters kommen würde, aber nicht sofort. Es sollte nach diesen Tagen geschehen, aber nicht lange nach diesen Tagen.

Jesus sagt ihnen absichtlich nicht genau wann. Zum einen sollten die Jünger lernen, im Glauben zu warten. Auch wir sollten der Versuchung widerstehen, ein Wirken des Heiligen Geistes zu kreieren. Stattdessen sollten wir auf die Verheißung des Vaters vertrauen und einen erwartenden Glauben haben in Bezug auf den Heiligen Geist in unseren Leben. Das echte Wirken des Heiligen Geistes ist es wert.

 

This Might of Yours

Deine Kraft

Der Herr aber wandte sich zu ihm und sprach: Geh hin in dieser deiner Kraft! Du sollst Israel aus der Hand der Midianiter erretten! Habe ich dich nicht gesandt? (Richter 6,14)

Zur Zeit der Richter berief Gott einen unscheinbaren Mann namens Gideon, um Israel zu erretten. Gideon wollte den Job nicht, denn er hielt sich nicht für geeignet dafür. Er rang mit Gott und wollte immer wieder eine Bestätigung von Ihm, dass wirklich er derjenige war, der die große Aufgabe hatte, den Widerstand gegen die Midianiter anzuführen. An irgendeinem Punkt in diesem Ringen mit Gott sprach der Engel des HERRN zu Gideon und sagte ihm: Geh hin in dieser deiner Kraft ! Du sollst Israel aus der Hand der Midianiter erretten!

This Might of Yours

In diesen Umständen war es seltsam, dass Er sagte: Geh hin in dieser deiner Kraft. Doch auch wenn es für die meisten nicht danach aussah, war Gideon schon auf manche Weise kräftig.

Gideon hatte die Kraft der Demütigen. Als der Herr zu Gideon kam, drosch dieser gerade Weizen auf dem Boden der Kelterei. Das war sowohl schwierig als auch demütigend. Weizen wurde normalerweise im Freien gedroschen, so dass der Wind die Spreu wegpusten konnte, und nicht in einem tief liegenden Ort wie eine Weinpresserei. An diesem niedrigen Ort war Gideon kräftig.

Gideon hatte die Kraft der Fürsorgenden, denn er sorgte sich um die Situation Israels. Als der HERR zu Gideon kam, wollte er wissen, warum Israel sich darin befand. Gideon sorgte sich um Israel und wollte etwas tun. In diesem Zustand der Fürsorge war Gideon kräftig.

Gideon hatte die Kraft der geistlich Hungrigen, denn er wollte sehen, wie Gott große Dinge tut. Gideon bat den HERRN: „Man hat von den großen Dingen in der Vergangenheit gehört, doch wir wollen Gottes Größe jetzt sehen.“ Dieser Hunger nach mehr, was Gott tun konnte, war der Auslöser für das, was passieren sollte. In diesem Zustand des Hungers war Gideon kräftig.

Gideon hatte die Kraft der Gelehrigen, denn er hörte auf das, was Gott sagte. Nach dieser Unterhaltung machte sich Gideon daran, Gottes Willen zu tun. Das zeigt, dass er wirklich gelehrig war. An diesem Ort des Lernens war Gideon kräftig.

Mehr als alles andere hatte Gideon die Kraft der Schwäche, und Gottes Stärke ist in den Schwachen mächtig (2. Korinther 12,9). Er wusste, dass er schwach war, und das machte ihn weise genug, um auf Gottes Stärke zu vertrauen. An diesem schwachen Ort war Gideon mächtig.

Menschlich gesehen war Gideon schwach und Gottes Botschaft sarkastisch. Doch wenn man es durch Gottes Weisheit sieht, erkennt man, dass Gideon tatsächlich mit Kraft vorwärts gehen konnte – denn es war die Kraft der Schwachen, die sich auf Gottes Stärke verlassen. Gehe diese Woche in dieser deiner Kraft – doch stelle sicher, dass es wirklich die Kraft des allmächtigen Gottes ist.

true and certain promises

Wahre und sichere Verheißungen

Da brach [der Feind] in die Stadt ein, und alle Kriegsleute flohen bei Nacht durch das Tor zwischen den beiden Mauern, beim Garten des Königs; und da die Chaldäer rings um die Stadt her lagen, zog man den Weg zur Arava.

Aber das Heer der Chaldäer jagte dem König nach und holte ihn ein auf den Ebenen von Jericho, nachdem sein ganzes Heer sich von ihm zerstreut hatte. (2.Könige 25,4-5)

Die Bibel beschreibt uns das traurige Ereignis vom Fall Jerusalems, man kann es sich gut vorstellen. Wir lesen „da brach der Feind in die Stadt ein“ und wir sehen, wie die Babylonier die Stadt überrennen.

An diesem Punkt versuchte Zedekia ein letztes Mal der Gefangenschaft zu entgehen. Er plante einen geheimen Durchgang durch die Stadtmauern und die Belagerungslinien der Babylonier. Er schickte die übriggebliebenen Männer seiner Armee den einen Weg, während er einen anderen Weg nahm.

true and certain promises

Zedekia schaffte es, eine beträchtliche Distanz zwischen sich und Jerusalem zu bringen. Vielleicht glaubte er, wenn er es so weit geschafft hatte, wäre er sicher, auch wenn das Königreich verloren war, hätte er immer noch sein Leben und seine Freiheit. Propheten wie Jeremia hatte Gericht für Zedekia verheißen, dass er von den Babyloniern gefangen genommen und bestraft werde. Als er die Ebenen von Jericho erreicht hatte, dachte er vielleicht, dass er dem verheißenen Gericht entkommen sei.

Doch so war es nicht – das Heer…holte ihn ein auf den Ebenen von Jericho. In derselben Region wo Israel seinen Fuß als erstes ins verheißene Land setzte, nachdem sie den Jordan zur Zeit Josuas überschritten hatten, schien die königliche Linie Davids zu enden. Zur Zeit Josuas sah Israel die Mauern Jerichos fallen; nun waren die Mauern Jerusalems gefallen, und es war eine bittere Niederlage.

Auf grausame Art und Weise zwangen die Babylonier Zedekia der Ermordung seiner Söhne zuzuschauen – und danach stachen sie ihm die Augen aus. Das letzte, was Zedekia je sah, war die Hinrichtung seiner Söhne.

Durch den Propheten Hesekiel gab Gott dem Zedekia eine Verheißung. Gott sagte, dass er als Gefangener nach Babylon verschleppt werde und dort sterben sollte – doch er würde Babylon nie sehen (Hesekiel 12,13). Diese seltsame Verheißung war nun erfüllt. Zedekia wurde gefangen genommen und nach Babylon gebracht – doch da er nun blind war, hat er das Land seines Exils nie gesehen. Der jüdische Geschichtsschreiber Josephus bestätigt, dass Zedekia bis zu seinem Tod im Babylonischen Gefängnis saß.

Die Verheißung von Gottes Gericht auf Zedekia war sicher und wahr. Das ist immer so mit Gottes Verheißungen. Doch das trifft auch auf Gottes schöne Verheißungen zu. Er hat versprochen, dass er sein Volk nie verlassen wird (Hebräer 13,5); diese Verheißung ist wahr und sicher. Gott hat versprochen, dass Er uns unsere Sünden vergibt, wenn wir sie bekennen (1. Johannes 1,9); diese Verheißung ist wahr und sicher.

Der Punkt ist: Die Wahrheit und Sicherheit von Gottes Verheißungen muss keine schlechte Nachricht für dich sein. In Jesus Christus können das die besten Nachrichten sein. Glaube an Seine guten Verheißungen für dich.

true and certain promises

Wahre und sichere Verheißungen

Da brach [der Feind] in die Stadt ein, und alle Kriegsleute flohen bei Nacht durch das Tor zwischen den beiden Mauern, beim Garten des Königs; und da die Chaldäer rings um die Stadt her lagen, zog man den Weg zur Arava.

Aber das Heer der Chaldäer jagte dem König nach und holte ihn ein auf den Ebenen von Jericho, nachdem sein ganzes Heer sich von ihm zerstreut hatte. (2.Könige 25,4-5)

Die Bibel beschreibt uns das traurige Ereignis vom Fall Jerusalems, man kann es sich gut vorstellen. Wir lesen „da brach der Feind in die Stadt ein“ und wir sehen, wie die Babylonier die Stadt überrennen.

An diesem Punkt versuchte Zedekia ein letztes Mal der Gefangenschaft zu entgehen. Er plante einen geheimen Durchgang durch die Stadtmauern und die Belagerungslinien der Babylonier. Er schickte die übriggebliebenen Männer seiner Armee den einen Weg, während er einen anderen Weg nahm.

true and certain promises

Zedekia schaffte es, eine beträchtliche Distanz zwischen sich und Jerusalem zu bringen. Vielleicht glaubte er, wenn er es so weit geschafft hatte, wäre er sicher, auch wenn das Königreich verloren war, hätte er immer noch sein Leben und seine Freiheit. Propheten wie Jeremia hatte Gericht für Zedekia verheißen, dass er von den Babyloniern gefangen genommen und bestraft werde. Als er die Ebenen von Jericho erreicht hatte, dachte er vielleicht, dass er dem verheißenen Gericht entkommen sei.

Doch so war es nicht – das Heer…holte ihn ein auf den Ebenen von Jericho. In derselben Region wo Israel seinen Fuß als erstes ins verheißene Land setzte, nachdem sie den Jordan zur Zeit Josuas überschritten hatten, schien die königliche Linie Davids zu enden. Zur Zeit Josuas sah Israel die Mauern Jerichos fallen; nun waren die Mauern Jerusalems gefallen, und es war eine bittere Niederlage.

Auf grausame Art und Weise zwangen die Babylonier Zedekia der Ermordung seiner Söhne zuzuschauen – und danach stachen sie ihm die Augen aus. Das letzte, was Zedekia je sah, war die Hinrichtung seiner Söhne.

Durch den Propheten Hesekiel gab Gott dem Zedekia eine Verheißung. Gott sagte, dass er als Gefangener nach Babylon verschleppt werde und dort sterben sollte – doch er würde Babylon nie sehen (Hesekiel 12,13). Diese seltsame Verheißung war nun erfüllt. Zedekia wurde gefangen genommen und nach Babylon gebracht – doch da er nun blind war, hat er das Land seines Exils nie gesehen. Der jüdische Geschichtsschreiber Josephus bestätigt, dass Zedekia bis zu seinem Tod im Babylonischen Gefängnis saß.

Die Verheißung von Gottes Gericht auf Zedekia war sicher und wahr. Das ist immer so mit Gottes Verheißungen. Doch das trifft auch auf Gottes schöne Verheißungen zu. Er hat versprochen, dass er sein Volk nie verlassen wird (Hebräer 13,5); diese Verheißung ist wahr und sicher. Gott hat versprochen, dass Er uns unsere Sünden vergibt, wenn wir sie bekennen (1. Johannes 1,9); diese Verheißung ist wahr und sicher.

Der Punkt ist: Die Wahrheit und Sicherheit von Gottes Verheißungen muss keine schlechte Nachricht für dich sein. In Jesus Christus können das die besten Nachrichten sein. Glaube an Seine guten Verheißungen für dich.

The Word and Will of God

Das Wort und der Wille Gottes

Zedekia war 21 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 11 Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Hamutal; [sie war] die Tochter Jeremias von Libna. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, ganz wie es Jojakim getan hatte. Denn wegen des Zornes des Herrn kam es so weit mit Jerusalem und Juda, bis er sie von seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia fiel ab von dem König von Babel. (2. Könige 24,18-20)

Wenn ein Königreich in Chaos und Desaster fällt, ist das nie eine einfache Geschichte. Die letzten Könige von Juda zeigen dies. Der letzte gute König von Juda war Josia, und es gab eine bedeutende Erweckung zu seiner Zeit – aber die reichte nicht aus um die tief verwurzelten Muster der Sünde unter dem Volk zu überwinden.

 

The Word and Will of God

Nach Josias Tod folgte ihm sein dritter Sohn Joahas auf den Thron, doch seine schlimme Herrschaft war nur kurz. Ihm folgte Jojakim, ein anderer Sohn Josias. Als Jojakim starb wurde sein Sohn Jojachin König – doch nur für drei Monate, dann nahm König Nebukadnezar ihm die Krone weg und setzte sie auf den Kopf von Jojachins Onkel Zedekia.

Ist das nicht alles ziemlich verwirrend? Ja, das ist es. Wieder einmal wendet sich Gottes Volk von Ihm ab und es kommt zu Verwirrung und Chaos. Einer der Gründe, warum Gott will, dass wir Ihm gehorchen ist, dass es unser Leben einfach leichter macht!

Zedekia war ein schlechter König; wir lesen, dass er tat, was böse war in den Augen des Herrn. 2. Chronik 36,11-20 erzählt uns mehr über Zedekia: dass er nicht auf Jeremia oder andere Botschafter Gottes hörte. Zedekia und alle um ihn herum verspotteten und missachteten Gottes Botschaft.

Zedekia lehnte Gottes Wort so sehr ab, und er fiel ab von dem König von Babel. Treue Propheten wie Jeremia warnten ihn vor dem großen Gericht, das Gott sehr bald durch die Armeen Babylons auf sie bringen würde, doch Zedekia wollte nicht hören. Stattdessen hörte er auf die vielen falschen Propheten jener Tage, die Sieg und Triumph predigten. Sie sagten: „Keine Sorge! Gott hat uns schon früher vor den Feinden gerettet, Er wird uns auch vor den Babyloniern retten.“

Das stimmte nicht. Gericht sollte auf Juda und Jerusalem kommen, doch Zedekia war so überzeugt von den falschen Propheten, dass er gegen den König von Babel rebellierte und glaubte, Gott sei mit ihm.

Zedekia lag so falsch. Wir lesen über Juda und Jerusalem, dass Gott sie von seinem Angesicht verwarf. Gottes Geduld hatte schließlich ein Ende, und Er ließ es zu – führte es sogar – dass das König reich Juda erobert wurde.

Viele Menschen machen denselben Fehler wie Zedekia. Anstatt Gottes Warnungen ernst zu nehmen, vertrauen sie auf falsche Propheten, die falsche Versprechungen machen. Die Wahrheit ist, dass Gottes Wille und Sein Wort geschehen wird, und es gibt nichts, was das aufhalten kann. Was wir tun können, ist Buße tun und an Jesus Christus glauben, und uns damit auf die richtige Seite Seines Wortes und Seines Willen zu stellen.

 

Comfort Greater than Death

Trost, der größer ist als der Tod

Weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor dem Herrn gedemütigt hast… darum, siehe, ich will dich zu deinen Vätern versammeln, dass du in Frieden in dein Grab gebracht wirst, und deine Augen all das Unheil nicht sehen müssen, das ich über diesen Ort bringen will. (2. Könige 22,19 und 20)

Der junge König Josia leitete eine bedeutende Erweckung in der späteren Zeit von Juda ein. Mit Eifer reparierte und restaurierte er den Tempel, und währenddessen fand man das Buch des Gesetzes dort – Gottes Wort, die Bücher von Mose und andere frühe Bücher des Alten Testaments.

Als Josia die Botschaft dieser Bücher hörte, wurde er von seiner Sünde überführt. Es war offensichtlich, dass sie sich weit von Gottes Wegen entfernt hatten, und er zerriß seine Kleider und trauerte als ob jemand, den er liebte, gestorben war. Doch Josia blieb nicht in diesem Zustand der Trauer, sondern er wollte wissen, was Gott dazu zu sagen hatte. Also suchten sie die Prophetin Hulda auf, und sie sagte ihnen, dass Gericht auf Juda kommen würde wegen ihren großen Sünden, die sie gegen Gott und Seinen Bund mit Israel begangen hatten.

Comfort Greater than Death

Das waren schlechte Neuigkeiten; doch darin waren auch gute Neuigkeiten. Gott gab Josia einige tröstende Verheißungen, weil sein Herz weich geworden war. Josias Herz war auf zwei Arten weich. Erstens war es weichdem Wort Gottes gegenüber und darum bereit die überführende Stimme des Heiligen Geistes wahrzunehmen. Zweitens war es weich der Botschaft von Hulda über Gericht gegenüber, wie in den vorangegangenen Versen beschrieben wird.

Gott hatte Trost für Josia: dass du in Frieden in dein Grab gebracht wirst. Josia starb später in einer Schlacht (2. Könige 23,28-30). In mindestens drei Punkten trifft diese Verheißung zu.

  • Josia starb bevor das große Desaster und das Exil auf Juda kam
  • Josia ging in Frieden zu seinen Vätern
  • Josia starb mit Gottes Gnade, auch wenn es durch die Hand des Feindes geschah

Gottes Trost kam auf Josia, als Er sagte: und deine Augen all das Unheil nicht sehen müssen, das ich über diesen Ort bringen will! Das war Gottes Barmherzigkeit für Josia. Seine eigene Gottgefälligkeit und sein weiches Herz hätten Gottes Gericht nicht aufhalten können, doch sie konnten es verzögern. Unausweichliches Gericht wird manchmal verschoben wegen der weichen Herzen von Gottes Kindern.

Ich vermute, manche fragen sich jetzt: „Worin liegt hier der Trost? Josia starb trotzdem, und das Gericht kam auch auf das Königreich Juda.“ Dieser Einwand vergisst die Tatsache, dass wir alle irgendwann sterben – niemand kann dem entkommen. Gott kann uns, was den Zeitpunkt und die Umstände unseres Todes angeht, Barmherzigkeit zeigen.

Josia zeigt uns, dass demütige Buße niemals vergeblich ist. Gott findet immer einen Weg uns nahe zu kommen, wenn wir uns Ihm nähern, und diejenigen zu segnen, die Ihn suchen.

 

Huldah the Prophetess

Die Prophetin Hulda

Da gingen der Priester Hilkija und Achikam, Achbor, Schaphan und Asaja zu der Prophetin Hulda. . . Und sie redeten mit ihr. Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: So spricht der Herr: “Siehe, ich will Unheil bringen über diesen Ort […]

Conviction of Sin

Der Sünde überführt

Und es geschah, als der König die Worte des Buches des Gesetzes hörte, da zerriß er seine Kleider. (2. Könige 22,11)

Der junge König Josia stieg auf den Thron, als die Führer und das Volk von Juda geistlich gesehen Kompromisse eingingen und verdorben waren. Als er sich für den Tempel Gottes interessierte, fand er das Buch des Gesetzes – also viele Bücher des Alten Testaments – im Tempel.

Als sie Gottes Wort dem König vorlasen, tat dies ein geistliches Werk in König Josia. Es war nicht nur die Weitergabe von Information; das Hören von Gottes Wort hatte einen großen Einfluss auf Josia.

Conviction of Sin

Als Josia es hörte, zerriß er seine Kleider. Das war damals ein Ausdruck für Entsetzen und Erstaunen. Josia zeigte damit seine Trauer über sich selber und seine Nation auf die deutlichste Art. Es war eine Art zu zeigen, dass er von Sünde überführt war, und das ist etwas Gutes.

Geistliche Erweckungen werden davon begleitet. Dr. J. Edwin Orr zählt in The Second Evangelical Awakening in Britain (Die zweite evangelikale Erweckung in Großbritannien, Anm. der Übersetzerin) einige Beispiele aus dieser großen Bewegung auf, die Großbritannien und die Welt 1859 bis 1861 beeinflusste.

In der Stadt Coleraine, Nordirland, fühlte sich ein Schuljunge so sehr von seiner Sünde überführt, dass er dem Unterricht nicht mehr folgen konnte. Von einem anderen Jungen ermutigt, fand er wieder Frieden, kam zurück in die Klasse und erzählte dem Lehrer: „Ich bin so glücklich: Ich habe den Herrn Jesus in meinem Herzen!“ Sein Zeugnis hatte einen enormen Effekt auf die Klasse. Als der Lehrer aus dem Fenster sah, sah er auf dem ganzen Schulhof Jungs auf den Knien im Gebet. Der Lehrer war so berührt, dass er den Jungen, der sich zuerst bekehrt hatte, bat, ihm das zu erklären. Schließlich war die ganze Schule so weit, dass ein Pastor kam und sie lehrte, Schüler, Lehrer und Eltern. Alle hörten das Evangelium bis 22 Uhr.

Ein hochrangiger Offizier der Armee beschrieb die Überführung von Sünde in seiner Schottischen Stadt: „ Jene, die sich behaglich fühlen, haben keine Ahnung davon, wie erschreckend es ist, wenn der Heilige Geist dem Menschen die Augen öffnet und er den wahren Zustand seines Herzens erkennt…Menschen, die sich selbst für gute und religiöse Leute hielten… werden dazu geführt, ihr Fundament, auf dem sie ruhen, zu hinterfragen und finden heraus, dass es verottet ist, dass sie selbstzufrieden sind, weil sie sich selbst für gut halten und nicht in Christus ruhen. Viele kehrten von ihren Sünden zu einem heiligen Leben um, viele weinten vor Freude, weil ihre Sünden vergeben wurden.“

Diese Überführung von Sünde ist ein besonderes Werk des Heiligen Geistes, so wie Jesus es in Johannes 16,8 sagte: „ Und wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und vom Gericht.“

Die Überführung von Sünde fühlt sich nie gut an, doch sie führt zu etwas Gutem: Vergebung der Sünden und ein Leben mit Jesus Christus. Unterschätze es nicht, von Sünde überführt zu werden.

God's Word

Die Macht von Gottes Wort

Und Hilkija, der Hohepriester, sprach zu Schaphan, dem Schreiber: Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn gefunden! Und Hilkija übergab Schaphan das Buch, und er las es. . . Dann berichtete Schaphan, der Schreiber, dem König und sprach: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben! Und Schaphan las es vor dem König. (2. Könige 22,8 und 10).

In 2. Könige 22 beginnt die Geschichte von Josia, einem der besseren Könige Judas. Zu seiner Zeit gab es eine Umkehr und eine wunderbaren Erweckung in Jerusalem und ganz Juda. Hier lesen wir, dass alles damit begann, dass sie das Buch des Gesetzes im Haus des Herrn fanden.

God's Word

Es ist so traurig, dass sie Gottes Wort vorher verloren hatten – dass es gefunden werden musste. 5. Mose 31,24-27 zufolge musste eine Kopie dieses Buchs des Gesetzes neben der Bundeslade liegen. Das Wort Gottes war mit Israel, doch es wurde weitestgehend abgelehnt.

Es wurde so sehr abgelehnt, dass in 2. Könige 22,8 steht: er las es. Es ist bemerkenswert, dass das überhaupt erwähnt wurde – der Hohepriester fand Gottes Wort und ein Schreiber las es. Das war so neu, dass es aufgeschrieben wurde!

Noch besser: Schaphan las es vor dem König. Wir sehen, dass Gottes Wort sich verbreitete. Es war vergessen worden und wurde als altes, verstaubtes Buch angesehen. Nun war es gefunden worden, wurde gelesen und verbreitet. Nun sollten wir eine geistliche Erweckung und Erneuerung erwarten.

Durch die ganze Geschichte von Gottes Volk, folgt immer, wenn Gottes Wort entdeckt und verbreitet wurde, darauf eine geistliche Erweckung. Es kann so einfach beginnen wir hier bei Josia, indem ein Mann das Buch findet, liest, daran glaubt und es verbreitet.

Ein weiteres Beispiel dafür sehen wir in der Geschichte des Peter Waldo und seinen Nachfolgern. Waldo war ein reicher Kaufmann, der im 12. Jahrhundert sein Geschäft aufgab, um Jesus radikal nachzufolgen. Er stellte zwei Priester ein, die das Neue Testament in Alltagssprache übersetzen sollten und benutzte dies, um andere zu lehren. Er lehrte auf der Straße und wann immer ihm jemand zuhören wollte.

Viele Menschen kamen, um ihm zuzuhören und begannen, Jesus nachzufolgen. Er lehrte die Texte des Neuen Testaments in Alltagssprache und wurde von der Kirche dafür getadelt. Doch er ignorierte das und machte weiter. Er schickte seine Nachfolger zu zweit in Dörfer und auf Marktplätze, um zu lehren und die Schrift zu erklären.

Die Schriften wurden von ihnen auswendig gelernt, und manche konnten das ganze Neue Testament und große Teile des Alten Testaments auswendig. Das Wort Gottes – wenn es gefunden, gelesen, geglaubt und verbreitet wird – hat die Macht, Dinge zu verändern. Lies es und glaube daran!