Die Speisung der Einhundert

Aber ein Mann von Baal-Schalischa kam und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrote, Gerstenbrote und Jungkorn in seinem Sack. Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen! Und sein Diener sprach: Wie kann ich das 100 Männern vorsetzen? Er aber sprach: Gib es den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen, und es wird übrig bleiben! Und er legte es ihnen vor, und sie aßen, und es blieb noch übrig, nach dem Wort des HERRN. (2. Könige 4,42-44)

Wenn man diese Geschichte liest, ist man überrascht sie im Alten Testament zu finden. Wir wissen, dass Jesus zweimal eine Menge Menschen mit einigen Broten und Fischen satt kriegte (Matthäus 14,13-21 und 15,32-39). Man vergisst, dass Gott Elisa gebrauchte um hunderte von Jahren zuvor ein ähnliches Wunder zu vollbringen.

Broken Bread

Wie auch in Johannes 6,9 hatten sie nur einige Gerstenbroteum viele Menschen zu sättigen. Gerste war schon immer ein einfaches Essen, das eher zum Füttern von Vieh genommen wurde. Im Talmud sagt einer: „ Gerste ist ein feines Getreide“ und ein anderer antwortet darauf: „sag es den Pferden und Eseln“. Mit einfachen Gerstenbrote kann man nicht viel anfangen, aber Gott braucht nicht viel.

Durch Gottes Wunder wurden aus wenigen Broten viele, und sie hatten mehr als genug. Und sie aßen und es blieb noch übrig, nach dem Wort des HERRN. Gott hatte versprochen, dass Er sich um ihre Bedürfnisse kümmerte, und sogar noch über diese hinaus. Elisa glaubte an Gottes Versprechen, handelte dementsprechend und erlebte, wie es sich erfüllte.

Gott liebt es, große Dinge durch kleine Dinge zu tun. Ich mag, was Charles Spurgeon schrieb: „Denkst du, Gott braucht uns? Denkst du, Er ist abhängig von menschlicher Kraft? Ich sage dir, unsere Schwachheit ist eine bessere Waffe für Gott als unsere Stärke.“

Hier in 2. Könige waren es 20 Brote für ungefähr 100 Leute. Bei Jesus waren es 5 Brote für 5000 Leute! In 2. Könige blieb etwas übrig, bei Jesus waren es 12 volle Körbe (Johannes 6,13).

Auch wenn Gott hier ein wundervolles Werk durch Elisa tat, war es nur ein Vorgeschmack auf ein viel größeres Werk, das Gott in und durch das wahre Brot vom Himmel, Jesus Christus, tun würde.

Lerne von dem, was Gott durch die großen Propheten im Alten Testament tat. Aber schaue im Glauben auf Jesus. Jesus ist größer als alle Männer und Frauen des Alten Testaments, und Er ist derjenige, auf den sie alle zeigten.

 

 

Leper

But a Leper

Now Naaman, commander of the army of the king of Syria, was a great and honorable man in the eyes of his master, because by him the LORD had given victory to Syria. He was also a mighty man of valor, but a leper. (2 Kings 5:1)

2 Kings 5:1 introduces us to an important, powerful man – a general named Naaman. We read that he was a great and an honorable man, and that God had blessed him with victory for the Syrian army. We also learn that he was a mighty man of valor, just like Gideon (Judges 6:12), Jephthah (Judges 11:1), David (1 Samuel 16:18), Jeroboam (1 Kings 11:28), and several others. In fact, it seems that Naaman was the only Gentile the Bible says was a mighty man of valor.

Leper

General Naaman had a lot going for him, but the last three words of 2 Kings 5:1 change his story completely. With his power, status, and influence, Naaman was a great man – but a leper.

Leprosy often began with the loss of sensation in some part of the body. Because of the nerve damage, the muscles started to waste away. The hands and feet became disfigured, and often deteriorated so much that fingers and toes were lost. Over the span of 20 or 30 years a leper might lose hands and feet; it was, as William Barclay wrote, “a kind of terrible progressive death in which a man dies by inches.”

The leprosy described in the Bible was a contagious, debilitating disease that corrupted its victim and makes him essentially dead while alive. Most people thought that lepers were under the special judgment of God, deserving no pity or mercy. For all these reasons, the condition of leprosy is a picture of sin and its effects.

Remember the tragic words about Naaman: but a leper. Those words speak to us today. The effects of leprosy run deep, but by appearance, the leper is “skin-sick.” All humanity is “sin-sick.” Spiritually speaking, we are all lepers until Jesus heals us.

– No matter what we accomplish in life, we still have to deal with sin.
– Our sin-sickness makes us dead while still alive.
– We can’t heal our own sin-sickness.
– Our sin-sickness often follows a slow progression.
– Left to itself, our sin-sickness will grow worse and worse.
– Our sin-sickness will lead to death without what only God can do.

The story of General Naaman has a happy ending. That isn’t true of every sin-sick person. But Jesus knows how to heal both the leper (Matthew 8:1-3) and the sinner. Jesus rescues both the skin-sick and the sin-sick.

Click here for David’s commentary on 2 Kings 5

Der Tod im Topf

Da ging einer aufs Feld hinaus, um Kräuter zu sammeln, und er fand ein wildes Rankengewächs und sammelte davon sein Gewand voll wilde Gurken; und als er heimkam, zerschnitt er sie in den Gemüsetopf; denn sie kannten sie nicht. Als man es aber den Männern zum Essen vorsetzte und sie von dem Gemüse aßen, schrieen sie und sprachen: Der Tod ist im Topf, Mann Gottes! Und sie konnten es nicht essen. Er aber sprach: So holt Mehl herbei! Und er warf es in den Topf und sprach: Setzte es den Leuten vor, dass sie essen! Da war nichts Schlimmes mehr im Topf. (2. Könige 4,39-41)

Wie bei seinem Mentor Elijawar auch Elisas Leben voller Wunder. Dies war eines der ungewöhnlichsten Wunder, die Gott durch den Propheten geschehen ließ.

Death in the Pot

Es war eine Zeit der Hungersnot (2. Könige 4,38), und ein nicht beim Namen genannter Mann fand ein Gewächs, das er der Gruppe von jungen Propheten brachte. Sie zerschnitten es und gaben es in einen Eintopf. Das Gemüse war wohl damals in der Gegend als wilde Gurken bekannt. Sie schmeckten sehr bitter und führten zu schweren Verdauungsstörungen, und wenn viel davon gegessen wurde, manchmal sogar zum Tod.

Unter Gottes Führung gab Elisa noch Mehl in den Eintopf und es passierte etwas Wundervolles: was zuerst so schlecht war, dass es den Tod bringen konnte, war nun gut. Es wird uns zwar nicht erzählt, aber es scheint, als ob sie den Eintopf danach geniessen konnten.

Zwei Dinge lernen wir daraus: Erstens tun wir auch oft das, was der junge Prophet tat: Wir gehen durch die Welt und suchen nach Dingen, von denen wir denken, dass sie uns helfen und uns gut tun, und stattdessen bringen sie uns den Tod. Wenn du zu Gott gehörst, wirst du nirgendwo dieselbe Zufriedenheit und Nahrung in den Dingen der Welt finden. Du kannst wirklich nicht in ein Leben zurückkehren, in denen das Wichtigste Unterhaltung oder Vergnügen oder Bequemlichkeit oder Ruhm oder Reichtum ist. Diese Dinge im „Eintopf“ unseres Lebens werden uns letztendlich schreien lassen: „Der Tod ist im Topf!

Zweitens schau dir an, was Elisa tat. Anstatt dass er versuchte, das giftige Zeug aus dem Eintopf herauszukriegen, fügte er etwas Gutes hinzu: Mehl, das man zum Brot backen braucht. Als heilsame Nahrung in den Topf kam, änderte sich alles.

Sicher gibt es Zeiten, in denen giftige Lehren unter den Gläubigen entfernt werden müssen. Doch viel häufiger ist es besser, so viel gute geistliche Nahrung wie möglich hinzuzufügen. Jesus ist das Brot des Lebens (Johannes 6,35). Konzentrier dich auf Jesus und auf Sein lebenspendendes Wort – und sieh wie Gott den „Tod“ aus dem giftigen Eintopf herausnimmt.

 

 

Death in the Pot

Death in the Pot

So one went out into the field to gather herbs, and found a wild vine, and gathered from it a lapful of wild gourds, and came and sliced them into the pot of stew, though they did not know what they were. Then they served it to the men to eat. Now it happened, as they were eating the stew, that they cried out and said, “Man of God, there is death in the pot!” And they could not eat it. So he said, “Then bring some flour.” And he put it into the pot, and said, “Serve it to the people, that they may eat.” And there was nothing harmful in the pot.(2 Kings 4:39-41)

Like his mentor Elijah, the life of Elisha was filled with miracles. This was one of the more unusual wonders God worked through the prophet.

Death in the Pot

In this case, in a time of famine (2 Kings 4:38), an unnamed man found a wild vine and brought it back to a group of young prophets. They sliced up the vine and threw it into a pot of stew. The vine or gourd was probably something known in that area as a wild cucumber. It can be bitter to the taste and cause severe digestive problems if enough is eaten, sometimes leading to death.

Under God’s guidance, Elisha put some good flour into the pot of stew and something wonderful happened: what was once so bad that it brought death was now made good. We aren’t exactly told, but it seems they enjoyed the rest of the stew.

Let’s take two applications from this. First, we often do what the unnamed young prophet did. We sometimes go out into the world for things we think will help and satisfy us, and instead they bring us death. If you belong to God, you will never again find the same satisfaction or nourishment in the things of the world. You can’t really go back to a life where the most important things are entertainment, or pleasure, or comfort, or fame, or wealth. These things in the “stew” of our life will eventually leave us shouting, “There is death in the pot!

Second, notice what Elisha did. Instead of trying to get all the poisonous stuff out of the stew, instead he added something good: flour, the stuff you use to make bread. When wholesome food came into the pot, it changed everything.

Surely there is a time to try and remove poisonous doctrines among believers; but more often the proper course is to add as much good spiritual food as possible. Jesus is the bread of life (John 6:35). Put the focus on Jesus and His life-giving Word – and watch how God gets the “death” out of a once-poisoned stew.

Click here for David’s commentary on 2 Kings 4

empty vessels

Leere Gefäße füllen

Er sprach: Geh hin und erbitte dir draußen Gefäße von allen deinen Nachbarinen, leere Gefäße, und nimm nicht wenige; und geh hinein und schließe die Tür hinter dir und deinen Söhnen zu und gieße Öl in alle diese Gefäße; und was voll ist, trage weg! (2. Könige 4,3-4)

Dies sagte der Prophet Elisa zu einer Witwe, die so arm war und Schulden hatte, dass sie und ihre Söhne für das Geld, das sie schuldeten, in die Sklaverei verkauft werden sollten.

In ihrer Verzweiflung fragte sie alle Nachbarn nach sämtlichen Behältern, um diese auszuleihen. Als sie alle Gefäße zu Hause hatte, nahm sie ihre letzte kleine Flasche Öl und begann damit die gesammelten Behälter zu füllen. Der Prophet tat das nicht für sie; sie musste diesen Glaubensschritt selber tun.

empty vessels

Ich bin sicher, dass ihr Herz schneller schlug, als sie das Öl umfüllte. Das Öl lief aus der kleinen Flasche in die ausgeliehenen Gefäße, und es floß immer weiter. Durch ein Wunder, durch die Verheißung Gottes, wurden die Gesetze der Physik kurzzeitig ausgesetzt, und eine kleine Flasche Öl füllte viele große Behälter.

Die Witwe sammelte die Gefäße im Glauben, und das Ausmaß dieses Wunders wurde vom Ausmaß ihres Glaubens beim Einsammeln der Gefäße bestimmt. In diesem Fall war das einzige Limit die Anzahl der Gefäße, die sie für Gott verfügbar machte. Wenn ein Behälter voll war, stellte sie ihn auf Seite und ging zum nächsten über, bis alle gefüllt waren.

Das Öl floß so lange, wie Gefäße gesammelt, aufgestellt und bereit zu Befüllen waren. Wenn Gottes Kinder sich im Glauben versammeln und bereit sind zu empfangen, werden sie Gottes Werk erleben.

Noch etwas, das zu bedenken ist: alle diese geliehenen Gefäße mussten leer sein, damit sie gefüllt werden konnten. Wir können zu voll mit uns selbst sein, zu stark in uns selbst, als dass Gott wirklich in uns arbeiten kann. Charles Spurgeon sagte: „Ein voller Christ ist für leere Sünder, und nur für leere Sünder… Es ist nicht unsere Leere, sondern unsere Fülle, die das Fließen der Gnade hindern kann.“

Gott kann durch unsere Leere Wunder tun – so lange der Glaube bereit ist, gefüllt zu werden. Gottes Kraft wird in der Schwachheit vollkommen (2. Korinther 12,9)